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von Kirsten Freundl
Veröffentlicht am 06.07.2009 Artikel drucken
Bei X-Ray durchleuchtet das Gitarrenensemble Go Guitars den Komponisten und Leiter des Studios für Elektronische Musik am Mozarteum Achim C. Bornhöft und stellt verschiedene Facetten seiner Arbeit am 10.07.09 um 20.00 Uhr in der t-u-b-e klanggalerie, Einsteinstr. 42, vor.
1997 als E-Gitarren-Quintett gegründet hatte sich Go Guitars (Gunnar Geisse Laptop-Gitarre, Harald Lillmeyer E-Gitarre & Live Elektronik, Gregor Holzapfel E-Gitarre & Live Elektronik, Adrian Pereyra Feedback-Gitarre) ganz der Interpretation zeitgenössischer Kompositionen verschrieben.
So stand am Anfang der Arbeit dieses extravaganten Ensembles die Aufführung eines Stückes für 5 E-Gitarren der New Yorker Komponistin Lois V. Vierk, das dem Ensemble auch den Namen gegeben hat. In der Folge kamen Werke u.a. von Zoro Babel/Michael Lentz, John Cage, Fred Frith, Gunnar Geisse, Michael Hirsch, Tom Johnson, Chico Mello, Josef Anton Riedl, Iris ter Schiphorst, James Tenney, Lois V Vierk, Wolfgang Heisig, Bernhard Weidner und Fredrik Zeller zur Aufführung; oder etwa das Concerto Grosso "Wachstum" für 5 E-Gitarren und großes Orchester von Fredrik Zeller, das Go Guitars 2005 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks im Herkulessaal der Münchner Residenz unter der Leitung von Frank Ollu uraufführte.
Mit der verstärkten Hinwendung zur Improvisation und zum musikalisch-instrumentalen Experiment entstand neben dem Quintett auch das Trio Go Guitars, bestehend aus Gunnar Geisse, Harald Lillmeyer und Adrian Pereyra, das sich diesen neuen Aufgaben und Anforderungen an den Klangkörper widmet.
Beispielhaft hat das Trio dies in der Reihe „processing“ (2008/2009) unter Mitwirkung von internationalen Musikern, wie Richard Barrett, Elliott Sharp, eRikm realisiert. Bei „X-Ray“ wird das Ensemble seinen ganzen Erfahrungsschatz mobilisieren, wenn es gilt den musikalischen Kosmos von Achim Bornhöft zu durchleuchten.
Noch vor seinem Kompositionsstudium an der Folkwang Hochschule in Essen gewann Achim Bornhöft (Jhrg. 1966) den 1. Preis beim Forum junger Deutscher Komponisten. Es folgten u.a der Felix-Mendelssohn-Bartholdy Förderpreis, der 1. Preis im Bundeshochschulwettbewerb Komposition sowie der Folkwang Preis für Komposition 1993. Während des Studiums bei Nicolaus
A. Huber und Dirk Reith begann seine Zusammenarbeit mit den Choreographen Olimpia Scardi, Stefan Hilterhaus und Wanda Golonka, mit denen er eine Reihe von Stücken erarbeitete und an Theatern in Deutschland und im europäischen Ausland realisierte. Nach dem Examen ging er mit einem DAAD-Stipendium an das renommierte Computer Center for Research in Music and Acoustics (CCRMA) der Standford University (USA).
Zwischen 1996 und 1999 war er Dozent an der Universität Duisburg und an der Folkwang Hochschule in Essen, erhielt 1998 das Kompositionsstipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks und realisierte mit eigenem Ensemble zwei abendfüllende Tanzproduktionen. 2001 war Achim Bornhöft als Stipendiat am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe. Es folgten eine Reihe weiterer Preise und Auszeichnungen. Seit dem Sommersemester 2006 leitet Achim Bornhöft das Studio für Elektronische Musik am Mozarteum in Salzburg.
Der Eintritt zu den Veranstaltungen der t-u-b-e ist frei.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.goguitars.de
www.achim-bornhoeft.de
www.t-u-b-e.de