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von Stedefreund
Veröffentlicht am 25.11.2009 Artikel drucken
Theo Nabicht // Antonia Nordmann // Katja Pudor // Nina Thorwart
Und wenn‘s nun draußen genauso schön wär?
Es scheint mehr als sonderbar, sich über Bewegung, über die persönlichen Vektoren unseres alltäglichen Erlebens Gedanken zu machen. Und doch erzeugen, oder besser inszenieren wir mit jedem Schritt Wirklichkeitsmomente. Wir fügen aus unzähligen Splittern jene Orte zusammen, denen wir Allgemeingültigkeit zuzusprechen versuchen. Gebäude können durchaus als mit Erregungen aufgeladene „Skulpturen“ verstanden werden, welche gerade in ihrer Nutzung eine Interpretation und funktionale Bestimmung erfahren. Die sinnlich erlebten „Landschaften“ unserer Gegenwart sind so eigentlich schon immer im Voraus von spezifischen Erwartungshaltungen durchdrungen.
Die Räume der Kunst besitzen in diesem Zusammenhang eine andere, irritierende Qualität. Sonst in Annahmen definierte Fragmente, diverse Bestandteile unseres Erlebens, können hier aus funktionalen Besetzungen gelöst werden. Man könnte sogar sagen, es ist der Modus der Inszenierung, der Validierung des Alltäglichen, der in vielen Kunstwerken entschlüsselt und als Geste neu belegt wird. Der Ausstellungsraum kann, wie es in dem Projekt von Katja Pudor, Antonia Nordmann, Nina Thorwart und Theo Nabicht „Und wenn‘s nun draußen genauso schön wär?“ geradezu exemplarisch aufgezeigt wird, als eine Art Spielraum uneingeschränkter
Aneignungsbewegungen angesehen werden.
So inszenieren die Künstler in sich ständig überlagernden installativen Elementen, künstlerischen Beleuchtungseffekten und Soundebenen Situationen des Übergangs. Ständig treten hier bestimmte Facetten, oder einzelne Arbeiten der Gruppenausstellung in den Vordergrund, um darauf wieder unter den Oberflächen temporär dominanterer „Zeichen“ zu verschwinden. Es entstehen so Momente des Ein- und Ausblendens - sanft inszenierte Situationen des Befremdens und der Annäherung.
Dauer: bis 02.01.2010
Ort: Dorotheenstr. 30 [im Hof], 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Mi-Sa, 14-19.00 Uhr
Weitere Informationen finden Sie unter
www.stedefreund-berlin.de