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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Gabriele Busse

Veröffentlicht am 23.04.2007     Artikel drucken

dc duesseldorf contemporary ist zu Ende

Die dc ein kommerzieller Erfolg

Duesseldorf. In Erfolgsstimmung ging die dc duesseldorf contemporary am Sonntag, den 22. April um 19h zu Ende. Nach fünf Messetagen verzeichnet die Premierenveranstaltung der dc duesseldorf contemporary als neuer Publikumsmagnet für zeitgenössische Kunst 23.000 Besucher. Besonders großen Zuspruch erfuhr die dc vom Fachpublikum.

Kuratoren und Sammler lobten die Frische und homogen hohe Qualität des Programms und fühlten sich von der Vielzahl überraschender Positionen, besonders in den Bereichen Malerei, Installation und Zeichnung, zu Käufen und Ausstellungsabsprachen inspiriert.

Die meisten Arbeiten wurden von den Künstlern speziell für die dc duesseldorf contemporary gefertigt oder reserviert. Auch diejenigen Sammler, die aus Europa und Amerika zur dc kamen, honorierten das einzigartige und junge Kunstangebot mit ihren Ankäufen. So freuten sich die Aussteller über den Besuch von Sammlern wie Rik Reinking, Ivo Wessel, Mick Flick, Thomas Olbricht, Wilhelm und Gabi Schürmann, Heinz Ackermans, Helge Achenbach, Wolfgang Hauck, Axel Haubrok, Volker Kahmen, Julia Stoschek, Gisi von Klot und viele mehr.

Die Wilkinson Gallery aus London nutzte die Gelegenheit, und verkaufte gleich eine Arbeit von Phoebe Unwin an das Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam. Damit nicht genug, gelang der Wilkinson Gallery ein Verkauf an Mario Testino, der, zu seiner eigenen Ausstellungseröffnung im NRW Forum angereist, kaum in Düsseldorf eingetroffen, als erstes einen Orientierungsrundgang über die dc machte, um am Folgetag bei einem zweiten Besuch der dc duesseldorf contemporary-Aussteller, seine Sammlung mit einigen Ankäufen zu komplettieren.

Sies + Höke verkauften schon in der ersten Stunde der Preview eine Skulptur von Florian Slotawa "GS.002" (12.000 EUR) und nahmen für die vielteilige Holz-Installation "SOL" des Belgiers Kris Martin drei Reservierungen entgegen. Fiedler Contemporary aus Köln platzierte ebenfalls zwei Arbeiten von Beat Zoderer (7.000 – 13.000 EUR) in eine große Privatsammlung in Miami. Mother’s Tankstation aus Dublin verzeichnete gute Verkäufe und freute sich über eine "Enthusiastic crowd".

Die Frankfurter Galerie Voges + Partner meldete fünf Arbeiten aus der One Man Show von Manfred Peckl „Peckl Rocks“ als verkauft (je ca. 4.800 EUR). Uli Voges zeigte sich äußerst zufrieden und freute er sich vor allem über viele neue Kontakte, die er am Stand machen konnte.

Auch Ursula Walbröl aus Düsseldorf konnte für eine Arbeit des Künstlers Simon Lewis in eine Schweizer Institution Interesse wecken. Die Warschauer Galerie Raster konnte neben Verkäufen von Werken der Künstler Michael Budny und Przemek Matecki (jeweils in eine Düsseldorfer und britische Sammlung) bereits bei der Preview starkes Interesse für Rafal Bujnowski vermelden, - eine Arbeit ging für 6.300 EUR in eine deutsche Sammlung.

Gute Umsätze auch bei DNA aus Berlin: Neben vier Vitrinen aus der Installation "Das Körper-Körper Problem" (je 6.500 EUR) von Clemens Krauss, von denen eine sogar an das Teheran Contemporary Art Museum vermittelt werden konnte, freute sich die Galerie vor allem über den Verkauf der großen Bronzeskulptur „Speedformel“ (50.000 EUR) von Mariana Vassileva. Die Düsseldorfer Galerie Cosar verkaufte von Stefan Kürten "Red Eyes and Tears" (42.000 EUR).

Herausragende Kontakte und Umsätze auch bei Christa Schübbe (Düsseldorf). Die Arbeit „Wing“ von Li Jie Kai (33.000 EUR) wechselte in eine große Sammlung asiatischer zeitgenössischer Kunst nach Amsterdam. Zu den teuersten gehörte eine Bodenarbeit von Carl Andre "Aluminium Square" (100.000 EUR) auf dem Stand der Galerie Konrad Fischer.

Verkauft wurden bei Konrad Fischer zwei Bodenskulpturen von Carl Andre "Carbon Prime Couple" an einen Privatsammler aus den USA. Mehrere Fotos von Gregor Schneider aus der Serie "4538 km" (je ca. 3.000 EUR) wechselten ebenfalls den Besitzer. Ein besonderer Erfolg: Der Eyecatcher der Messe, der Boden bei Konrad Fischer, von dem Künstler Jim Lambie gestaltet sowie seine poetisch anmutenden Turntables sind reserviert.

Die dc duesseldorf contemporary wurde zum Anziehungspunkt und Kunsterlebnis auch für Claudia Schiffer, die sich mehr als zwei Stunden auf der dc aufhielt und sich ausführlich durch die Galerienschau führen ließ.

Begeisterung und großes Interesse ebenfalls auf Seiten der Politik: Die Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW, Christa Thoben besuchte am Freitag (20.04) ein zweites Mal die Messe, um sich durch den Galerienparcours führen zu lassen.

Als Politiker, vor allem aber als Sammler, versäumte auch Guido Westerwelle nicht, der dc duesseldorf contemporary einen ausführlichen Besuch abzustatten, der in den Abendstunden des Freitag, am 20. April stattfand.

Kuratoren wie Veit Loers, Kaspar König, Susanne Titz, Julian Heynen und Martin Hentschel nutzten die dc duesseldorf contemporary als Kontakt- und Vermittlungsbörse für ihre Ausstellungshäuser- und projekte. Sie trafen dabei auf renommierte Künstler wie Thomas Ruff, Klaus Rinke oder Katharina Sieverding, die der dc einen Besuch abstatteten.

Die Top-Sammlerin Ella Cisneros-Fontanals aus Miami schwärmte voller Begeisterung: "Die dc duesseldorf contemporary besetzt erfolgreich die Nische für zeitgenössische Kunst. Als Sammlerin weiß ich natürlich, wo man Arbeiten von etablierten Künstlern kaufen kann. Die dc bietet viele Überraschungen und junge Talente. Für mich stellt sich die dc als eine großartige und gleichzeitig erfrischende Messe dar, auf der eben nicht die alltägliche Kunst präsentiert wird."

Für Aufsehen sorgte die Vergabe des Audi Art Award: Der erstmalig vergebene und extra für die dc entwickelte Preis ist mit 5.000 EUR dotiert und ging an ESLprojects aus Los Angeles. "Das amerikanische Projekt ist einer der elf Teilnehmer der Galerienschau "The Progress Imperative", die Nachwuchskünstler oder Künstlergruppen versammelt, die entkoppelt von den herkömmlichen Kunstmarktstrukturen eine eigenständige Perspektive von Kunstproduktion und Kunstvermittlung aufzeigen. Die Jury lobte an ESL die Ausrichtung als Schnittstelle zwischen Kunstakademie, Kunstinstitutionen und Künstlern".

Eine positive bis ausgelassene Gesamtstimmung herrscht am Ende der dc duesseldorf contemporary bei den meisten Galerien. Der Galerist Christian Haye, Galerie mc aus Los Angeles, fasst das Ergebnis am Ende der Messe in die Worte: "Ich habe sehr gut verkauft. Viel mehr als auf der Frieze!"

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