ArtikelübersichtArtikel verfassen
Veröffentlicht am 15.01.2010 Artikel drucken
Öffnungszeiten der Ausstellungsräume der SK Stiftung Kultur:
täglich außer Mittwoch 14 - 19 Uhr, montags freier Eintritt
Eintrittspreise Raum 1 - 3 u. Tanzmuseum: Erwachsene 4,50 Euro (erm. 2,- Euro)
Veranstaltungen
Sonntag, 31. Januar um 15 Uhr:
Öffentliche Führung durch die Ausstellung "Boris Becker. Photographien 1984-2009"
Die Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Raum 1-3, Im Mediapark 7 (1.OG), 50670 Köln
Kosten: 2 Euro plus Eintritt; Treffpunkt ist an der Ausstellungskasse
Donnerstag, 2. Februar um 13.30 Uhr
Jecke Brunnewäg em Fastelovend
Aus der Reihe "Töurcher en Kölle un drömeröm" der Akademie för uns kölsche Sproch/SK Stiftung Kultur
Wir beginnen unseren Weg am Clemensbrunnen und steigen, wenn möglich, zum "Kunibäätspötz" hinab. Dann geht es weiter zum Rheingestade mit Blick auf Rheinpark und Tanzbrunnen und in den Rheingarten zum Brunnen "Antikes Köln" und zum Fischweiber-Brunnen. Nun kommen wir zum lauschigen "Funkenplätzchen", wo auf "vornehme kölsche Aat" der Funkeneid op kölsch vorgelesen wird. Am Ostermannbrunnen werden wir unserem geliebten Willi mit einem Potpourri huldigen. An der Schmitzsäule erwarten uns Tünnes und Schäl, die uns in eines der umliegenden Brauhäuser führen.
E löstig Hötche om Kopp un en Pappnas em Geseech sin ärg erwünsch. Dat dä Zog och richtig en Schwung kütt, bränge mer jet met, för der Stross zo öle.
Leitung: Hilde Lunkwitz
Treffpunkt: am Clemensbrünnlein vor St. Kunibert
Telefonische Anmeldung unter (0221) 73 92 995 erforderlich!
Kosten: 7 Euro
Sonntag, 14. Februar um 15 Uhr:
Öffentliche Führung durch die Ausstellung "Boris Becker. Photographien 1984-2009"
Die Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Raum 1-3, Im Mediapark 7 (1.OG), 50670 Köln
Kosten: 2 Euro plus Eintritt; Treffpunkt ist an der Ausstellungskasse
Samstag, 27. Februar um 15 Uhr:
Die Photodetektive...Wir entdecken eine Ausstellung
Kinderführung durch die Ausstellung "Boris Becker. Photographien 1984-2009"
Die Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Raum 1-3, Im Mediapark 7 (1.OG), 50670 Köln
Kosten: 5 Euro für Material plus 2 Euro ermäßigter Eintritt; Treffpunkt ist an der Ausstellungskasse
Sonntag, 21. Februar ab 15 Uhr:
Tanzmuseum kompakt
Sonderveranstaltung im Rahmen der Ausstellung "In Räumen denken"
15 Uhr:
Ein sanfter Revolutionär des Tanzes - Merce Cunningham
Thematische Führung durch die Ausstellung "In Räumen denken. Bühne-Tanz-Traum" mit Thomas Thorausch
Kosten: Eintritt + 2 Euro
16 Uhr:
"Cage/Cunningham"
USA, 1991 - 95 Minuten
Einführung: Thomas Thorausch
Die Moderne des Tanzes ist ohne sie nicht denkbar. Der Komponist John Cage und der im Juli 2009 verstorbene Tänzer und Choreograph Merce Cunningham revolutionierten nicht nur den Tanz sondern auch das Verhältnis von Tanz und Musik. Daraus entstand eine choreographisch-tänzerische Poesie, die auf den Bühnen der Welt ihresgleichen suchte. Einblick in diese besondere Art des Zusammenwirkens eines Choreographen und eines Komponisten gibt der Dokumentarfilm unter der Regie von Elliot Caplan, produziert von der Cunningham Dance Foundation im Jahr 1991.
Kosten: 4 Euro
Sonntag, 28. Februar um 15 Uhr:
Öffentliche Führung durch die Ausstellung "Boris Becker. Photographien 1984-2009"
Die Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Raum 1-3, Im Mediapark 7 (1.OG), 50670 Köln
Kosten: 2 Euro plus Eintritt; Treffpunkt ist an der Ausstellungskasse
Ausstellungen
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur
27. November 2009 bis 28. Februar 2010
Boris Becker. Photographien 1984-2009
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln in Kooperation mit der Landesgalerie am Oberösterreichischen Landesmuseum, Linz
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Raum 1 - 3, Im Mediapark 7 (1. OG), 50670 Köln
Der in Köln lebende Künstler Boris Becker (*1961) gehört zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Photographieszene. Nach seinem Studium an der Hochschule der Künste Berlin war er von 1984 bis 1990 Schüler von Bernd Becher an der Kunstakademie Düsseldorf. Die als eine Werkübersicht konzipierte Ausstellung stellt mit circa 90 Exponaten repräsentative Beispiele aus Beckers Werkserien Hochbunker, Wohnhäuser, Felder und Landschaften, Fakes und Artefakte vor. Ohne die Chronologie der Bildreihen und Einzelarbeiten in den Vordergrund zu stellen, werden in dieser Ausstellung sämtliche thematischen Segmente vorgestellt. Sie können gleichsam als Denk- und Bildräume verstanden werden.
Obwohl Boris Becker die technische Methode der Großbildphotographie beibehält, die ein detailgenaues Abbild der Wirklichkeit begünstigt, sieht er seine Aufgabe heute darin, das Vertrauen in die Wirklichkeit sowie die auf sie Bezug nehmenden Bilder auf den Prüfstand zu stellen. Beckers Arbeiten sind insofern ein Appell zur Selbstvergewisserung des Betrachters und zur Hinterfragung der dokumentarisch verbindlichen Aussagekraft des Mediums.
Bereits in seiner frühen in schwarzweiß und in Farbe ausgearbeiteten Bildreihe von Luftschutzbunkern, aufgenommen in über 50 deutschen Städten, kündigt sich seine kritische Sicht auf die Dinge an. Schon hier richtet sich Beckers Blick weniger auf das Offensichtliche. Intuitiv wendete er sich mit den ausgewählten Bauten Motiven und Formen zu, die ihre Funktion eher verbergen, als offen legen. Mit dieser grundlegenden Serie verbindet sich darüber hinaus ein faszinierendes Kapitel deutscher Architekturgeschichte.
Fortsetzung findet dieser Arbeitsansatz in Beckers Auseinandersetzung mit der urbanen Architektur, mit Reihen- und Hochhäusern, die er farbig und in verschiedenen Formaten ausarbeitet. Auch hier zeigt sich, dass Architektur kein statisches Phänomen ist, sondern ein Zustand, der, kaum dass er hergestellt ist, bereits individuellen Veränderungen anheim fällt. Zeugnis davon sind etwa Klinkerfassaden, Verputzungen und Gartengestaltungen, die nicht zuletzt auch Zeitgeschmack und gesellschaftliche Notwendigkeiten verdeutlichen.
Des Weiteren lassen sich in Beckers Landschaften - Ackerflächen und Wiesen - oder nennt man sie eher monochrome Naturfelderkomplexe, menschliche Eingriffe in die Natur erkennen. Ohne Passepartout präsentiert, wirken sie unfassbar, grenzen- und ortslos. Mit dem Fokus auf ihre Ausschnitthaftigkeit ähneln sie überdimensionalen Präparaten oder Erdproben, die objekthaft der Wirklichkeit entnommen, zu einem geradezu wissenschaftlichen Zugriff verleiten.
Dass in Beckers Arbeiten gelegentlich Marcel Duchamp mit seinen Readymades Pate stand, lässt sich an der Reihe der Werkgruppe Fakes (Fälschungen) besonders gut ablesen. Zwar sind es nur bedingt Alltagsgegenstände, die Boris Becker hier als Motive nutzt, doch ihre profane Herkunft ist nicht von der Hand zu weisen. Meist handelt es sich um Objekte, die vom Zoll als Schmuggelware sichergestellt wurden. Ohne Vorinformation betrachtet, wecken sie Neugier und verdeutlichen, wie sehr der visuelle Eindruck an unsere Erfahrung, unser Wissen gebunden und damit auch kulturell begrenzt ist. Die Wirklichkeit treibt hier umso mehr ihr doppeltes Spiel.
Die Reihe Westsahara bildet einen Exkurs in Boris Beckers Werk. Er nutzt journalistische Praktiken, um sich einem politischsozialen Thema zu nähern, ohne jedoch seine Bildsprache aufzugeben. Entstanden sind erzählerische Bilder, die die enorm kargen Lebensverhältnisse der in Flüchtlingslagern untergebrachten Volksgruppe der Sahauris im Westen Algeriens unsentimental vor Augen führen. Er besuchte den Landstrich gemeinsam mit einem Vertreter der UNO-Flüchtlingshilfe im Februar 2007. Reisen und Unterwegssein bedeutet für Boris Becker Erfahrungen sammeln und Bildern begegnen - unabhängig, ob in Deutschland, im europäischen Ausland oder in der Ferne. Und doch ist sein Werk nicht auf das Reisen angewiesen. Tatsächlich beginnt die Reise im Kopf, oder mit den Worten von Boris Becker: "Die Kunst geht durch den Kopf".
Die Ausstellung wird von einem Katalog begleitet. Im Anschluss an die Präsentation in der Photographischen Sammlung in Köln wird die Retrospektive im Frühjahr 2010 in der Landesgalerie Linz, Österreich, gezeigt.
17. Januar bis 28. Februar 2010
"Boris Becker. Fakes"
Parallel zur Ausstellung Boris Becker. Photographien 1984-2009 in der Photographischen Sammlung / SK Stiftung Kultur zeigt das Kulturforum in Herz Jesu in Zusammenarbeit mit Barbara Hofmann-Johnson die Ausstellung "Boris Becker. Fakes."
Ort: Kulturforum in Herz Jesu, Köln, Zülpicher Platz
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag 15.00 - 18.00 Uhr
Infos: Tel.: 01520-2462718, E-Mail: mail@kulturforum-herz-jesu.de
Parallel zu der Überblicksausstellung Boris Becker. Photographien 1984-2009, die bis zum 28. Februar in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur zu sehen ist, zeigt das Kulturforum in Herz Jesu in der Herz Jesu Kirche am Zülpicher Platz in Köln eine weitere Auswahl aus der umfangreichen Werkgruppe der Fakes.
Mit der Bildserie der Fakes erweiterte Boris Becker Ende der 1990er Jahre sein Spektrum der unter ästhetisch autonomen Fragestellungen aufgenommenen Motive der Bunker, der Wohnhäuser, der Konstruktionen, der Felder und der Artefakte um den Aspekt der inszenierten Objektphotographie.
Vor farblich prägnanten Hintergründen ins Bildzentrum gerückt oder den Bildraum motivisch als Allover ausfüllend, zeigen die Fakes Objekte, die zunächst wie eine etwas willkürliche Sammlung alltäglicher Gegenstände aus unterschiedlichen Bereichen wirken, tatsächlich aber vom Zoll konfiszierte Objekte aus der internationalen Drogen- und Wirtschaftskriminalität sind. Hierauf verweist als bildkonstituierendes Element der jeweilige Titel der vorwiegend großformatigen Arbeiten der Serie, ohne den man der veränderten Zweckbestimmung der Objekte nur selten auf die Spur kommen würde. Nur manchmal lässt sich im Bild der im wahrsten Sinne des Wortes doppelte Boden der Objekte im Kontext der Wirtschafts- und Drogenkriminalität erkennen.
Angelehnt an die Bildmuster der Werbung oder der ästhetischen Katalogisierung von Gegenständen und Sammlungsstücken erweisen sich die Fakes so als Fallen des photographisch Sichtbaren und hinterfragen nicht nur die dokumentarische Verbindlichkeit der Photographie, sondern indirekt auch die Veränderung von Werten innerhalb unserer global vernetzten, wirtschaftlich bestimmten Welt.
Auf die Doppelbödigkeit der Objekte und ihre gesellschaftlichen Bedeutungsebenen ebenso wie auf die Grenzen der Photographie anspielend, ist es gerade diese Mehrschichtigkeit der Bezüge, die Boris Becker auch in besonderen Ausstellungskontexten mit der Werkgruppe auslotet. Hierfür ist die Inszenierung der Fakes im Kirchenraum der Herz Jesu Kirche beispielhaft.
Kinderführungen am 28.01.10 um 15.00 Uhr und 22.02.10 um 11.00 Uhr
Künstlergespräch mit Boris Becker am 29.01.2010 um 17.00 Uhr.
Infos und Anmeldung zu den Rahmenveranstaltungen: Tel.: 01520-2462718, E-Mail: mail@kulturforum-herz-jesu.de
Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur
bis 15. August 2010
In Räumen denken.
Bühne - Tanz - Traum
Eine Ausstellung des Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur
Tanzmuseum des Deutschen Tanzarchivs Köln, Im Mediapark 7 (3. OG), 50670 Köln
In Räumen denken. Wie keine andere Bühnenkunst hat der Tanz im Laufe seiner Geschichte unsere Sicht auf das Theater und seine (Bühnen-)Räume verändert. War der Blick des Zuschauers im 19. Jahrhundert noch bestimmt von der Zentralperspektive, so wirbelte die Tanzavantgarde des 20. Jahrhunderts diese traditionelle Perspektive gehörig durcheinander.
Eine Revolte mit Folgen: fortan konnte jeder Punkt im Raum zum Zentrum tänzerischer Bewegung werden und jeder Zuschauer musste selbst entscheiden, welcher Bewegung im Raum er mit den Augen folgt. Das Ganze im Blick zu behalten wurde nahezu unmöglich.
Mit dem Aufbrechen des traditionellen Theaterraums suchte sich der Tanz neue Bühnen. Straßen und Plätze, verlassene Fabriken und Industriebrachen wurden zum Tanzraum. Mit dem Film und dem Internet kamen neue, virtuelle Bühnen hinzu. Damit einhergehend entwickelten sich Traditionen der intellektuellen und ästhetischen Reflektion über den Tanz, seine Gesetzmäßigkeiten und seine Räume, befördert durch Bildende Kunst, Literatur, Philosophie und die Naturwissenschaften. Kunsträume, Gedankenräume und Tanzräume entstanden. Räume, in denen Träume und Utopien möglich schienen. Der Tanz schenkte sich und seinen Zuschauern Freiräume mit einer Vielzahl neuer, ungewöhnlicher Perspektiven. Und damit auch eine neue Sicht auf den Tanz.
Anhand von Graphiken, Notizen von Choreographen, Zeichnungen, Filmen, Fotografien, Texten u.a. Exponaten stellt das Deutsche Tanzarchiv Köln in Form einer Ausstellungsinstallation "Tanzräume" in Geschichte und Gegenwart und ihre Protagonisten, wie z.B. Merce Cunningham und William Forsythe vor.
Tanz und Raum - diese Verbindung ist so offensichtlich, dass wir sie beim Besuch eines Tanzabends kaum mehr bewusst wahrnehmen. Und genau dies ist der Anlass, warum das Deutsche Tanzarchiv Köln diese Verbindung in den Mittelpunkt einer Ausstellung stellt. Ganz im Sinne eines Archivs, das seinen Nutzern über die Tagesaktualität hinaus Wissen um Tanz, Wissen um gewesene und gegenwärtige Zusammenhänge vermitteln will. Ganz im Sinne eines Museums, das seine Besucher dazu anregen will, zu erkunden, wie sich heute und gestern gegenseitig beleben und wie das eine mit dem anderen verwoben ist - eines Museums, das seine Besucher dazu anregen will, Wirklichkeit mit "anderen Augen" zu sehen
Wer das will, der muss sich Fragen stellen. Und die bildeten wie bei jeder der Ausstellungen dieser Trilogie auch den Ausgangspunkt der kuratorischen Arbeit an "In Räumen denken": Was sehen wir, wenn wir Tanz sehen? Wie prägen Elemente wie Körper, Raum und Mensch unser Bild vom Tanz? Warum sehen wir Tanz so, wie wir ihn sehen?
Ausgehend von diesen Fragen haben Thomas Thorausch und Klaus-Jürgen Sembach eine Ausstellung mit einem speziellen Format entwickelt. Eine Ausstellungsinstallation, die in einem einzigen Raum spielt. Und in diesem all jene Aspekte zusammenführt, die prägend für unser Bild vom Raum im Tanz sind, aber eben auch für die Vielfalt der Farben und Formen stehen, die dieses Bild bestimmen. Eine Installation, die sich - von einer Ausnahme abgesehen - durchweg aus dem reichhaltigen Bestand des Deutschen Tanzarchivs Köln speist. Eine Ausstellung, die aus dem Geist des Spiels geboren ist.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.sk-kultur.de
www.photographie-sk-kultur.de