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von Katrin Petry
Veröffentlicht am 04.11.2005 Artikel drucken
die art.fair 2005 war ein voller Erfolg: Zufriedene Veranstalter, hohe Umsätze, begeisterte Besucher
Die dritte art.fair - Internationale Messe für aktuelle Kunst - zog an allen vier Messetagen einen regen Besucherstrom in die neuen Messehallen EXPO XXI in die Kölner City. Mit 21.000 Besuchern wurden die hoch gesteckten Erwartungen der Veranstalter erfüllt. Das Publikum zeigte sich begeistert von dem Programm der insgesamt 65 Aussteller der art.fair und den 20 Ausstellern der DiVA aus Deutschland, dem europäischen Ausland und aus Übersee.
Umzug erwies sich als gute Entscheidung
Der Umzug der art.fair in die neuen Messehallen erwies sich als eine gute Entscheidung. Besonders positiv wurde bei Besuchern und Ausstellern die klare Trennung zwischen moderner Messehalle und dem Denkmal geschützten Eventloft aufgenommen.
Auch der Zuwachs an Galerien um 20 Prozent und die Zusammenarbeit mit der New Yorker Kunstmesse DiVA hat sich bewährt. Die vergrößerte Auswahl zog weitaus mehr Besucher an als in den Jahren zuvor. "Die Besucherzahlen sind explodiert und das hat sich sehr gut auf die Verkäufe ausgewirkt.", resümierte Walter M. Gehlen, Direktor der art.fair.
Die Kooperation mit der DiVA empfanden auch die Galeristen der art.fair als einen Mehrwert für ihre Ausstellung. "Die Gastmesse DiVA hat zusätzliche und neue Kunstinteressierte sowie Kunstsammler zur Messe geführt.", begrüßt Galerist Rafael Vostell aus Berlin den Zuwachs der art.fair.
Verkaufsbilanzen überstieg alle Erwartungen
"Das ist mit Abstand die erfolgreichste art.fair seit ihrem Bestehen.", freuen sich die Veranstalter, Andreas E. Lohaus und Walter M. Gehlen, über die Früchte ihrer Arbeit.
Die auf zahlreichen, internationalen Messen vertretene Galerie Christopher Cutts aus Toronto zeigte sich vom sehr persönlichen Service der art.fair und der hohen Qualität des Publikums begeistert.
Die Galerie Hüstegge verkaufte vom Künstler Karel Goudsblom die große Bronze-Statur mit dem Titel "Lable Me" an die Neusser Firma Nedap für 35.000 Euro.
Galerie U 7 war restlos ausverkauft, selbst um die von der Künstlerin Marina Naprushkina gestalteten Messewände stritten sich Kunstfans. Von Justine Otto waren schon in den ersten zwei Tagen keine Arbeiten mehr bei der Galerie Barbara von Stechow zu erwerben. Ebenso ausverkauft waren die Arbeiten von Eckart Hahn der Galerie Burkhard Eikelmann aus Düsseldorf und sämtliche Werke von Clemens Krauss und Cameron Rudd, Galerie DNA.
Werke der DNA Künstlerin Mariana Vassileva wurden auf der art.fair und auch auf der Gastmesse DiVA verkauft. Die Galerie Braunbehrens zeigte sich rund um zufrieden mit ihrer Doppelpräsenz in Köln. Sowohl auf der art.fair als auch auf der ART COLOGNE wurden sehr gute Umsätze erzielt.
Zahlreiche Arbeiten von Norbert Frensch, Galerie Schwarz, gingen in verschiedene Sammlungen.
Kunstraum 21 aus Köln verkaufte sämtliche großformatigen Arbeiten von Yamanobe.
Die ausländischen Galerien Exner, Cristopher Cutts, Brunnhofer, Hüstegge, Jos Art und Begonia Malone lobten die hohen Umsätze.
Galerie Jos Art erzielte besonders mit ihrem Malereiprogramm gute Erfolge.
Erwartungsgemäß zeigte sich wieder eine sehr hohe Nachfrage nach den großformatigen, rot grundierten Portraits von Salustiano. Begonia Malone verkaufte ihre Salustianos u.a. an eine junge Sammlerfamilie aus Köln-Marienburg. Zahlreiche Installationen von Richard Stipl wurden bei der Christopher Cutts erworben.
Galerie Metropolitana aus Barcelona waren begeistert und sorgten mit dem Fakeshop, einer komplexen Installation aus Überwachungskameras und mehreren Räumen, bei Besuchern für Aufsehen.
Äußerst zufrieden war auch die Galerie Rüthmüller aus Basel mit dem Verkauf ihrer Arbeiten des russischen Shootingstars Oleg Kulik.
Auf dem komplett in weiß gehaltenen Stand der Galerie Rafael Vostell sorgten die skurrilen Arbeiten von Iris Schieferstein für Furore. Der Berliner Galerist zeigte sich auch durch den Verkauf eines Nam June Paik Videos auf der DiVA sehr zufrieden.
"Es waren viele der ART COLOGNE Sammler hier, die sehr begeistert von der art.fair waren.", berichtete Carmen Vetere, Galerie Incontro.
Der Kölner Galerist Henseleit hob hervor, dass viele Firmen wie zum Beispiel McKinsey am Ankauf aktueller Kunst auf der art.fair interessiert waren.
"Die art.fair zeichnet sich durch ganz tolle Sammler aus, die sehr entschlossen vorgehen und an der Entdeckung neuer Tendenzen der jungen Kunst interessiert sind.", schwärmte die Galeristin Barbara von Stechow.
Die neue Messehalle der art.fair ist die ideale Präsentationsfläche für Kunst.
Galerie Gana Art, im ersten Jahr auf der art.fair, lobte die Übersichtlichkeit und das familiäre Ambiente der Messe.
"Die äußerst positive Stimmung der Besucher macht die art.fair zu einem wunderbaren Verkaufplatz.", sagte die Kölner Galeristin Alexa Jansen, die in diesem Jahr zum ersten Mal an der art.fair teilnahm.
Besucher und Galeristen lobten unisono die sehr gute Ausleuchtung. "Die Beleuchtung ist sehr gut und bringt die Kunstwerke ausgezeichnet zur Geltung.", sagte Janette Müller von Galerie Braunbehrens.
Lebendige Messe mit Eventcharakter
Guten Zuspruch beim Publikum fand nicht nur das Ausstellerprogramm der art.fair. Das vielseitige Rahmenprogramm aus Performances, DJs, VJs, exklusive Führungen und Parties wurde von vielen Besuchern als
richtungsweisendes Angebot begrüßt. "Die art.fair 2005 ist ihrem Anspruch als Trend setzende Messe - was Inhalt und Form betrifft - gerecht geworden.", so Andreas Lohaus, Direktor der art.fair.
Nicht nur die meisten Messebesucher, sondern auch viele Aussteller wollen in jedem Fall im nächsten Jahr wiederkommen. Die Veranstalter rechnen daher für das nächste Jahr mit erhöhten Anmeldezahlen.
Das Motto: Entdecken auch Sie die Kunst von morgen - art.fair 2006.