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von aspektmedia
Veröffentlicht am 10.01.2008 Artikel drucken
Die Sendereihe, die jeden Samstag ab 0.05 Uhr in Deutschlandradio Kultur und zeitversetzt ab 23.05 Uhr im Deutschlandfunk ein Thema präsentiert, strahlt die Lange Nacht der karibischen Musik aus
Rhythmen, die keine Schwere kennen, Melodien von wunderbarer Leichtigkeit: Die Musik der Karibik gehört zu den anmutigsten Klangwelten überhaupt. Ob Salsa, Rumba oder Merengue, längst haben die betörenden Lieder und Tänze aus den tropischen Gefilden ihr internationales Publikum gefunden.
Erstaunlich ist dieser Erfolg nicht - schließlich ist die Musik selbst international und kulturübergreifend: Seit die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert zur Erschließung Mittel- und Südamerikas ansetzten, wurde die Region zu einem Schmelztiegel unterschiedlichster Formen und Stile. Die europäische Musik traf auf die der afrikanischen Sklaven, und beide vermischten sich mit der der indianischen Ureinwohner.
Nach der offiziellen Abschaffung der Sklaverei im 19. Jahrhundert nahmen auch die musikalischen Freiheiten einen gewaltigen Aufschwung. Alles vermischte sich mit allem, nie gehörte Rhythmen stiegen in den Himmel; Harmonien, an die in der Alten Welt niemand auch nur zu denken wagte: Mal wild, mal sinnlich, mal romantisch präsentierte sich die neue Musik, und sie spannte einen klingenden Bogen weit über alle Staatengrenzen hinweg.
Die Großen und die Kleinen Antillen sind darum Stationen der Langen Nacht, genauso wie Kolumbien und Venezuela, Mexiko und New York, wo die karibische Musik längst ihr neues Zentrum gefunden hat. Alte und neue Lieder sind zu hören, zarter Boleroschmelz ebenso wie Hip-Hop aus Havanna. Die Tropen singen, und das Herz schlägt schneller: "Hasta la música siempre!"
Zu den Live-Streams der Sender:
Deutschlandradio Kultur
Deutschlandfunk