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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Gerd Schütte

Veröffentlicht am 12.04.2007     Artikel drucken

Weißes und schwarzes Licht - Fotoarbeiten von Wiebke Elzel und Jana Müller

Am Samstag, den 14. April 2007, zwischen 17 und 20 Uhr, findet die Eröffnung der Ausstellung "Weißes und schwarzes Licht" mit Gemeinschafts- und Einzelfotoarbeiten von Wiebke Elzel und Jana Müller in der Galerie Schütte, Essen-Kettwig, statt. Die Ausstellung dauert von 14. April bis 26. Mai 2007.

Beide Künstlerinnen haben 2006 ihr Diplom für bildende Kunst, Fachbereich Fotografie, bei Prof. Timm Rautert an der HGB Leipzig gemacht.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der alle bisher entstandenen Gemeinschaftsarbeiten und einige Einzelpositionen dokumentiert, mit einem Text von Lilian Engelmann und einem Gespräch zwischen Dieter Daniels, Wiebke Elzel und Jana Müller.

Einige Exemplare der Edition "Heuersdorf" von Wiebke Elzel und Jana Müller (3 Farbfotografien 24,5 x 30,5 cm / 34,5 x 39,5 cm in einer Kassette, Auflage: 12 Ex.) sind noch für EUR 550,00 erhältlich.

Thilo Scheffler schreibt zu den Gemeinschaftsarbeiten:
"Jana Müller und Wiebke Elzel versehen ihre Arbeiten mit einer Vielzahl von Andeutungen und Spuren, die eine ebenso große Vielzahl an Deutungen zulässt. Doch mit jedem Detail, in dem man den Schlüssel zu einer hier anscheinend verborgenen Geschichte gefunden zu haben glaubt, bewegt man sich nur weiter in einem engmaschigen Netz verwobener Wahrnehmung.

Auf der Suche nach dem historischen Ereignis, dessen bildlichen Beweis man vor sich zu haben glaubt, kann jeder eingeschlagene Weg doch nur ins Leere führen. Denn die hier abgebildete Realität basiert auf einer Fiktion, auf der Vorstellung eines historischen Ereignisses, das weder stattgefunden hat noch jemals stattfinden wird.

Auch wenn man den Ursprung jener Vorstellung noch zu erahnen vermag, sind die fotografischen Bilder der beiden Künstlerinnen eine Form von "Re-Imagination". Durch die unvermeid liche Überlagerung der verschiedenen Wahrnehmungsebenen verleihen unsere Assoziationen den abgebildeten Interieurs ein fiktives Geschehen, lassen vorläufig eine Geschichte entstehen, die es de facto nicht gibt. Dabei gelingt es Jana Müller und Wiebke Elzel in allen Arbeiten, eine Aura von fast schon schauriger Faszination zu schaffen.

Ihre Inszenierungen sind stets von einem ambivalenten Verhältnis zwischen [Toten-]Stille und fesselnder Schönheit gezeichnet. Eine Faszination, die in dem Gefühl begründet liegen mag, dem zwanghaften Schauen letztlich nicht zu erzählender Dinge zu erliegen. Dinge von denen man eigentlich hofft, sie niemals schauen zu müssen."

Eröffnung: Samstag, 14. April 2007, 17 bis 20 Uhr
Ausstellungdauer: 14. April bis 26. Mai 2007
Öffnungszeiten: Di - Fr 14.30 -19.00 + Di - 22.00 Uhr, Sa 11.00 - 14.00 Uhr u. n. V.

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