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von Andreas Stucken
Veröffentlicht am 03.01.2007 Artikel drucken
Die Bilder und Zeichnungen von Tatjana Utz erzählen alltägliche Geschichten, sie zeigen Familienszenen aus vergangenen Zeiten und geben schnappschussartig Momentaufnahmen wieder.
Obwohl die dargestellten Personen meist in einem persönlichen Bezug zur Künstlerin stehen, ist die Intention nicht das Portrait, das Einfangen einer Persönlichkeit oder des Charakters.
Vielmehr tritt an die Stelle des Individuellen eine Art Gleichgültigkeit, der Betrachter erfindet beim Sehen seine eigene Geschichte, und die Interpretation bleibt offen. Obwohl Tatjana Utz gegenständlich malt, ist sie keine Naturalistin.
Die Personen wirken wie verzerrt, haben Ecken und Kanten – also eine Persönlichkeit – und sind auf eine ihnen eigene Art und Weise schön. Sie zeigen, wie das Leben wirklich ist, und erinnern stellenweise an Fotografien von Nan Goldin, allerdings in einer malerischen Umsetzung.
Tatjana Utz bezieht eine klare Position für das Medium Malerei, versucht jedoch durch ihre Arbeit für sich die Frage zu klären, in wie weit Malerei heute noch zeitgemäß sein kann.
Bildergalerie von Tatjana Utz