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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Dr. Ralf Convents

Veröffentlicht am 31.10.2007     Artikel drucken

Kunstfilm und Filmkunst: Positives Fazit der KunstFilmBiennale 2007

Erweiterung der KunstFilmBiennale um internationales Kinoprogramm voller Erfolg

Köln und Bonn. Die diesjährige KunstFilmBiennale in Köln und Bonn kann ein überaus positives Fazit ziehen: Mit rund 3500 gezählten Zuschauern bei den 50 Veranstaltungen hat sich die Besucherzahl nahezu verdoppelt. Besonders stark frequentiert waren die Filmvorführungen im Filmforum im Museum Ludwig und im Kölnischen Kunstverein.

Sehr erfolgreich war auch die neue Reihe mit künstlerisch anspruchsvollem Erzählkino im Kölner Lichtspieltheater Odeon. Einer der Höhepunkte war der Gewinner der diesjährigen Goldenen Palme von Cannes, der rumänische Film „4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“ von Cristian Mungiú sowie „You, the Living“ von Roy Andersson.

Etwa 15 Prozent der Gesamtbesucher wurden an den Bonner Spielstätten gezählt, wohin sich die KunstFilmBiennale erstmals geographisch ausgedehnt hatte: Im Kunstmuseum und im Kino Rex sind in Parallelvorstellungen zu Köln die beiden Retrospektiven von Sarah Morris und Shirin Neshat sowie das Filmkunstprogramm gezeigt worden.

Bei dem eintägigen internationalen Symposium über das Verhältnis von Kunst und Kino war die Aula der Kunsthochschule für Medien zeitweise überfüllt, was Rückschlüsse auf die Aktualität des Themas zulässt: Die Leute hörten stehend zu, vor allem bei den Gesprächen mit den Filmemacherinnen Shirin Neshat, Ulrike Ottinger und Marina Abramovic, die ihre aktuellen Projekte vorstellten.

Wissenschaftlich aufgearbeitet wurde der Diskurs durch den in Köln lebenden Filmkritiker Daniel Kothenschulte sowie den Pariser Filmwissenschaftler Philippe Dubois. Sowohl die hochkarätige Besetzung des Symposiums als auch deren informative unterhaltsame Beiträge ließen die Veranstaltung ausgesprochen spannend und kurzweilig erscheinen.

Kunstfilm und Filmkunst: Positives Fazit der KunstFilmBiennale 2007
Einer der Gewinner Internationaler Wettbewerb: Szene aus "Lonely Planet" (2006) von Julian Rosefeldt

Wie wir bereits gemeldet hatten, entschied sich die Jury des Internationalen Wettbewerbs, den mit 15 000 Euro dotierten, von der Filmstiftung NRW bereitgestellten Preis zu gleichen Teilen an zwei Filme zu vergeben: „Stealing Beauty“ des Israelis Guy Ben-Ner und „Lonely Planet“ des deutschen Medienkünstlers Julian Rosefeldt. Ebenfalls geteilt wurde das Preisgeld im Wettbewerb um den BILD-KUNST Förderpreis für experimentellen Film, der mit 25 000 Euro dotiert ist und von der VG Bild-Kunst gestiftet wird.

Die Gewinner: „Ferne Intimität“ von Sylvia Schedelbauer und „Das Modell“ von Florian Gwinner. Bei der Präsentation der 49 Wettbewerbsbeiträge für den BILD-KUNST Förderpreis, die sich aus 397 Einreichungen für die Endrunde qualifiziert hatten, waren die Ränge immer gut gefüllt und bis zu siebzig Prozent der beteiligten Filmemacher zum anschließenden Gespräch anwesend.

Alle beteiligten Partner erklärten, dass sie das eingeschlagene Konzept mit dem neuen Programmbaustein Filmkunst beim nächsten Festival in zwei Jahren ausbauen und programmatisch optimieren wollen. „Die Zahlen belegen, dass der Ansatz richtig ist, in Köln ein verloren geglaubtes Publikum für anspruchsvolle Filme zurück zu gewinnen“, sagt Heinz-Peter Schwerfel, künstlerischer Leiter der KunstFilmBiennale.



Die KunstFilmBiennale wird veranstaltet von der SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn, in Zusammenarbeit mit der Kunststiftung NRW, der Filmstiftung NRW, der VG Bild-Kunst und der Stadt Köln.

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