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Veröffentlicht am 04.11.2008 Artikel drucken
Im Fokus dieser rund 80 Exponate umfassenden Ausstellung stehen Jim Dines zwischen 2002 und 2007 entstandenen photographischen Portraitarbeiten.
Ein Sujet, dem der Künstler durch seine Bearbeitung und Auffassung einen durchaus erweiterten Sinn gibt. Die aktuelle Auswahl führt weit in sein über Jahrzehnte mit unterschiedlichen Mitteln erarbeitetes Oeuvre und spiegelt abwechslungsreich die Bandbreite von Dines künstlerischer Palette und Biographie.
So befragt er via Selbstportrait die eigene Entwicklung, seine unterschiedlichen Reaktionen sowie Gefühlslagen und sucht, gleichfalls gerichtet auf einen für Dine bedeutungsvollen Personen- und Figurenkreis, seinen facettenreichen Visionen und Erinnerungen habhaft zu werden. Die Aufgabe gilt der Entdeckung des Ichs im Anderen oder auch umgekehrt des Anderen im Ich.
Die ihm beinahe alltäglich anbei stehenden Wesen, denen er sich in seinen Portraitbildern zuwendet, sind als Menschen oder von ihm geschaffene Kunstfiguren innerhalb ihrer von Jim Dine zugewiesenen Sphären unterschiedslos relevant, treue Begleiter und vor allem unversiegbare Quellen seiner Inspiration.
Zunächst kann da seine Lebensgefährtin und Seelenverwandte Diana Michener benannt werden, die schon in zahlreichen vorhergehenden Photographien Modell seiner variationsreichen Anschauungen wurde, aber auch langjährige Freunde, Familienmitglieder und Künstlerkollegen wie Robert Creeley oder ferner Mary McCarthy kommen vor.
Neben den verschiedenen Menschen verdienen auch Dines elementar bedeutungsvollen, aus seinem künstlerischen Programm heraus entwickelten Figuren nähere Erwähnung. Sie sind oft bereits im Arsenal seiner früheren Werke verankert.
Man trifft in unterschiedlichen Konstellationen auf Figuren wie die ausgestopfte Eule mit funkelnden Augen und den schwarzen, stolz erhabenen Raben, auf Portraitstudien Pinocchios wie auch auf die seines Widersachers, des listigen Fuchses.
Durch die Umsetzung mit dem Medium der Photographie erhalten all diese Elemente eine neue Modulation, sie zitieren und kommentieren sich gegenseitig und so tritt man in ein beinahe unüberschaubares Reich ineinander wirkender Energien, Wirklichkeitsanschauungen und Illusionen, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, zwischen Kunst und Leben fließend sind.
This is how I remember now. Portraits.
Photographs by Jim Dine
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur
Wo
Im Mediapark 7, 50670 Köln
Wann
Noch bis zum 14. Dezember 2008
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.sk-kultur.de