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von Andreas Stucken
Veröffentlicht am 19.05.2008 Artikel drucken
Die Künstlerin Angela Stauber präsentiert in der Ausstellung „Neuland“, die am Freitag, den 23.05.2008 um 19 Uhr in der „Zweigstelle Berlin“ eröffnet wird und bis 12.7.2008 läuft, u.a. Arbeiten, die während ihres letzten Stipendiums in Rumänien entstanden sind.
Dabei steht der Titel „Neuland“ nicht nur für ihre Erfahrungen in einem fremden Land, sondern impliziert auch ihr künstlerisches Vorgehen. Die Münchner Künstlerin thematisiert ihre Malerei anhand von den persönlichen Dingen um sie herum. Sie macht sich ihren unmittelbaren Arbeitsraum zu Eigen, indem sie immer wieder neue Blickwinkel, Situationen, Gegenstände daraus malt. Die vertrauten Dinge werden stets zu neuen, eigenständigen Bildern.
Motivisch fallen bei Stauber allgemein bekannte, aber wenig beachtete Situationen auf – wie der Schatten eines Stuhls, der auf eine Wandfläche fällt, oder auch solche, in denen sie ihr eigenes Maler-Sein thematisiert, indem sie z.B. Farbtropfen und Reste früherer Malerei wieder in Bilder integriert. Banales wird somit geheimnisvoll, Nahe liegendes verblüffend zugespitzt. Es geht nie um die Abbildung an sich, sondern um das Fasziniert-Sein von Licht, Oberflächen, seltsamen Kompositionen und stets um das Malen selbst.
Ihre Bilder stellen die Frage nach der Wertigkeit zwischen Motiv und Malerei, und danach, was überhaupt interessant (genug) ist, um dargestellt zu werden. In den Arbeiten von Angela Stauber ist es das Gemalt-Werden selbst, das einem Motiv die eigentliche Bedeutung gibt.
Angela Stauber wurde 1977 in München geboren, studierte dort an der Kunstakademie bei Prof. Jerry Zeniuk und Prof. Sean Scully und schloss 2005 mit dem Diplom als Meisterschülerin bei Prof. Sean Scully ab.
Zweigstelle Berlin, Lehrter Str. 37, 10557 Berlin, Tel.: 030 / 39 88 55 99
Eröffnung: Freitag, den 23. März 2008 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 24.5. - 12.7.2008
Finissage mit Künstlergespräch am 11.07.2008 um 19 Uhr
Zweigstelle Berlin