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von Birgit Gablowski
Veröffentlicht am 08.10.2008 Artikel drucken
Höfische Mode und Kostümalben der Osmanen aus dem Topkapi Palast Istanbul
Museum für angewandte Kunst Frankfurt
14. Oktober 2008 - 11. Januar 2009
Eröffnung: Sonntag, 12. Oktober 2008, 17 UHR
Anlässlich der diesjährigen Frankfurter Buchmesse und ihrem Ehrengast Türkei, bereitet das Museum für Angewandte Kunst Frankfurt eine Ausstellung vor, die sich ganz dem Thema Mode verschrieben hat. Atemberaubend schöne Sultanskaftane aus Samt und Seide sowie prächtiger Schmuck, Kopfbedeckungen, Schuhe und Accessoires aus der Schatzkammer des Topkapi Palastes in Istanbul lassen die türkische Mode des osmanischen Hofes lebendig werden.
Kostümalben und Sultansporträts des berühmten Miniatur- und Hofmalers Levni aus dem 18. Jahrhundert runden die Ausstellung ab. Seine ganzformatigen Figuren in farbenfrohen Gewändern veranschaulichen, wie die gezeigten Kostüme getragen wurden.
Die Textilsammlung des Topkapi Palastes in Istanbul ist weltweit für ihre große Zahl prachtvoller und sehr gut erhaltener Sultanskaftane berühmt. Kostbare Goldstoffe und wunderschöne, nahezu modern wirkende Muster auf Samt und Seide setzen noch heute den Betrachter in Erstaunen über die hohe Qualität der türkischen Textilproduktion zur osmanischen Zeit. Diese meisterlich hergestellten Gewebe waren oftmals mehr als ihr Gewicht in Gold wert.
Der lange, breit geschnittene Kaftan verlieh seinem Träger Würde und brachte geleichzeitig die brillanten Stoffmuster vollends zur Geltung. Nach dem Tod des Sultans wurde seine Garderobe etikettiert und in der Schatzkammer archiviert, sodass die Kaftane auch noch im 21. Jahrhundert in ihrer ganzen Pracht erstrahlen. Die Ausstellung „Tulpen, Kaftane und Levni“ möchte anhand ausgesuchter Exponate Entwicklungen aus rund 500 Jahren osmanischer Kostümgeschichte aufzeigen. Die Besonderheit der Ausstellung ist, dass nicht nur die zuvor oft präsentierten Sultanskaftane zu sehen sind, sondern ein besonderes Augenmerk auf die Mode der Hofdamen, Prinzessinnen und Prinzen gelegt wird.
In dieser Form und Gewichtung gelingt es der Kuratorin Deniz Erduman-Calis einen nie zuvor gegebenen Einblick in die höfische Gewandung der Osmanen zu geben.
Weitere Informationen:
unter www.angewandtekunst-frankfurt.de