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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Dr. Ralf Convents

Veröffentlicht am 22.12.2006     Artikel drucken

Veranstaltungen und Ausstellungen der SK Stiftung Kultur im Februar 2007

VERANSTALTUNGEN

Dienstag, 23. Januar um 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr):
"Kölsch Geschräppels II" mit Ilse Prass und Heinz Wild
Aus der Reihe "Klaaf em Mediapark" der Akademie för uns kölsche Sproch/ SK Stiftung Kultur

Zum zweiten Mal präsentieren Ilse Prass und Heinz Wild uns eine bunte Mischung kölscher Rümcher und Verzällcher. Humorvoll und nachdenklich beobachten sie menschliche Eigenheiten, sprachliche Auffälligkeiten und vieles mehr, was in unserer Stadt passiert.

Der Eintritt beträgt 3 Euro (keine Ermäßigung) Eintrittskarten sind in der Bibliothek der Akademie zu den Öffnungszeiten, am Empfang der SK Stiftung Kultur und an der Abendkasse erhältlich.

Donnerstag, 1. Februar um 19 Uhr:
Eröffnung der Ausstellungen:
Henry Wessel (Raum 1)
Petra Wittmar: Medebach. Photographien 1979-1983 (Raum 2)
Lee Friedlander: The American Moment (Raum 3)
August Sander: Das Siegengebirge (Raum 4)
Alle Infos zu den Ausstellungen siehe weiter unten!

Sonntag, 4. Februar um 15 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellungen: Henry Wessel, Petra Wittmar, Lee Friedlander und August Sander
Kosten: nur Eintritt - Treffpunkt an der Ausstellungskasse im 1.OG

Donnerstag, 8. Februar
Donnerstag, 22. Februar, jeweils um 18 Uhr:
Thematische Führung durch die Ausstellungen der Photographischen Sammlung
Thema: Henry Wessel und die Tradition der amerikanischen
Landschaftsphotographie
Treffpunkt an der Ausstellungskasse - Kosten: nur Eintritt

Sonntag, 25. Februar um 15 Uhr
Öffentliche Führung durch die Ausstellungen: Henry Wessel, Petra Wittmar, Lee Friedlander und August Sander
Kosten: nur Eintritt - Treffpunkt an der Ausstellungskasse im 1.OG



AUSSTELLUNGEN

2. Februar bis 6. Mai 2007:
Henry Wessel
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Raum 1, Im Mediapark 7, 50670 Köln

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur präsentiert erstmals eine Werkübersicht des amerikanischen Photographen Henry Wessel (*1942) in Europa.

Wessel hat seit Mitte der 1960er Jahre ein vielschichtiges und beeindruckendes Werk geschaffen, vor allem fokussiert auf die Region um San Francisco und Los Angeles. Zu seinen Sujets gehören architektonische und städtische Ansichten, Straßenszenen und Strandleben. In vielen seiner Aufnahmen ist das intensive Licht Kaliforniens ein maßgebliches kompositorisches wie atmosphärisches Element.

Henry Wessel gehört zu den Vertretern der New Topographics. Neben unter anderem Robert Adams, Bernd und Hilla Becher oder Stephen Shore war er in der legendären und stilbildenden gleichnamigen Präsentation 1975 in Rochester vertreten. Bereits 1971 hat Wessel ein Guggenheim-Stipendium erhalten, ein weiteres erfolgte 1979. Schon 1973 war er mit einer Einzelausstellung in Museum of Modern Art vertreten. Seine Lehrtätigkeit am San Francisco Art Institute erstreckte sich insgesamt über drei Jahrzehnte.

Im San Francisco Museum of Modern Art wird von Januar bis März 2007 eine retrospektive Ausstellung mit Arbeiten von Henry Wessel zu sehen sein. Anlässlich der Ausstellungen wird ein Katalog im Steidl Verlag erscheinen.


2. Februar bis 6. Mai 2007:
Petra Wittmar: Medebach. Photographien 1979 - 1983
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Raum 2
Im Mediapark 7, 50670 Köln

Das Konvolut stellt in rund 70 Photographien die Dokumentation des Ortes Medebach im Sauerland dar, dem Heimatort der Photographin Petra Wittmar.

Neben Ansichten von Straßenzügen und Landschaftsabschnitten umfasst das Langzeitprojekt ebenso Innenraumaufnahmen, die eine Idee vom Leben der jeweiligen Personen geben, direkte Portraits der Menschen fehlen. Wittmar hat ihre Motive in konzentriert ruhiger Einstellung mit zurückgenommener Lichtgebung aufgenommen, ihre nüchterne und sachliche Bildsprache kommt bis ins Detail deutlich zum Tragen. Zur Ausstellung wird ein Katalog erscheinen.


2. Februar bis 6. Mai 2007:
Lee Friedlander: The American Monument
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Raum 3 Im Mediapark 7, 50670 Köln

Die Präsentation zeigt eine Auswahl von rund 20 Aufnahmen aus Lee Friedlanders berühmtem Buchwerk mit Photographien von historischen Denkmälern und Monumenten im urbanen, architektonischen und landschaftlichen Umfeld, erschienen 1976 anlässlich der 200-Jahr-Feier der USA.

Friedlander visualisiert weniger ein sich selbst heroisierendes Amerika, als dass er vielmehr durch die Untersuchung des baulichen Kontextes, in welchem sich die Denkmäler befinden, Funktion und Aussage dieser kritisch und bisweilen ironisch reflektiert.


2. Februar bis 6. Mai 2007:
August Sander. Das Siebengebirge
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Raum 4 Im Mediapark 7, 50670 Köln

Die Kabinettausstellung über das Siebengebirge verdeutlicht August Sanders große Leistungen auf dem Gebiet der Landschaftsphotographie. Seit Ende der 1920er Jahre führten ihn beispielsweise viele Fahrten in das nahe gelegene Siebengebirge, das er in Hunderten von Aufnahmen festhielt, die sein großes Interesse an der natur- und kulturgeschichtlichen Entwicklung der Region spiegeln.

Bereits zu Beginn der 1930er Jahre, kurz nach dem Erscheinen seines Portraitbandes "Antlitz der Zeit" hatte Sander eine programmatische Mappe mit 12 ausgewählten Bildern der Region entwickelt, die zu den besonderen Exponaten dieser Präsentation zählt.


noch bis 4. März 2007:
Anita Berber - die Königin der Bohème
Das Deutsche Tanzarchiv Köln erinnert mit einer Ausstellung im Tanzmuseum an Anita Berber
Ort: Tanzmuseum, Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7 (3.OG), 50670 Köln

Als Tänzerin überschritt Anita Berber (1899 - 1929) alle Konventionen - Leidenschaft und Provokation auf der Bühne führten zu Strafverfahren aber auch grenzenloser Verehrung durch das Publikum. Ihr Alkohol- und Drogenkonsum, ihre sexuellen Affären wurden zum Stadtgespräch.

Die Grafikerin Charlotte Berend-Corinth und der Maler Otto Dix portraitieren sie - sogar Porzellan-Figurinen entstanden nach ihren Tänzen. Der kometenhafte Aufstieg von Anita Berber fiel mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Anfang einer gesellschaftlichen Befreiung, die durch die neue Demokratie in Deutschland möglich wurde, zusammen. Anita Berber tanzte auch nackt - so aggressiv und sinnlich, wie man es bis dahin noch nie gesehen hatte.

Ihre Tanzabende hießen "Tänze des Lasters" und "Tänze der Ekstase" - ’Kokain’, der Name eines ihrer Tänze wurde Programm: das Leben ein immer währender Tanz, ein scheinbar ewig währender Rausch. 29-jährig starb Anita Berber im November 1928 in Berlin.

Die Begegnung Anita Berbers mit dem Tänzer, Lyriker und Maler Sebastian Droste im Jahr 1920 führte nicht nur zu einem gemeinsamen Tanzabend mit dem Titel "Tänze des Lasters, des Grauens und der Ekstase" sondern auch zu einer gleichnamigen bibliophilen Publikation, die 1923 in einer Auflage von 1000 Stück im Wiener Gloriette-Verlag erschien.

Der Band vereint Gedichte des Tänzerpaares mit Zeichnungen und Skizzen von Anita Berber, Sebastian Drostes theoretische Überlegungen zum "Tanz als Form und Erleben", Fotografien des Tänzerpaares sowie Bühnenbild- und Kostümentwürfe.

Die Ausstellung präsentiert neben ausgewählten Fotografien, Lithographien und Dokumenten aus der Anita Berber-Sammlung des Deutschen Tanzarchivs Köln erstmalig die Gedichte des Tänzerpaares sowie Auszüge aus "Der Tanz ins Dunkel" einem biografischen Roman über Anita Berber von Leo Lania aus dem Jahr 1929.


SK Stiftung Kultur
der Sparkasse KölnBonn
Im MediaPark 7
50670 Köln
www.sk-kultur.de

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