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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Dr. Ralf Convents

Veröffentlicht am 06.12.2010     Artikel drucken

Veranstaltungen und Ausstellungen der SK Stiftung Kultur, Köln im Januar 2011

Veranstaltungen und Ausstellungen der SK Stiftung Kultur, Köln im Januar 2011
Öffnungszeiten der Ausstellungsräume der SK Stiftung Kultur:
täglich außer mittwochs 14 - 19 Uhr, montags freier Eintritt
Eintrittspreise Raum 1 - 3 u. Tanzmuseum: Erwachsene 4,50 Euro (erm. 2,- Euro)



VERANSTALTUNGEN

Donnerstag, 6. Januar um 13.30 Uhr:
Kölscher Kreppchesgang
Aus der Reihe "Töurcher en Kölle un drömeröm" der Akademie för uns kölsche Sproch/SK Stiftung Kultur

Wir starten in St. Maria in der Kupfergasse (Schwarze Muttergottes), wo eine detailreiche Krippenlandschaft mit Wachsfiguren aus dem 19.Jh. aufgebaut ist. Eine schlichte Krippe mit wenigen Figuren findet sich dagegen in St. Kolumba. Danach besichtigen wir die Krippenlandschaft in der Minoritenkirche und erfahren, warum Adolf Kolping darin verewigt wurde. Zum Abschluss besuchen wir die zwei Krippen von St. Andreas.

Leitung: Hilde Lunkwitz, Anmeldung unter (0221) 7 39 29 95 erforderlich. Kosten: 7 €
Treffpunkt im Vorhof von St. Maria in der Kupfergasse.


Sonntag, 16. Januar:
Rahmenprogramm zur Ausstellung "Tänzer.Sein - Körperlichkeit im Tanz."

15 Uhr: Lost in Translation - Moderne Körper im Tanz
Thematische Führung durch die Ausstellung
- Kosten inkl. Museumseintritt: 6,50 € (erm. 4 €)

16 Uhr: Der andere Körper. Tanz und Tabu in Sao Paulo
Ein Film von Gerhard Schick - D 2007

Der nicht der Norm entsprechende Körper unterliegt vielen Tabus. Nicht nur in Deutschland. Die Kölner Tänzerin und Choreographin Gerda König hat auf Einladung des Goethe-Instituts in Sao Paulo mit brasilianischen Tänzern ein nachhaltig verstörendes Tanzstück zum Thema ‚Schönheit und Körperkult’ erarbeitet. Gerhard Schick hat das Projekt von den Proben bis hin zur umjubelten Premiere mit der Kamera begleitet. (Dauer ca. 70 Minuten)

Kosten inkl. Museumseintritt: 8,50 € (erm. 6 €)
Kombiticket: 10,50 € (erm. 8 €) für beide Veranstaltungen
Ort: Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7 (3.OG), 50670 Köln


Dienstag, 18. Januar um 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr):
"Loor, ich ben do!"
Kölsche Musicalmelodien von und mit Wolfgang Semrau
Aus der Reihe "Klaaf em Mediapark" der Akademie för uns kölsche Sproch/SK Stiftung Kultur

Eine Rundreise durch die Stadt und "et kölsche Gemöd" möchte Wolfgang Semrau, bekannt durch das Kumede-Theater, mit uns unternehmen. Er hat kölsche Liedtexte auf bekannte Musicalmelodien verfasst und präsentiert somit sein erstes eigenes Programm.

Wir freuen uns auf diese Uraufführung! Eintritt: 7€ (keine Ermäßigung!)
Ort: SK Stiftung Kultur, Saal, Im Mediapark 7, 1. OG


Donnerstag, 20. Januar um 19 Uhr:
Eröffnung der Ausstellungen: "New Topographics"
Eine Ausstellung des Center for Creative Photography, University of Arizona, Tucson, und dem George Eastman House International Museum of Photography and Film, Rochester, New York und Chris Durham. Belfast

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln
- mehr Informationen zu den Ausstellungen siehe weiter unten
Der Eintritt ist am Eröffnungsabend frei!


Sonntag, 23. Januar um 15 Uhr:
Führung durch die Ausstellung "New Topographics"
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7 (1.OG), 50670 Köln; Kosten inkl. Museumseintritt: 6,50 € (erm. 4 €); Treffpunkt an der Ausstellungskasse


Samstag, 29. Januar, 15 bis 16.30 Uhr:
Die Photo-Detektive...Wir entdecken eine Ausstellung
Kinderführung durch die Ausstellung "New Topographics" mit Barbara Hofmann-Johnson
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7 (1.OG), 50670 Köln;
Kosten: 7 € inkl. Material und Eintritt; Treffpunkt an der Ausstellungskasse


AUSSTELLUNGEN

1. Oktober 2010 - 21. August 2011
Tänzer.Sein
Körperlichkeit im Tanz

Eine Ausstellung des Deutsche Tanzarchivs Köln/SK Stiftung Kultur im Tanzmuseum

Die Ausstellung bleibt an Heiligabend und Silvester geschlossen (An den Weihnachtsfeiertagen und an Neujahr regulär von 14 bis 19 Uhr geöffnet!)
Freier Eintritt am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag!

Jeder Mensch hat einen Körper - das verbindet uns. Und doch ist der Körper eines Tänzers etwas Besonderes, unterscheidet er sich. Was bestimmt das körperliche Sein des Tänzers? Wie nehmen wir ihn eigentlich wahr? Welche Vielfalt ist in dieser Wahrnehmung enthalten?

Unser Blick auf diesen Körper ist geprägt von dem kulturell erworbenen Verständnis von Tanz als Körperkunst. Und natürlich auch von den medialen Spiegelungen dieser Kunst: in der Photographie, der Literatur, der Bildenden Kunst, im Film. Abseits der Bühne lernen wir in Bild und Wort den Tänzer als Künstler und seinen Körper als Fundament seiner Kunst, als immer perfekt trainiertes Instrument kennen und lieben. Unser Bild vom Tänzer und seinem Körper wird von einem Ideal bestimmt.

Die Entwicklung der Tanzavantgarde der Moderne ist nicht denkbar ohne die fundamentalen Veränderungen des Menschen-/Körperbildes im 20. Jahrhundert. Die Aufbruchsstimmung, die vom Tanz einer Isadora Duncan oder Mary Wigman und der darin proklamierten Befreiung des Körpers im Tanz ausging, trug in sich die Ideologie des neuen Menschen, der sich von gesellschaftlichen und ästhetischen Zwängen befreit und in Kunst und Lebenswirklichkeit der Zukunft entgegen strebt. Der postmoderne Tänzerkörper Ende der 1990er Jahre erscheint dagegen völlig entideologisiert - repräsentiert er doch nur noch eine zeitgenössische Phantasie über den menschlichen Körper, die freilich auch die Möglichkeit seines völligen Verschwindens als mediatisierten Tänzer im virtuellen Datenraum in sich trägt.

Die Ausstellungsinstallation über Aspekte der Körperlichkeit im Tanz will den Besucher auf eine anregende Spurensuche durch das Dickicht der TänzerKörperBilder schicken. Bilder, Texte, Töne gibt sie dabei dem Betrachter an die Hand und animiert ihn, dabei das Gesehene, Erfahrene, Erinnerte immer wieder zu vergleichen und in einen neuen Kontext zu stellen. Eine inszenierte Wunderkammer, gegliedert in fünf Abteilungen, öffnet sich dem Besucher und konfrontiert ihn mit Gegensätzlichem, Vertrautem und Unvertrautem, Bekanntem und Unbekanntem: Graphiken mit Tänzerdarstellungen aus dem 17. , 18. und 19. Jahrhundert finden sich neben zeitgenössischen Tänzerportraits und Körperimpressionen, ein Tanzkostüm von Isadora Duncan trifft auf eine Reflektion einer Bildenden Künstlerin über den abwesenden Körper.

Populäre Gymnastikbücher der 1920er Jahre stehen neben Schriften des 16. Jahrhunderts, die den Tanz und jede Körperlichkeit verdammen, Skulpturen von Tänzerinnen aus den 1930er Jahren sind ebenso wie Musikvideos der 1980er Jahre zu sehen.

Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7 (3.OG), 50670 Köln
Tel.: (0221) 888 95 400, E-Mail: tanzachiv@sk-kultur.de, www.sk-kultur.de/tanz

Öffnungszeiten der Ausstellung: täglich außer mittwochs 14 bis 19 Uhr, Eintritt: 4,50 Euro (ermäßigt 2 Euro), montags freier Eintritt

Mehr über das ausstellungsbegleitende Rahmenprogramm erfahren Sie unter www.sk-kultur.de/tanz/tanzmuseum


21. Januar - 27. März 2011
Eröffnung: Donnerstag, 20. Januar um 19 Uhr

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
New Topographics

Eine Ausstellung des Center for Creative Photography, University of Arizona, Tucson, und dem George Eastman House International Museum of Photography and Film, Rochester, New York

Im Rahmen einer internationalen Ausstellungstournee mit mehreren Stationen in den USA und Europa zeigt die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur als einzige Institution in Deutschland die Rekonstruktion der bedeutenden Ausstellung New Topographics. Im Jahr 1975 präsentierte das George Eastman House in Rochester die Gruppenausstellung, die für die Geschichte der Photographie, insbesondere der Landschaftsphotographie, von Bedeutung ist. Bis heute findet sie in ihrer streng dokumentarischen wie thematischen Ausrichtung bei Photographen, Künstlern und Wissenschaftlern große Beachtung.

Im Zentrum der rund 150 Werke steht die amerikanische Landschaft, die weniger nach geographischen Aspekten untersucht wird, als dass es vielmehr um bestimmte zivilisatorische Spuren geht, die sich eingeschrieben haben. Ansiedlungen, Straßen und Industrie sind die realen Gegebenheiten, die die Landstriche und Regionen damals wie heute kennzeichnen. In diesen Strukturen spiegeln sich die Lebensbedingungen des durch Industriealisierung und Mobilität geprägten 20. Jahrhunderts.

Jeder der teilnehmenden Künstler ist mit einer umfangreicheren Werkgruppe vertreten. Durchgehend handelt es sich um breiter angelegte Studien, um vergleichendes Sehen, um Detailansichten ebenso wie um komplexe Übersichten. Zu sehen sind etwa Bauten in der urbanen Peripherie, Brachland, Firmengelände, Parkplätze, Tankstellen, Reihen- und Einfamilienhäuser, aber auch Geschäfte, Motels an der Route 66 und Bergwerke. Bis auf die Photographien von Stephen Shore sind sämtliche Aufnahmen in schwarzweiß ausgeführt.

Mit Photographien von Robert Adams, Lewis Baltz, Bernd und Hilla Becher, Joe Deal, Frank Gohlke, Nicholas Nixon, John Schott, Stephen Shore und Henry Wessel


21. Januar - 27. März 2011
Chris Durham. Belfast
Im Jahr 2009 hat der Photograph Chris Durham (*1964) Wohnsiedlungen in der nordirischen Stadt Belfast photographiert. Geprägt durch den über viele Jahre gewalttätig ausgetragenen Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken, spiegelt sich dieser auch heute noch mittelbar in der Fassadengestaltung vieler Häuser wieder. Durham hat sich in seiner photographischen Serie insbesondere auf die großflächigen Wandgemälde konzentriert, denen man zahlreich begegnet.

Diese emblematischen Bilder verweisen auf die konfessionelle und damit politische Zugehörigkeit der Bewohner. Die Malereien berichten von vergangenen Ereignissen vor Ort, zeigen Kämpfer, Parolen und einflussreiche führende Persönlichkeiten, deren Taten nicht in Vergessenheit geraten sollen. Chris Durham ist es in seinen sachlichen und nicht wertenden Farbphotographien gelungen, diesem brisanten und keineswegs gelösten Konflikt einen Ausdruck zu geben.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur zeigt eine Auswahl von rund 30 Photographien.

Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln,
Tel.: (0221) 888 95 300, E-Mail: photographie@sk-kultur.de, www.photographie-sk-kultur.de

Öffnungszeiten der Ausstellungen: täglich außer mittwochs 14 bis 19 Uhr, Eintritt: 4,50 Euro (ermäßigt 2 Euro), montags freier Eintritt


Weitere Informationen finden Sie unter
www.sk-kultur.de

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