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Veröffentlicht am 05.08.2008 Artikel drucken
Öffnungszeiten der Ausstellungsräume der SK Stiftung Kultur:
täglich außer Mittwoch 14 - 19 Uhr, montags freier Eintritt
Eintrittspreise Raum 1 - 3: Erwachsene 4,50 EUR (erm. 2,- EUR)
Das Tanzmuseum bleibt wegen Umbau bis zum 12. September 2008 geschlossen!
VERANSTALTUNGEN
Samstag, 30. August um 14 Uhr:
Die Photodetektive...Wir entdecken eine Ausstellung
Kinderführung durch die Ausstellungen: "Man Ray und L. Fritz Gruber - Jahre einer Freundschaft 1956 bis 1976" und "Sigmar Polke. Photographische Arbeiten aus der Sammlung Garnatz" mit Barbara Hofmann-Johnson (6 bis 10 Jahre)
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Raum 1-3, Im Mediapark 7, 50670 Köln
Kosten: 5 Euro für Material plus 2 Euro ermäßigter Eintritt, Anmeldung unter: Tel.: (0221) 226-5900, E-Mail: photographie@sk-kultur.de
Sonntag, 31. August um 15 Uhr:
Öffentliche Führung durch die Ausstellungen: "Man Ray und L. Fritz Gruber - Jahre einer Freundschaft 1956 bis 1976" und "Sigmar Polke. Photographische Arbeiten aus der Sammlung Garnatz" (heute letzter Ausstellungstag!) mit Dr. Susanne Braun
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Raum 1-3, Im Mediapark 7, 50670 Köln
Kosten: 2 Euro plus Eintritt, Treffpunkt ist an der Ausstellungskasse
Dienstag, 9. September um 13.30 Uhr:
Kölsche Fußwallfahrt nach Stammheim zur Freudenreichen Muttergottes
Aus der Reihe "Töurcher en Kölle un drömeröm" der Akademie för uns kölsche Sproch
Im Mittelalter war das Leben am Rhein für die Menschen oft lebensbedrohlich. Große Überschwemmungen und Eisgänge zerstörten ihre Häuser, verwüsteten die Felder, vernichteten die Ernten. In ihrer Not suchten die Menschen Trost bei der Muttergottes in Stammheim, deren geheimnisvolles Bildnis vor vielen hundert Jahren am Ufer angeschwemmt wurde. Wir ehren diese alte Kölner Tradition und ziehen auf einem schönen Weg am Rheinufer entlang durch den romantischen Stammheimer Schlosspark zum Gnadenbild in St. Mariae Geburt. Hinterher Pilgerkaffee im Pfarrheim und Besichtigung des Pfarrgartens mit Bienenstöcken und Hühnerfarm (Honig und Eierlikör zum Mitnehmen).
Leitung: Hilde Lunkwitz, keine Teilnahmegebühr! Telefonische Anmeldung empfohlen unter (0221) 739 29 95, Auskunft über Treffpunkt und Fahrverbindungen erfolgt bei telefonischer Anmeldung.
Freitag, 12. September, 19 Uhr:
Feierliche Eröffnung des neu gestalteten Tanzmuseums und der aktuellen Ausstellung "Fatal Attraction. Tanz, Eleganz und Weiblichkeit"
Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln, Foyer, Im Mediapark 7, 3.OG
Mehr Informationen zum neu gestalteten Tanzmuseum und zur Sonderausstellung siehe weiter unten!
Samstag + Sonntag, 13. + 14. September, jeweils 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung "Fatal Attraction. Tanz, Eleganz und Weiblichkeit"
Tanzmuseum, nur Museumseintritt!
Montag bis Freitag, 15. - 19. September:
Das Tanzende Klassenzimmer
Schüler aller Altersstufen mit ihren Lehrern erhalten Einblick in einen Tanzstil ihrer Wahl. Ob HipHop, Afro, Folklore, Jazzdance und dieses Jahr zum ersten Mal Tanztheater: Im neu gestalteten Tanzmuseum werden die jungen Besuchern einen lebendigen Einblick in die Geschichte dieser Tanzstile erhalten. Aber natürlich können sich die jungen Teilnehmer auch selbst an diesen Tanzformen erproben. Während sich die eine Hälfte der Klasse in den Grundelementen der Tanztechnik versucht, setzt sich die andere Hälfte mit Geschichte und Hintergründen der Tänze auseinander. Damit alle Schüler einen umfassenden Eindruck von den gewählten Tanzrichtungen erhalten, tauschen die Gruppen nach 60 Minuten.
Weitere Informationen und Anmeldung für Lehrer und Schüler bei Bettina Großberg, Tel. (0221) 226 57 37, E-Mail grossberg@sk-kultur.de
Sonntag, 21. September, 12 bis 18 Uhr:
Weltkindertag in Köln unter Mitwirkung der SK Stiftung Kultur
Die SK Stiftung Kultur stellt ihre Kinder- und Jugendangebote auf dem Weltkindertag vor. Über den ganzen Tag verteilt werden unterschiedliche Mitmachaktionen angeboten. So können Kinder die Photodetektive kennen lernen oder an Aktionen unter dem Motto "Achtung-Fertig-Tanz!" teilnehmen. Auf der Hauptbühne am Heumarkt präsentieren Kinder aus den Koelsch-AGs um 14.00 Uhr kölsche Lieder.
Ort: Rheingarten
Alle Infos unter: www.weltkindertag-koeln.de
Donnerstag, 25. September um 13 Uhr:
Wanderung durch den Königsforst
Aus der Reihe "Töurcher en Kölle un drömeröm" der Akademie för uns kölsche Sproch
Heute ist der Königsforst, der als einziger diesen Namen noch trägt, die Lunge Kölns im wahrsten Sinne. Er ist der größte zusammenhängende Wald und eines der beliebtesten Wanderziele am Stadtrand Kölns. Dort gibt es einen Waldlehrpfad von 4 Kilometern Länge, in der Ferne erblicken wir Schloss Röttgen, das von hier aus auf Wanderwegen zu erreichen ist. Außerdem finden wir Hügelgräber, die Zeugen der mehrtausendjährigen Siedlungsgeschichte unserer Vorfahren. Wir bestaunen die riesige Kaisereiche, den Großen und den Kleinen Steinberg...
Teilnahmegebühr: 7 Euro, Leitung: Hilde Lunkwitz, Telefonische Anmeldung erforderlich unter (0221) 739 29 95, Auskunft über Treffpunkt und Fahrverbindungen erfolgt bei telefonischer Anmeldung.
Donnerstag, 25. September, 19 Uhr:
Eröffnung der Ausstellung: "This is how I remember now. Portraits. Photographs by Jim Dine"
Die Photographische Sammlung, Raum 1 - 3, Im Mediapark 7, 50670 Köln
-mehr Infos zur Ausstellung siehe weiter unten
Dienstag, 30. September um 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr):
"Mer fiere Jubiläum" - 25 Jahre Akademie för uns kölsche Sproch
Jubiläumsveranstaltung aus der Reihe "Klaaf em Mediapark"
Im August 1983 ging es los! Die Akademie för uns kölsche Sproch begann ihre Arbeit, zunächst in kleinem Rahmen, aber mit viel Elan! Mundartlesungen gehörten von Anfang an zu einem wichtigen Programmpunkt. Viele erinnern sich sicherlich noch an "Musik un Klaaf em kölsche Salon", eine Veranstaltung, die jahrelang im Belgischen Haus stattfand und großen Anklang fand. Mundartautoren trugen ihre Texte vor, musikalisch begleitet von den Cölschen Salonlöwen.
Seit 2002 treffen wir uns zum "Klaaf em Mediapark". Wir freuen uns sehr, dass auch diese Lesungen von unserem Publikum so gut aufgenommen werden. Daher wollen wir mit einigen Autoren und Musikern, die Sie vom Klaaf kennen, an diesen Abend auf 25 Jahre Akademie för uns kölsche Sproch zurückblicken!
Ort: SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, Saal (1.OG), Eintritt: 5 Euro (keine Ermäßigung).
AUSSTELLUNGEN
Nach dem Umbau - das neue Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln
Seit 1997 verfügt das Deutsche Tanzarchiv Köln über ein eigenes Tanzmuseum. Durch den Umbau wird es nun mehr denn je ein Ort der Begegnung mit der Tanzkunst. Ausstellungen und Veranstaltungen machen es zu einem Treffpunkt für kunst- und kulturinteressierte Menschen.
Der neu gestaltete Eingangsbereich bietet erweiterte Möglichkeiten für Filmvorführungen, Diskussionen und Vorträge und ermöglicht so auch Begegnungen mit dem Tanz der Gegenwart. Museums-pädagogische Angebote lassen Ausstellungen zur Geschichte und Gegenwart der Tanzkunst auch für Laien erlebbar werden. Vielfältige Programme für Kinder und Jugendliche machen das Tanzmuseum auch zu einem attraktiven Lern- und Erlebnisort für Kindergärten und Schulklassen.
Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7 (3.OG), 50670 Köln,
Tel.: (0221) 226 5757, E-Mail: tanzarchiv@sk-kultur.de
Nach dem Umbau - die neue Ausstellung im Tanzmuseum:
"Fatal Attraction. Tanz, Eleganz und Weiblichkeit".
Mit einem ungewöhnlichen Blick auf den Tanz eröffnet das Deutsche Tanzarchiv Köln nach Umbau und Erweiterung sein neues Tanzmuseum: "Fatal Attraction. Tanz, Eleganz und Weiblichkeit"
L’ aimable danseuse - sie ist uns ans Herz gewachsen: die Tänzerin, die unser allererstes Bild vom Tanz geprägt und uns damit verzaubert hat. Die Tänzerin, die in vollendeter künstlerischer Bewegung in Kopf und Herz einen Traum von Schönheit pflanzte und Tanz für uns zum Inbild von Anmut, Eleganz und Weiblichkeit werden ließ.
In der Person der Tänzerin manifestiert sich das Streben nach vollendeter Form. Ihr Körper, in entbehrungsreicher Ausbildung geformt, ist auch ein Kunstkörper. Ein Körper, der seinerseits bis heute immer wieder auch zur Projektionsfläche für künstlerische Visionen und Phantasien wird - für Choreographen, Bildende Künstler jedweder Couleur und -natürlich - für uns Zuschauer.
Ausgehend vom Bestand der Kunstsammlung des Deutschen Tanzarchivs Köln versucht die Ausstellung "Fatal Attraction" in einer Collage aus Bildender Kunst, Literatur und Film der immerwährenden Faszination der Tänzerin auf die Spur zu kommen. Sie versammelt Exponate, die - Sinnbildern des Tanzes gleich - in sich die Elemente tragen, die als "Bilder vom Tanz" den Tanz und die Tänzerin in unsere Wahrnehmung eingeschrieben haben und damit unsere Vorstellung von Tanz und Weiblichkeit, tänzerischer Bewegung und der ihr innewohnenden Attribute wie Eleganz, Anmut und Wahrheit prägen.
Die Ausstellung, die im Tanzmuseum eine Spielzeit lang bis zum 26. Juli 2009 zu sehen ist, wird von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet. Mehr über das gesamte Programm erfahren Sie unter www.sk-kultur.de/tanz/tanzmuseum/veranstaltung
This is how I remember now. Portraits.
Photographs by Jim Dine
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur
26. September bis 14. Dezember 2008
Eröffnung: Donnerstag, 25. September um 19 Uhr
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Raum 1 - 3, Im Mediapark 7, 50670 Köln,
Tel.: (0221) 226 5900, E-Mail: photographie@sk-kultur.de
Mit dieser rund 80 Exponate umfassenden Ausstellung gibt Jim Dine erneut Einblick in sein kontinuierliches photographisches Schaffen. Im Fokus stehen seine zwischen 2002 und 2007 entstandenen Bilder, subsumiert unter dem Begriff des Portraits. Ein Sujet, dem der Künstler durch seine Bearbeitung und Auffassung einen durchaus erweiterten Sinn gibt. Die aktuelle Auswahl führt weit in sein über Jahrzehnte mit unterschiedlichen Mitteln ausgeführtes Oeuvre und spiegelt abwechslungsreich die Bandbreite von Dines künstlerischer Palette und Biographie.
Durchgängig gelingt ihm eine individuell pointierte Auswahl und Gestaltung von Darstellungsinhalten, die als Metaphern für die menschliche Kommunikations- und Beziehungsfähigkeit interpretierbar sind, sich auf universell menschliche Eigenschaften beziehen, das Auffassungsvermögen und das daraus erwachsene kreative Potenzial, eingeschlossen die Themen von Vergänglichkeit und Tod, beleuchten.
Er befragt via Selbstportrait die eigene Entwi cklung, seine unterschiedlichen Reaktionen sowie Gefühlslagen und sucht, gleichfalls gerichtet auf einen für Dine bedeutungsvollen Personen- und Figurenkreis, seinen facettenreichen Visionen und Erinnerungen habhaft zu werden. Die Aufgabe gilt der Entdeckung des Ichs im Anderen oder auch umgekehrt des Anderen im Ich.
Die ihm beinahe alltäglich anbei stehenden Wesen, denen er sich in seinen Portraitbildern zuwendet, sind als Menschen oder von ihm geschaffene Kunstfiguren innerhalb ihrer von Jim Dine zugewiesenen Sphären unterschiedslos relevant, treue Begleiter und vor allem unversiegbare Quellen seiner Inspiration.
Zunächst kann da seine Lebensgefährtin und Seelenverwandte Diana Michener benannt werden, die schon in zahlreichen vorhergehenden Photographien Modell seiner variationsreichen Anschauungen wurde, aber auch langjährige Freunde, Familienmitglieder und Künstlerkollegen wie Robert Creeley oder ferner Mary McCarthy kommen vor.
Einige der in Dines photographischem "Notizbuch" einbezogenen Personen sind zwar verstorben, doch die Unmöglichkeit ihrer persönlichen Präsenz überbrückt der Künstler, indem er beispielsweise anonym entstandene Erinnerungsphotographien heranzieht, die er sich allein schon durch seine individuelle Betrachtung zu eigen macht. So findet er für die Anwesenheit der Betroffenen erstaunlich anschaulich treffende Äquivalente. Generell gewinnt Dine durch seine rückblickend reflektierende Methode eine Möglichkeit, Einsicht in vergangene, aber zugleich auch auf seine Gegenwart einwirkende Lebensabschnitte zu nehmen.
Neben den verschiedenen Menschen verdienen auch Dines elementar bedeutungsvollen, aus seinem künstlerischen Programm heraus entwickelten Figuren nähere Erwähnung. Sie sind oft bereits im Arsenal seiner früheren Photographien, Malereien, Graphiken und Skulpturen verankert. Man trifft in unterschiedlichen Konstellationen auf die ausgestopfte Eule mit funkelnden Augen und den schwarzen, stolz erhabenen Raben, auf durch Kinderspiel abgewetzte und charaktervolle Pinocchiopuppen, die bei ihren imaginären Abenteuern gelegentlich von einem Porzellanaffen und einem Porzellanhahn begleitet werden.
Man trifft auf Portraitstudien Pinocchios wie auch auf die seines Widersachers, des listigen Fuchses, die auf von Jim Dine meist in Holz erarbeitete Skulpturen zurückgehen, photographiert in seinem Studio kurz vor ihrer Fertigstellung. Ebenso basiert auch die photographische Ansicht eines Menschenaffen, der eine große Barbie-Puppe schultert, auf einer eigenen monumentalen bildhauerischen Ausarbeitung, die im Kampf der Geschlechter ein kraft- wie humorvolles Bild für die synergetische Verbindung gegensätzlicher Temperamente und Mächte entwirft.
Begegnet man in Dines Ablichtungen oft von ihm vormals nicht nur mit photographischen, sondern auch mit anderen künstlerischen Mitteln wiederholt in Betracht gezogenen Elementen, die durch die Umsetzung mit dem Medium der Photographie eine wiederum neue Modulation erhalten und sich häufig gegenseitig zitieren wie kommentieren, so tritt man in ein beinahe unüberschaubares Reich ineinander wirkender Energien, Wirklichkeitsanschauungen und Illusionen, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, zwischen Kunst und Leben fließend sind.
Alle Photographien des Projekts resultieren aus der puren Anwendung traditioneller Ablichtungsmethoden und einer auf Negativmaterial basierenden, konventionell vorgenommenen Vergrößerungsarbeit. Die Schwarzweißaufnahmen sind als Gelatinesilberabzüge und die Coloraufnahmen als chromogene Farbabzüge ausgeführt.
In ihrer Qualität allerdings - schaut man einerseits auf die klar zeichnenden, aber auch zart verschmelzenden Grauwerte, andererseits auf das bemerkenswert eingesetzte Spektrum transparenter und satter Farbigkeit oder auch als weitere Möglichkeit auf die geschickte Kombination dieser üblicherweise in der Photographie getrennten Ton- und Farbwelten - so verrät sich deutlich das geschulte Auge des Graphikers und Malers.
Das begleitende Katalogbuch wird vom Steidl Verlag herausgegeben (48 Euro). Mit Texten von Jim Dine, Susanne Lange und einer Einführung von Gabriele Conrath-Scholl. Die Ausstellung wird des weiteren in folgenden Museen gezeigt: The National Museum of Photography, Kopenhagen (13. Februar bis 9. Mai 2009), Abecita Corsettfabrik Konstmuseum, Borås/Schweden (28. Mai bis 6. September 2009).
Mit diesem Projekt nimmt die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur die Gelegenheit wahr, die seit mehreren Jahren bestehende Partnerschaft zwischen dem Künstler und der Institution fortzusetzen und einen ausgewählten Teil aus der stetig wachsenden großzügigen Schenkung des Künstlers zu präsentieren.