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von Sabine Huth
Veröffentlicht am 28.04.2009 Artikel drucken
Anlässlich der Sonderausstellung
Helden der Bühne und Schönheit der Nacht
Meisterwerke des japanischen Holzschnitts
aus den Sammlungen Otto Riese und Johann Georg Geyger.
Museum für Angewandte Kunst Frankfurt
19. Februar – 10. Mai 2009
Mittwoch, 29. April 2009, 18 Uhr Führung und 19 Uhr Konzert
Musikalisches Ensemble der Japanologie FrankfurtJapanische Klänge sind am Mittwoch, 29. April 2009, im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt zu hören. Um 19 Uhr gibt es Live-Musik aus Showa und Anime. Zuvor wird um 18 Uhr durch die derzeitige Sonderausstellung „Helden der Bühne und Schönheiten der Nacht“ geführt. Anlässlich der ukiyo-e-Ausstellung, einer Sammlung von 235 japanischen Holzschnitten, die die „fließende Welt“ Japans darstellen, präsentiert das Museum ein breites Begleitprogramm mit japanischem Schwerpunkt. Gemeinsam mit den Tönen dieses Konzerts kann der Besucher in die Welt des ukiyo-e hinübergleiten.
Das 2007 gegründete Musikalische Ensemble der Japanologie Frankfurt besteht aus drei Musikern, die an der Johann Wolfgang Goethe-Universität studieren. Die 26jährige Melanie Balikci zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Stimme aus und spielt sowohl Klavier als auch Gitarre. Ji-Sung musiziert mit Geige und Klavier und Felix Riechwald begleitet auf dem Bass oder dem Klavier.
Das Ensemble präsentiert an diesem Abend japanische Stücke aus der Showa-Ära Japans, die von den 20er Jahren bis Ende der 80er Jahre andauerte, sowie einige Titelmelodien aus bekannten Zeichentrickfilmen. Die Showa-Zeit, die „Ära des erleuchteten Friedens“, bezeichnet eine Epoche Japans, nämlich die Regierungszeit des dritten japanischen Kaisers Hirohito, des 124. Tenno Japans. Er regierte von 1926 bis 1989 und trägt seit seinem Tod 1989 nach japanischem Brauch selbst den Namen Showa oder Showa-Tenno.
Der Schwerpunkt des angekündigten Konzerts liegt auf japanischer Disko- und Pop-Musik der 70er und 80er Jahre. Diese Stücke werden in Japan natsukashii melodies, in der japanischen Umgangssprache auch natsu-mero-Songs genannt, was so viel wie „nostalgische Melodien“ bedeutet. Mit ausgeprägter ästhetischer Sensibilität und einem großen Verständnis für Musikformen setzt die japanische Musikgruppe die Darstellung um.
Wenn die japanischen Rhythmen und der Gesang am Mittwochabend die Besucher in die Welt Japans entführen, soll dies in Verbindung mit der Ausstellung auch einen Eindruck von den „Bildern der fließenden Welt“ Japans vermitteln und damit eine Vorstellung der Kultur des populären japanischen Holzschnitts seit dem 17. Jahrhundert.
Dabei entstanden Bilder auf die Schnelle wie beispielsweise Werbedrucke für Schauspieler und Prostituierte oder Erinnerungsbilder von Landschaften, die jeder zum Preis eines Nudelgerichts im alten Edo, Kyoto oder Osaka auf der Straße erwerben konnte. In ihrer Gesamtheit bieten die 235 Holzschnitte in dieser Ausstellung einen repräsentativen Überblick über die bedeutendsten Kapitel dieser großen Kunst Japans auf einem hohen Qualitätsniveau.
Veranstaltungsort
Museum für Angewandte Kunst Frankfurt
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt
Weitere Informationen finden Sie unter
www.angewandtekunst-frankfurt.de