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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Dr. Ralf Convents

Veröffentlicht am 17.09.2007     Artikel drucken

Kino und Kunst von Abramovic bis Warhol

Das vollständige Programm der KunstFilmBiennale ist jetzt online

Die diesjährige KunstFilmBiennale, die vom 18. bis 24. Oktober in Köln und erstmals auch in Bonn stattfindet, erweitert ihr Programmspektrum. Als wichtigste Neuerung neben der geografischen Ausdehnung wird erstmals neben Kunstfilm auch Filmkunst gezeigt.

Im Kölner Kino Odeon und im Bonner Rex Lichtspieltheater laufen insgesamt sieben künstlerisch herausragende Kinofilme: Eröffnet wird das Programm am 17. Oktober in Bonn mit dem Gewinner der diesjährigen Goldenen Palme von Cannes „4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage“ (4 luni, 3 saptamini si 2 zile) des rumänischen Regisseurs Cristian Mungiú. Es folgen unter anderem die romantische Komödie „Cashback“ von Sean Ellis, die deutsche Produktion „Die Unerzogenen“ von Pia Marais und in deutscher Erstaufführung das neueste Werk „You, the Living“ des schwedischen Kultregisseurs Roy Andersson.

Spielorte für den Internationalen Wettbewerb und die Konkurrenz um den Bild-Kunst Förderpreis für experimentellen Film sind wieder das Filmforum im Museum Ludwig und der Kölnische Kunstverein. Insgesamt werden in den beiden Wettbewerben rund 100 aktuelle Arbeiten zu sehen sein.

Kino und Kunst von Abramovic bis Warhol
©Marina Abramovic: Balkan Erotic Epic (Filmstill 2)

Zahlreiche Gäste haben ihre persönliche Teilnahme bereits zugesagt, darunter die Regisseurinnen der Wettbewerbsfilme „A Walk into the Sea“, Esther B. Robinson, und „Prater“, Ulrike Ottinger, sowie die Künstler Jesper Just, Marina Abramovic oder Gabriela Fridriksdóttir, deren Film „Ouroboros” beim Island-Special Weltpremiere feiern wird.

Weitere Höhepunkte sind im Filmforum im Kölner Museum Ludwig und im Kunstmuseum Bonn die Retrospektiven der in New York lebenden iranischen Künstlerin Shirin Neshat, die soeben ihren ersten Kinofilm abgedreht hat, und der Amerikanerin Sarah Morris, die fünf filmische Städteportraits, welche die Rastertechnik ihrer abstrakten Malerei eigenwillig und erfolgreich auf den Dokumentarfilm übertragen, vorstellt.

In Sonderprogrammen laufen im Kölnischen Kunstverein der neueste Film des Underground-Pioniers Wilhelm Hein und in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Köln der fünfstündige Directors Cut von „Brinkmanns Zorn“. Außerdem wird die Mehrkanal-Installation „The Perfectionist“ des in Berlin lebenden Künstlers Julian Rosefeldt in der Kölner Baukunst Galerie zu sehen sein.

Begleitend findet am Sonntag, 21. Oktober in der Kunsthochschule für Medien Köln ein wissenschaftliches Symposium zur Beziehung von „Kunst – Film – Kunst“ statt mit Vorträgen von namhaften Künstlern, Filmemachern und Kuratoren.

www.kunstfilmbiennale.de

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