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Veröffentlicht am 16.06.2011 Artikel drucken
Öffnungszeiten der Ausstellungsräume der SK Stiftung Kultur:
täglich außer mittwochs 14 - 19 Uhr, montags freier Eintritt
Eintrittspreise Raum 1 - 3 u. Tanzmuseum: Erwachsene 4,50 Euro (erm. 2,- Euro)
VERANSTALTUNGEN
Sonntag, 10. Juli um 15 Uhr
Führung durch die Ausstellungen „August Sander, Sardinien 1927“, „Historische Landschafts- und Reisephotographie 1850-1890“ und „Ruth Hallensleben. Italien, 1952“
Die Photographische Sammlung, Kosten inkl. Eintritt: 6,50 Euro (erm. 4 Euro); Treffpunkt an der Ausstellungskasse
Dienstag, 12. Juli um 13.30 Uhr
Kleine Sommerwanderung von Dünnwald durch die Wälder am Mutzbach
Aus der Reihe „Toürcher en Kölle un drömeröm“ der Akademie för uns kölsche Sproch
Auf diesem schönen Spaziergang gibt es viel zu bestaunen: das Rittergut Haus Haan, den Besichtigungsgarten „Arboretum“ und den Wildpark Dünnwald mit der neuen Aussichtskanzel. Anschließend geht es am Mutzbach entlang zum Dünnwalder Waldbad mit Einkehrmöglichkeit. Leitung: Hilde Lunkwitz Anmeldung unter (0221) 7 39 29 95 erforderlich, Treffpunkt: KVB-Haltestelle „Leuchterstraße“ (Linie 4), Kosten: 7 Euro
Samstag, 16. Juli, 15 bis 16.30 Uhr
Die Photo-Detektive...Wir entdecken eine Ausstellung
Kinderführung durch die Ausstellungen „August Sander, Sardinien 1927“, „Historische Landschafts- und Reisephotographie 1850-1890“ und „Ruth Hallensleben. Italien, 1952“
mit Barbara Hofmann-Johnson. Die Photographische Sammlung, Kosten: 7 Euro inkl. Material und Eintritt; Treffpunkt an der Ausstellungskasse
Sonntag, 17. Juli um 15 Uhr
Das Ideal des Körpers - Tänzerkörper im Lauf der Zeit
Thematische Führung durch die Ausstellung „Tänzer.Sein - Körperlichkeit im Tanz.“ Ort: Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln, Kosten inkl. Museumseintritt: 6,50 Euro (erm. 4 Euro)
Sonntag, 17. Juli um 16 Uhr
Das Gedächtnis des Körpers oder: Tanzgeschichte erinnern, heißt sie fortzuschreiben
(Rahmenprogramm zur Ausstellung „Tänzer.Sein - Körperlichkeit im Tanz.“)
Ort: Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln; Dr. Janine Schule, Tanzwissenschaftlerin und Geschäftsführerin des Tanzarchivs Leipzig stellt in ihrem Vortrag die Frage nach der Bedeutung eines Körpergedächtnisses für die praktische Arbeit von Tänzern, Choreographen und Tanzwissenschaftlern. (Dauer ca. 60 Minuten)
Kosten inkl. Museumseintritt: 8,50 Euro (erm. 6 Euro); Kombiticket: 10,50 Euro (erm. 8 Euro) für beide Veranstaltungen
Sonntag, 24. Juli um 15 Uhr
Führung durch die Ausstellungen „August Sander, Sardinien 1927“, „Historische Landschafts- und Reisephotographie 1850-1890“ und „Ruth Hallensleben. Italien, 1952“
Die Photographische Sammlung, Kosten inkl. Eintritt: 6,50 Euro (erm. 4 Euro); Treffpunkt an der Ausstellungskasse
22. Juli bis 14. August
Sommer Köln 2011 - Die Stadt ist die Bühne
Open Air und Eintritt frei!
In den ersten drei Wochen der Sommerferien zaubert der von der Stadt Köln und der SK Stiftung Kultur gemeinsam veranstaltete Sommer Köln wieder jede Menge Programm bei freiem Eintritt auf verschiedene Plätze der Stadt. Internationale Theaterspektakel aus Kambodscha, der Schweiz, und aus Holland zeigen artistische Tricks auf höchstem Niveau und verblüffen mit ganz eigenem Charme. Sie fügen sich ein in die Kulisse unserer Stadt, inszenieren das städtische Grün und urbane Umfeld. Die Orte des Geschehens sind das Schokoladenmuseum, das Herbrands in Ehrenfeld, Kalk, Michaelshoven, der Lindenthaler Stadtwald und die Schanz.
20 Vorstellungen für Kinder
Mit Hilfe der Imhoff Stiftung als Hauptförderer kommen auch die Kinder nicht zu kurz. Insgesamt zwanzig Kindervorstellungen gibt es an den vier Wochenenden am Schokoladenmuseum (jeweils freitags um 16 Uhr und sonntags um 11 Uhr), am Bürgerhaus Kalk (samstags um 11 Uhr), in Michaelshoven – Park in der Pfarrer-te-Reh-Straße (samstags um 16 Uhr) und im Herbrands (sonntags um 16 Uhr) zu sehen. Als Highlight für Kinder findet der Trommelzauber mit Mario Argandoña vor dem Schokoladenmuseum statt.
Freitag, 22. Juli um 16 Uhr, Schokoladenmuseum (an der Rheinseite)
Samstag, 23. Juli um 11 Uhr, Bürgerhaus Kalk, Kalk-Mülheimer-Str. 58
Samstag, 23. Juli um 16 Uhr, Michaelshoven (Park in der Pfarrer-te-Reh-Straße)
Sonntag, 24. Juli um 11 Uhr, Schokoladenmuseum (an der Rheinseite)
Sonntag, 24. Juli um 16 Uhr, Herbrands, Ehrenfeld, Herbrandstr. 21
Sommer Köln für Kinder:
pappmobil Figurentheater (Wuppertal): „Bin im Bett! Vater Rhein!“ , ab 4 Jahren
Der ist Vater Rhein gar nicht damit einverstanden, dass die Theatervorstellung mit Geschichten von edlen Helden, vom gütigen Vater Rhein und andere Sagen ausfallen soll: Er erhebt sich aus seinem Bett, um höchst selbst dem Theaterdiener den dringlichen Auftrag zu erteilen, dem verehrten Publikum die aufregenden Geschichten von seinen Ufern zu erzählen. www.pappmobil.de
Samstag u. Sonntag, 23./24. Juli ab 19 Uhr (Vorprogramm)
Beginn Orbite um 21.30 Uhr
ÖFF ÖFF: »Orbite« - Eröffnungsveranstaltung
Ort: Wiese An der Schanz hinter dem Jugendgästehaus Richtung Rhein
In siebzehn Metern Höhe spielen sechs Tänzer mit der Schwerkraft. Sie performen in einer riesigen Metallskulptur. Die Produktion trägt den französischen Namen „Orbite“, was soviel bedeutet wie Umlaufbahn. Die Tänzer versuchen, sich von ihrer Skulptur unabhängig zu machen, auszubrechen, bleiben aber im Bann der Laufbahn. Ihr Tanz und ihre ausbalancierten akrobatischen Tricks führen dazu, dass sich das gewaltige stählerne Gerüst zu einer fein austarierten Bühne hoch über den Köpfen der Zuschauer entwickelt. Die spielerischen Bewegungen der sechs Tänzer und Tänzerinnen setzen die zwei riesigen Stahlflügel der »Luftstation« in Bewegung und lassen sie schweben und sich drehen. Orbite wird 2011 auf dem Festival de la Rue in Montreal und im Sommer Köln gespielt.
öff öff productions
Die Tänzerin und Choreographin Heidi Aemisegger sammelte vier Jahre lang Erfahrungen bei Karl´s kühne Gassenschau, ehe sie selbst überdimensionale Produktionen mit öff öff productions schuf. Die performative Kunst bewegt sich zwischen Tanz, Artistik und Theater und ist vor allem durch die Bespielung der Vertikalen und Aussenräumen geprägt. Ob unter Schwindel erregenden Viadukten, an aalglatten Gebäudefassaden oder an einer 17 Meter hohen Stahlbühne - öff öff geht immer in die Luft.
Montag, 25. Juli, 16 – 22 Uhr (Biergarten ab 16 Uhr, Programm ab 19 Uhr)
„Der Singende Biergarten“: Eröffnungsabend mit allen Künstlern
Ort: Fort X am Neusser Wall
Der Sommer Köln lädt wieder zum Mitsingen ein. In der ersten Woche der Sommerferien, vom 25. bis zum 31. Juli, öffnen wir täglich ab 16 Uhr den Singenden Biergarten im wunderschönen Fort X am Neusser Wall. Die Rückmeldungen zu den Mitsingkonzerten waren 2010 so enthusiastisch, dass wir die Bandbreite der Lieder erweitert haben und ausschließlich singen. Ohne Vorprogramm und sieben Tage lang täglich andere Lieder! Ein „Best Of“ gleich zu Beginn, denn am Eröffnungsabend werden alle Künstler, die beim Singenden Biergarten 2011 dabei sind, zehn bis fünfzehn Minuten mit dem Publikum singen: Alexandra Gauger, Michi Kleiber, Michael Kokott, Stefan Knittler, Björn Heuser, Philipp Oebel und Sigo Lorfeo.
Dienstag, 26. Juli, 16 – 22 Uhr (Biergarten ab 16 Uhr, Programm ab 19 Uhr)
„Der Singende Biergarten“ mit Alexandra Gauger
Ort: Fort X am Neusser Wall
Alexandra Gauger wird als Fräulein Cäsar lustigen Musikunterricht geben. Je lockerer man das Ganze sieht, um so leichter gehen Wanderlieder, alte Volkslieder in Kombination mit Top Ten Hits aus der Welt des Rock und Reggae über die Lippen. „Fräulein Cäsars Musikstunde“ wurde 2010 für den Prix Pantheon vorgeschlagen.
Mittwoch, 27. Juli, 16 – 22 Uhr (Biergarten ab 16 Uhr, Programm ab 19 Uhr)
„Der Singende Biergarten“ mit Björn Heuser
Ort: Fort X am Neusser Wall
Björn Heuser gibt bundesweit im Jahr circa 200 Mitsingkonzerte und tritt sogar im Ausland damit auf. Der „Missionar des kölschen Liedgutes“ gibt jeden Freitag ein Mitsingkonzert im Gaffel am Dom.
Donnerstag, 28. Juli, 16 – 22 Uhr (Biergarten ab 16 Uhr, Programm ab 19 Uhr)
„Der Singende Biergarten“ mit Philipp Oebel
Ort: Fort X am Neusser Wall
Philipp Oebel, kölscher Krätzchensänger der „alten Schule“, wird neben kölschen Hymnen von Karl Berbuer und Willi Ostermann auch Lieder von Bertold Brecht und Michael Bellmann kredenzen, deren Themen gerade mal wieder topaktuell sind.
Freitag, 29. Juli um 16 Uhr, Schokoladenmuseum (an der Rheinseite)
Samstag, 30. Juli um 11 Uhr, Bürgerhaus Kalk, Kalk-Mülheimer-Str. 58
Samstag, 30. Juli um 16 Uhr, Michaelshoven (Park in der Pfarrer-te-Reh-Straße)
Sonntag, 31. Juli um 11 Uhr, Schokoladenmuseum (an der Rheinseite)
Sonntag, 31. Juli um 16 Uhr, Herbrands, Ehrenfeld, Herbrandstr. 21
Sommer Köln für Kinder:
Hille Pupille: „Voll drauf“, ab 4 Jahren
Kater Felix ist schlecht drauf. Heute sind alle gegen ihn: Der Hahn kommandiert ihn herum, die Hühner schmeißen mit Dreck, das Schwein Gerda denkt nur ans Fressen und er selbst weiß nichts mit sich anzufangen. Eine Maus schafft es, ihn aus der Reserve zu locken, sie bietet ihm viele Möglichkeiten und nicht zuletzt ihre Freundschaft an.
Freitag, 29. Juli, 16 – 22 Uhr (Biergarten ab 16 Uhr, Programm ab 19 Uhr)
„Der Singende Biergarten“ mit Michael Kokott und Stefan Knittler
Ort: Fort X am Neusser Wall
Michael Kokott, der u.a. mit seinem Jugendchor St. Stefan und den Lucky Kids bundesweit Beachtung findet, wird mit den Besuchern Trinklieder singen. „Frisch vom Bass“ nennt sich sein Programm, das er eigens mit einem kleinen Chor aus der Rheinischen Musikschule vorab für den Singenden Biergarten einstudiert. Stefan Knittlers Lied „Kumm, loss mer singe“ ist die Hymne der Mitsinginitiative „Loss mer singe“ geworden. Er ist einer der „Rampensäue“ von LMS und trug wesentlich dazu bei, dass die kölsche Mitsingbewegung so erfolgreich wurde.
Samstag, 30. Juli, 16 – 22 Uhr (Biergarten ab 16 Uhr, Programm ab 19 Uhr)
„Der Singende Biergarten“ mit Michi Kleiber
Ort: Fort X am Neusser Wall
Michi Kleiber ist nicht nur als Frontmann von Dorothea und den Meerschweinen bekannt. Er öffnet sein kabarettistisches Programm „Kult und Sühne“ zum Mitsingen. Die Songs von Udo Lindenberg, Franz Josef Degenhard oder Hannes Wader sind nicht ganz einfach. Deshalb intoniert er auch Lieder aus den 60er, 70er und 80er Jahren, die man sofort mitsingen kann.
Samstag, 30. Juli bei Einbruch Dunkelheit ab 21.30 Uhr
Die große Reise – Begegnungen im Lichterlabyrinth
THEATER ANU ZUSAMMEN MIT THEATER MAGICA, präsentiert von JTI
Ort: Stadtwald Dürener Str. / Gürtel
Ein Lichtermeer aus über 3500 Kerzen breitet sich in den Parkanlagen aus: Für diejenigen, die sich hineinbegeben, wird es zu einem begehbaren bespielten Lichter(irr)garten poetischster Theatermomente. Zum Inhalt der Inszenierung: Ein Narr hat seine Jahrmarktsbude aufgebaut. Er fängt Bilder aus der Luft, erzählt verrückte Geschichten und treibt mit dem Publikum seinen Schabernack. Wer durch das Tor der Bude tritt, dem eröffnet sich eine ganz andere Welt: ein Irrgarten aus tausenden von Lichtern. Der Besucher wird zum Reisenden: Koffer – Guckkästen gleich – warten darauf von ihm mitgenommen zu werden. Im Labyrinth leben Figuren, die ebenfalls auf der Suche nach ihrem Weg sind: Der Prinz, der nicht König werden will; die Vogelfrau, die ihren Traum vom Fliegen nicht aufgibt; der Lampenträumer, der magische Lichtbilder von einem fremden Land malt und die Besucher nach dem Weg dorthin fragt…
Acht Figuren erzählen von ihren Träumen, vom Nicht-Weiterkommen und von ihren kleinen Inseln des Glücks – ein poetisches Spiel auf dem Weg in die Mitte. Das Labyrinth ist für fast drei Stunden geöffnet. Die Szenen werden in dieser Zeit ununterbrochen im Loop gespielt. Theater Anu erforscht seit über zehn Jahren poetische Theaterformen im öffentlichen Raum. Gegründet in Heppenheim, an der Hessischen Bergstraße, hat die Compagnie ihren Hauptsitz seit 2007 in Berlin. In Zusammenarbeit mit zahlreichen Künstlern bespielt sie unter der Leitung von Sybille Behr und Stefan Behr Parkanlagen, Plätze und besondere Orte – wie beispielsweise Tunnel oder Industriehallen – in Deutschland und Europa. Jedes Jahr erleben etwa 100.000 Besucher die sinnlichen und leisen Inszenierungen von Theater Anu.
Sonntag, 31. Juli, 16 – 22 Uhr (Biergarten ab 16 Uhr, Programm ab 19 Uhr)
„Der Singende Biergarten“ mit Sigo Lorfeo
Ort: Fort X am Neusser Wall
Der Schauspieler und Sänger Sigo Lorfeo wurde bekannt durch die Lindenstraße und viele andere Filme. Er kommt mit Gitarre und gibt italienisches Liedgut zum Besten. Gassenhauer wie „Volare“ oder „Azzurro“ sind genauso dabei wie singbare Lieder von Paolo Conte. „Onda su onda“ oder „Via con me“ sind nur zwei Beispiele seiner grandiosen Liedersammlung, die um eigene Kompositionen bereichert wird. Das italienische Kulturinstitut freut sich über viele Menschen, die auf Italienisch den Refrain oder auch mehr mitsingen.
AUSSTELLUNGEN
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
August Sander. Sardinien 1927
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur
in Kooperation mit der Stadt Cagliari, Sardinien
noch bis 21. August 2011
Im Frühjahr 1927 reisten der Photograph August Sander (1876 -1964) und der Schriftsteller Ludwig Mathar (1882 - 1958) von Köln aus nach Sardinien, um ein gemeinsames Buch über die zu dieser Zeit noch wenig bekannte Insel vorzubereiten. Mathar war schon mehrfach auf Sardinien gewesen, für Sander war es das erste und einzige Mal und die einzige mehrmonatige Auslandsreise in seinem Leben. Sanders große Neugierde Sardinien gegenüber und seine Sensibilität für das Eigenwillige der Insel spiegelt sich auf beeindruckende Weise in seinen Bildern. Er selbst erachtete die in Italien aufgenommenen Negative als einen besonders wichtigen Teil seines Schaffens, den er vor den Bombardierungen während des Zweiten Weltkriegs in Köln mit als Erstes in die ländliche Region des Westerwalds rettete. Heute befinden sich die Negative ebenso wie alle in das aktuelle Projekt einbezogenen Positive im August Sander Archiv in der Kölner Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur. Sanders und Mathars Reise dauerte von März bis Mai 1927. Nach Stationen in Genua, Pisa und Livorno fuhren sie per Schiff zunächst das nördliche und westliche Ufer Sardiniens entlang, bevor sie in der Hauptstadt Cagliari anlegten und die weitere Reise per Zug und Postauto zurücklegten. In nur 30 Tagen durchquerten sie fast die gesamte, rund 24.000 Quadratkilometer große Insel und schlossen ihre Reise auf dem Festland in Rom ab, wo sie das Kloster Sankt Paul vor den Mauern besuchten, in dem Ludwig Mathar in seiner Jugend Novize gewesen war. August Sander belichtete auf seiner Reise mehrere hundert Negative, darunter Glasplatten, Planfilme und Rollfilme. Dies war zweifellos eine erhebliche Bildausbeute, wenn man bedenkt, dass Sander eine schwere Holzkastenkamera mit Stativ benutzte und auch verschiedene Objektive, Filter und Kassetten mit sich führte.
Die beiden Männer besuchten viele der Sehenswürdigkeiten der Insel: die Städte Cagliari, Porto Torres, Iglesias, Oristano und Sassari, den Nuraghe Losa, die Burg Acquafredda und die ehemalige Abtei Santissima Trinità di Saccargia. Ihr Interesse galt aber auch dem alltäglichen Leben der sardischen Bevölkerung und ihren Festtagsbräuchen, wie Photographien aus Abbasanta, Atzara, Aritzo und Nuoro belegen. Mit Hilfe der Brüder Figari, dem Maler Filippo, der seit 1924 mit Ludwig Mathar befreundet war, und dem Rechtsanwalt Renato, gelang es ihnen, Kontakt mit Einheimischen aufzunehmen und einen Einblick in die Traditionen der Insel zu erhalten. Insbesondere die farbenprächtigen Trachten der Sarden faszinierten sie, wofür August Sander eigens Material für Farbphotographien mitgebracht hatte. Die Aufnahmen von der Insel zeigen ein ursprüngliches Sardinien, manche der Gebäude sind verändert oder existieren nicht mehr, doch viele der damals aufgenommenen Orte kann man auch heute noch wiedererkennen, die Trachten werden noch immer zu hohen Festtagen angelegt.
Die Ausstellung stellt mit rund 150 Exponaten erstmals das Sardinienprojekt in seiner Gesamtheit vor, zeigt die Schönheit und Einzigartigkeit der Insel und eröffnet unbekannte Einblicke in das breitgefächerte Schaffen August Sanders, der vor allem für sein Portraitwerk Menschen des 20. Jahrhunderts bekannt wurde.
Historische Reisephotographie, 1850-1890
Mit Werken von James und Domenico Anderson, Henri Béchard, Félix Bonfils, Giacomo Brogi, Giuseppe Cimetta, Maxime Du Camp, Francis Frith, John B. Greene, Eugenio Interguglielmi, Jakob August Lorent, Pascal und Jean Pascal Sébah, Giorgio Sommer u.a.
noch bis 21. August 2011
Parallel präsentiert die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur eine Auswahl historischer Landschafts- und Reisephotographie aus dem 19. Jahrhundert. Gezeigt werden Bildbeispiele aus unterschiedlichen Regionen, die schon früh und bis heute ungebrochen Reisende anlocken und somit auch Photographen, die den Wunsch nach Erinnerungsbildern bedienten. Die Ausstellung wird Ansichten aus Italien, Ägypten und Palästina zusammentragen und umfasst die Werke namhafter Lichtbildner.
Die Ausstellung konzentriert sich auf drei klassische Reiseziele: Ägypten sowie die Levante, also Palästina und den Libanon, die im 19. Jahrhundert noch zum Osmanischen Reich gehörten und die Staaten des zunächst noch unvereinigten Italien. Der Schwerpunkt der Exponate liegt auf Kunstdenkmälern und Landschaften, ergänzt um einige Darstellungen des täglichen Lebens und Einzelportraits. Aus den drei Regionen werden Aufnahmen präsentiert, die ungeachtet der Bekanntheit des dargestellten Objektes die Baukörper anschaulich schildern oder die Atmosphäre eindringlich widerspiegeln. Besonderes Augenmerk wurde bei der Auswahl darauf gelegt, die Beispiele der Architektur- und Landschaftsphotographie miteinander in Beziehung zu setzen und Vergleiche herzustellen. Es konnten aus den reichen Sammlungen der Reiss-Engelhorn Museen(rem)/Forum Internationale Photographie(FIP), des Museum Ludwig, Köln, Fotografische Sammlung (Sammlung Lebeck/Sammlung Agfa) und dem Rautenstrauch-Joest-Museum - Kulturen der Welt, historisches Fotoarchiv, Köln, hochkarätige Aufnahmen für die Schau ausgeliehen werden, die vereinzelt um eigene Sammlungsstücke ergänzt wurden.
Blick in die Sammlung
Ruth Hallensleben. Italien, 1952
noch bis 21. August 2011
Ruth Hallensleben (1898-1977), bekannt vor allem durch ihre Auftragsarbeiten für die Industrie, wird in einer Kabinettausstellung als Reisephotographin mit Aufnahmen aus Italien vorgestellt. Gezeigt werden Ansichten aus Süditalien, Rom, der Toskana und Venedig. Die Abzüge sind Teil eines umfangreichen Konvolutes, das der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur von Lotte Laska, der Nichte Ruth Hallenslebens, anvertraut und durch ihre Erbengemeinschaft 2010 zum Verbleib in der Institution übergeben wurde. Mit der aktuellen Ausstellung wird ein Teil des mehrere Tausend Abzüge umfassenden und das Gesamtschaffen der Künstlerin spiegelnden Bestandes vorgestellt.
Als Reportagen angelegt, bilden die in Italien entstandenen Aufnahmen vor allem die kulturellen Sehenswürdigkeiten und landschaftlichen Besonderheiten ab. Auf Ischia zeigt Hallensleben die malerischen Strände, die engen Felsschluchten und kleinen Fischerdörfer, in Amalfi und Ravello die mittelalterlichen Kirchen und Paläste an der steil zum Meer abfallenden Küste. Sie photographiert die weltberühmten Ruinen Pompejis und die nahezu jedem bekannten Kunstdenkmäler in Rom, Pisa, Florenz und Venedig. Personen dienen der Photographin als die Orte belebende Staffage, wie ein Paar inmitten von Tauben auf dem Markusplatz, oder sie veranschaulichen die südliche Lebensart, wenn Hallensleben barfüßige Kinder in den Straßen oder Fischer und Straßenhändler auf Ischia ablichtet. Für Reisezeitschriften wie Merian gedacht, wo 1958 beispielsweise einige der Photographien aus Pompeji, Neapel und Ischia publiziert wurden, sollten die Bilder Lust auf die Entdeckung der kunstreichen Städte und Regionen machen und die Sehnsucht nach Meer und Strand wecken.
Die Ausstellungen sind täglich außer mittwochs von 14 bis 19 Uhr geöffnet.
Eintritt: 4,50 Euro, ermäßigt 2 Euro, montags ist der Eintritt frei!
Mehr Informationen unter Tel.: (0221) 888 95 300, www.photographie-sk-kultur.de
Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur
Tänzer.Sein
Körperlichkeit im Tanz
Eine Ausstellung des Deutsche Tanzarchivs Köln/SK Stiftung Kultur im Tanzmuseum
noch bis 21. August 2011
Die Ausstellung möchte den Besucher auf eine anregende Spurensuche durch das Dickicht der TänzerKörperBilder schicken: Bilder, Texte, Töne gibt sie dabei dem Betrachter an die Hand und animiert ihn, dabei das Gesehene, Erfahrene, Erinnerte immer wieder zu vergleichen und in einen neuen Kontext zu stellen. Eine inszenierte Wunderkammer, gegliedert in fünf Abteilungen, öffnet sich dem Besucher und konfrontiert ihn mit Gegensätzlichem, Vertrautem und Unvertrautem, Bekanntem und Unbekanntem: Graphiken mit Tänzerdarstellungen aus dem 17., dem 18. und 19. Jahrhundert finden sich neben zeitgenössischen Tänzerportraits und fotografischen Körperimpressionen, ein Tanzkostüm von Isadora Duncan trifft auf eine Reflektion einer Bildenden Künstlerin über den abwesenden Körper. Populäre Gymnastikbücher der 1920er Jahre stehen neben Schriften des 16. Jahrhunderts, die den Tanz und jede Körperlichkeit verdammen, Skulpturen von Tänzerinnen aus den 1930er Jahren sind ebenso wie Musikvideos der 1980er Jahre zu sehen.
Im Konzept des Tanzmuseums sind die Ausstellungen Anlass weiter zu fragen und zu forschen, nach Antworten zu suchen. Dies kann man im Archiv aber auch in den begleitenden Veranstaltungen im Tanzmuseum tun, die das Thema der Ausstellung vertiefen und einem die Ausstellung danach noch einmal mit ganz anderen Augen zu sehen: Am 17. Juli stellt Dr. Janine Schulze, Tanzwissenschaftlerin und Geschäftsführerin des Tanzarchivs Leipzig in ihrem Vortrag die Frage nach der Bedeutung eines Körpergedächtnisses für die praktische Arbeit von Tänzern, Choreographen und Tanzwissenschaftlern. Vor den Sonderveranstaltungen, die um 16 Uhr beginnen wird eine Stunde vorher eine themenspezifische Führung durch die Ausstellung angeboten.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.sk-kultur.de
www.photographie-sk-kultur.de
www.sommerkoeln.de