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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Dr. Ralf Convents

Veröffentlicht am 04.12.2006     Artikel drucken

Termine der SK Stiftung Kultur im Januar 2007

Veranstaltungen und Ausstellungen der SK Stiftung Kultur, Köln, im Januar 2007


VERANSTALTUNGEN

Donnerstag, 4. Januar um 18 Uhr:
Thematische Führung durch die Ausstellungen "TRANS EMILIA
Sammlung Linea di Confine" und "Katja Stuke - Oliver Sieber: Das Böhm-Projekt"
Thema: Über das Sammeln und Archivieren
Treffpunkt an der Ausstellungskasse - Kosten: nur Eintritt


Sonntag, 7. Januar um 15 Uhr:
Öffentliche Führung durch die Ausstellungen "TRANS EMILIA
Sammlung Linea di Confine: Territoriales Erkunden der Emilia-Romagna" und "Katja Stuke - Oliver Sieber: Das Böhm-Projekt"
Treffpunkt an der Ausstellungskasse - Kosten: nur Eintritt


Dienstag, 23. Januar um 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr):
"Kölsch Geschräppels II"
mit Ilse Prass und Heinz Wild
Aus der Reihe "Klaaf em Mediapark" der Akademie för uns kölsche Sproch/ SK Stiftung Kultur

Zum zweiten Mal präsentieren Ilse Prass und Heinz Wild uns eine bunte Mischung kölscher Rümcher und Verzällcher. Humorvoll und nachdenklich beobachten sie menschliche Eigenheiten, sprachliche Auffälligkeiten und vieles mehr, was in unserer Stadt passiert.

Der Eintritt beträgt 3 Euro (keine Ermäßigung)
Eintrittskarten sind in der Bibliothek der Akademie zu den Öffnungszeiten, am Empfang der SK Stiftung Kultur und an der Abendkasse erhältlich.



AUSSTELLUNGEN

noch bis 7. Januar 2007:
Trans Emilia - Sammlung Linea di Confine
Territoriales Erkunden der Emilia-Romagna
Eine Ausstellung des Fotomuseums Winterthur, in Zusammenarbeit mit Linea di Confine per la Fotografia Contemporanea, Rubiera, Italien.
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Raum 1, Im Mediapark 7, 50670 Köln

Linea di Confine - was so viel wie "Grenzlinie" bedeutet - ist der Name eines vom Kulturdezernat der italienischen Gemeinde Rubiera 1990 initiierten Photographie-Projektes. Im Mittelpunkt steht die Emilia-Romagna, zwischen Mailand und Bologna gelegen, mit so berühmten, historisch bedeutsamen Städten wie Piacenza und Parma bis hin nach Ravenna und Rímini.

Heute ist die Emilia-Romagna vor allem gekennzeichnet durch einen intensiven Strukturwandel, bedingt unter anderem durch die in den 1970er-Jahren einsetzende Stadtflucht. War einst der Großstadtraum Bologna der urbane Mittelpunkt, existieren heute mehrere Stadtgebiete mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Schwerpunkten. Dies bedingt unweigerlich eine höhere Mobilität, die auch dem Transitcharakter der gesamten Region auf dem Weg in die südlicheren Gebiete Italiens nahe kommt. Nicht zuletzt trägt die bald fertig gestellte Hochgeschwindigkeitsstrecke der italienischen Bahn von Mailand nach Bologna diesen stets steigenden Anforderungen Rechnung.

International renommierte Photographen wie Lewis Baltz, Olivo Barbieri, John Davies, John Gossage, Guido Guidi, Axel Hütte oder Stephen Shore wurden mit dem Auftrag in die Emilia-Romagna eingeladen, topografische Recherchen zu unternehmen und zweiwöchige Workshops für junge Künstler zu thematisch formulierten Projekten zu veranstalten. Seit nun fünfzehn Jahren verfolgt "Linea de Confine" das Ziel, mit dem Medium der Photographie und am Beispiel der spezifischen Region ein Territorium zu befragen und komplexe Sichten von zeitgenössischen Landschaften und Lebensräumen zu diskutieren. Die Ausstellung "Trans Emilia" präsentiert in diesem Kontext entstandene ausgewählte Werkgruppen.



noch bis 7. Januar 2007:
Katja Stuke - Oliver Sieber
Das Böhm-Projekt
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung in Raum 2

"Die Böhm" ist ein seit 1999 vierteljährlich, in limitierter Auflage erscheinendes Künstler-Heft, konzipiert und herausgegeben von Katja Stuke (*1968) und Oliver Sieber (*1966). Veröffentlichung finden darin vorwiegend von ihnen selbst aufgenommene Photographien, die sie verschiedenen Themen folgend und nur gelegentlich durch Bildtitel kommentiert zu Sequenzen fügen.

Die Motivwelt des Künstlerpaares, angesiedelt zwischen den Sujets Portrait, Stadt und Landschaft, erschließt sich vor dem Hintergrund ihres Lebensumfelds im Großraum Düsseldorf-Köln sowie ihrer vielen Reisen, u. a. in die USA, Kanada und Japan.

Ihr besonderes Interesse richtet sich auf alltäglich anzutreffende Begebenheiten oder auf Personenkreise, die sich vielfach als Projektionsflächen eigener Reflexion mit dem Außergewöhnlichen und Atmosphärischen verschränken.

Die aktuell präsentierte Ausstellung zeigt per Monitor-Installation ausgewählte Bildreihen, die den Fundus für verschiedene Böhm-Ausgaben, so auch der neuesten mit dem Titel "Supergirls", darstellen.


2. Dezember 2006 bis 21. Januar 2007:
Uschi Huber: Photographische Arbeiten
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Raum 4

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus den Photoserien der in Köln ansässigen Künstlerin Uschi Huber aus den vergangenen 10 Jahren. Die Arbeiten entstanden in einem oft mehrjährigen Prozess und werden hier erstmals im Zusammenhang präsentiert. Neben Photographien gehören auch Videoarbeiten sowie raumbezogene Installationen zu ihrer künstlerischen Praxis.

Seit 1995 ist Uschi Huber Herausgeberin des Photomagazins "Ohio" (zusammen mit Jörg Paul Janka). Sie ist Preisträgerin des Toyota-Fotokunstpreises 2006.

Ausstellungsbeteiligungen 2006/07: "Walden III", Kunsthaus Dresden; Sharjah Biennale 8; "Darstellung/Vorstellung", eine Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen; "Found and Shared", Photographers’ Gallery, London (mit "Ohio")


noch bis 4. März 2007:
Anita Berber - die Königin der Bohème
Das Deutsche Tanzarchiv Köln erinnert mit einer Ausstellung im Tanzmuseum an Anita Berber

Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur, Tanzmuseum, Im Mediapark 7 (3.OG), 50670 Köln

Als Tänzerin überschritt Anita Berber (1899 - 1929) alle Konventionen - Leidenschaft und Provokation auf der Bühne führten zu Strafverfahren aber auch grenzenloser Verehrung durch das Publikum. Ihr Alkohol- und Drogenkonsum, ihre sexuellen Affären wurden zum Stadtgespräch. Die Grafikerin Charlotte Berend-Corinth und der Maler Otto Dix portraitieren sie - sogar Porzellan-Figurinen entstanden nach ihren Tänzen.

Der kometenhafte Aufstieg von Anita Berber fiel mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Anfang einer gesellschaftlichen Befreiung, die durch die neue Demokratie in Deutschland möglich wurde, zusammen. Anita Berber tanzte auch nackt - so aggressiv und sinnlich, wie man es bis dahin noch nie gesehen hatte.

Ihre Tanzabende hießen "Tänze des Lasters" und "Tänze der Ekstase" - ’Kokain’, der Name eines ihrer Tänze wurde Programm: das Leben ein immer währender Tanz, ein scheinbar ewig währender Rausch. 29-jährig starb Anita Berber im November 1928 in Berlin.

Die Begegnung Anita Berbers mit dem Tänzer, Lyriker und Maler Sebastian Droste im Jahr 1920 führte nicht nur zu einem gemeinsamen Tanzabend mit dem Titel "Tänze des Lasters, des Grauens und der Ekstase" sondern auch zu einer gleichnamigen bibliophilen Publikation, die 1923 in einer Auflage von 1000 Stück im Wiener Gloriette-Verlag erschien. Der Band vereint Gedichte des Tänzerpaares mit Zeichnungen und Skizzen von Anita Berber, Sebastian Drostes theoretische Überlegungen zum "Tanz als Form und Erleben", Fotografien des Tänzerpaares sowie Bühnenbild- und Kostümentwürfe.

Die Ausstellung präsentiert neben ausgewählten Fotografien, Lithographien und Dokumenten aus der Anita Berber-Sammlung des Deutschen Tanzarchivs Köln erstmalig die Gedichte des Tänzerpaares sowie Auszüge aus "Der Tanz ins Dunkel" einem biografischen Roman über Anita Berber von Leo Lania aus dem Jahr 1929.


Öffnungszeiten der Ausstellungsräume der SK Stiftung Kultur:
täglich außer Mittwoch 14 - 19 Uhr, montags freier Eintritt
geschlossen vom 24. bis 27. und 31. Dezember sowie am 1. Januar 2007

Eintrittspreise Raum 1 - 3 oder Tanzmuseum: Erwachsene 4,50 EUR (erm. 2,- EUR)
Kombiticket Raum 1 - 3 und Tanzmuseum: Erwachsene 6,- EUR (erm. 3,- EUR)

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