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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Vera Firmbach

Veröffentlicht am 08.01.2009     Artikel drucken

Veranstalltungstipps: reiheM startet weitere Konzerte

Im Februar finden bereits zwei weitere Konzerte der reiheM in Köln statt:
Veranstalltungstipps: reiheM startet weitere Konzerte
Freitag, 6. Feb.09, 20:30h, reiheM im Praxis Projektatelier Staab
3 x Solo E-Gitarren plus
Seth F. Josel/Berlin, DR. Borg/Köln, Anla Courtis/Buenos Aires

Die reiheM präsentiert die erste Kölner Aufführung von Seth F. Josel spielt Peter Ablingers Magnum Opus "33-127" für E-Gitarre und Tonband.

Zwischen "Konzertmusik" und "Installations-Musik" besteht das Werk aus Miniaturen mit Rauschen.

Weiter im Programm: E-Gitarren, Live-Elektronik und Film mit der Kölner Legende Dr. Borg E-Gitarre, Live-Elektronik, Film; sowie die Deutschland Premiere von Argentine Home-Movie Cavalcade, ein Argentinisches Lebensgefühl in Filmmontagen begleitet von experimental drone, psychedelic and abstract noise gespielt von Anla Courtis.

Danach gibt es wie immer in den Räumen Eigelstein 112 die Gelegenheit zum Gespräch mit Künstlern, Veranstaltern und Besuchern.


Samstag, 28. Feb.09, 20 Uhr, reiheM im Kunsthaus Rhenania
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Vexierklänge zwischen Mittelalter und heute
Norbert Rodenkirchen: historische Traversflöten + Elektronik

Ort: Kunsthaus Rhenania, Bayenstr.28, 50678 Köln
Eintritt: Euro 10,- / 7,-

Experimentelle Soundcollagen mit elektronischer Musik aus verfremdeten Klängen von Drehleier, Trumscheit und Cembalo.

Dazu spielt der international renommierte Mittelalterspezialist und Komponist Norbert Rodenkirchen auf historischen Traversflöten – von der mittelalterlichen Knochenflöte bis zum Barocktraverso -, deren Spielweise und Ausdruckspalette er auf unvergleichliche Weise erweitert hat. Eine Klangexkursion zwischen archaisch und postmodern, zwischen Mittelalter und Gegenwart, zwischen bizarr faszinierend und absurd leuchtend.

Thematisches Zentrum des Programms ist – passend zum Beginn der rheinischen Fastenzeit - der „danse macabre“ (der Totentanz).

Angeregt von spätmittelalterlichen Totentänzen schrieb Prof. Johannes Fritsch, einer der wichtigsten Mitstreiter des jüngst verstorbenen Karlheinz Stockhausen in den 60er Jahren das Werk „Fistula Mortale“ als Auftragskomposition für den Flötisten Norbert Rodenkirchen, welcher das Stück bei den WDR-Tagen alter Musik, Herne 2005 erstmals der Öffentlichkeit vorstellte.

Es ist die weltweit erste Neue Musik - Komposition für Knochenflöte. Ein weiteres Werk Fritschs „VIII´94“ für Flöte und Zuspielband mit Tropfenklängen als akustischem Vanitassymbol wird von Norbert Rodenkirchen auf einer Renaissancetraversflöte interpretiert. Das meditative, vom Tonumfang äußerst reduzierte aber dennoch rhythmisch anspruchsvolle Werk lehnt sich an die Form mittelalterlicher Sequenzen an und bildet somit ein Pendant zur ebenfalls im Programm paraphrasierten mittelalterlichen Sequenz „Dies irae“ des Thomas von Celano.

Zusätzlich zu den heutigen Stücken wird Norbert Rodenkirchen improvisatorisch auf mittelalterliche Totentanzmelodien Bezug nehmen.


Weitere Informationen zu den Konzerten finden Sie unter:
www.reihe-m.de

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