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Veröffentlicht am 25.08.2010 Artikel drucken
Christoph Schlingensief (Wien 2009), Bildquelle: de.wikipedia.org
Auch uns hat die Nachricht vom Tode Christoph Schlingensiefs natürlich geschockt, wenngleich sie nicht mehr völlig überraschend kam. Dass Schlingensief als Leidender, als heiliger Narr, der die Übel der Welt oft persönlich nahm, nur zu gern mit Kämpfern, die die Kamera ebenfalls für mehr Durchblick einsetzen, sympathisierte, tat nämlich verdammt gut. Sein untrüglicher Blick auf Tatsachen, deren Existenz oft vernebelt wird, ebnete ihm den Weg in nur scheinbar verrückte Welten, die wir leider immer weniger glauben uns noch leisten zu können.
Möge gerade deshalb sein Operndorf-Projekt in Burkina Faso als "Passion Possible" zu einem Vermächtnis werden. Nicht einmal 50 ist er geworden. Oder vielleicht eher 98? Geschuftet für zwei hat er auf jeden Fall. "Er hat jeden, den er traf, mit seinen Ideen angesteckt. Und so sind wir alle, Zuschauer, Kollegen, Kollaborateure, Teil einer großen sozialen Plastik geworden - Teil seines Werks", fasste Hans-Ulrich Obrist seine Eindrücke von Begegnungen mit Schlingensief zusammen.
Zur Erinnerung an Christoph Schlingensief halten wir für Sie 2 Beiträge aus dem grossen Privatarchiv von Berliner Kunstkontakter bereit:
Die Piloten, Zehn Jahre TALK 2000 Akademie der Künste am Pariser Platz, Januar 2007 ca. 23 Minuten
Christoph Schlingensief führt durch seine Ausstellung "Der König wohnt in mir", Autocenter 10/2008
Weitere Informationen finden Sie unter
www.berlinerkunstkontakter.de