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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Nora Bauer

Veröffentlicht am 17.05.2007     Artikel drucken

"Vater unser" - Eine Lange Nacht über Töchter und Väter

Lange Nacht, eine Sendereihe, die jeden Samstag ab 0.05 Uhr in Deutschlandradio Kultur und zeitversetzt ab 23.05 Uhr im Deutschlandfunk ein Thema präsentiert

Jede Frau ist eines Vaters Tochter. Für das kleine Mädchen ist der Vater der erste Mann in ihrem Leben, die erste große Liebe, mächtig genug, die Welt in Himmel oder Hölle zu verwandeln, zum Leben zu ermutigen oder klein und unsicher zu machen, bis ins Erwachsenenalter.

Beziehungen von Töchtern und Vätern sind voller Liebe und Zärtlichkeit, Macht und Abhängigkeit, Angst und Abwehr, Abwesenheit und Sehnsucht, kühler Distanz und Fremdheit. Sie sind beherrscht von Verständnis und Unverständnis, schwierigen Befreiungsversuchen und ungelösten Konflikten.

Wie sie angefangen haben, bleiben sie meist ein Leben lang und alle anderen Beziehungen im Leben einer Tochter sind von dieser ersten Liebe geprägt. Die schwierigste Einsicht ist oft, dass der große Mann auch verletzlich, schwach, unzuverlässig, mit Fehlern behaftet und am Ende auch noch sterblich ist.

Alltag und Beruf, Faktoren, die außerhalb der Person des Vaters liegen, lassen ihn oft oder immer abwesend sein, greifen in die Beziehung hinein, zerstören den Kontakt und machen die Bindung unlebbar.

Jede Beziehung zwischen einer Tochter und ihrem Vater ist einzigartig, ein Präzedenzfall, aber irgendwo in der Vielzahl aller Gespräche, in der Fülle der Erinnerungen, den Märchen und Mythen, findet sich vielleicht eine versteckte Wahrheit über die Bedeutung dieser Beziehung, die es zu entschlüsseln gilt.

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