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von Andreas Stucken
Veröffentlicht am 14.07.2006 Artikel drucken
Karen Irmer befasst sich in ihrer Arbeit "was sein kann muss sein" mit Dingen, die uns im Leben scheinbar immer wieder begegnen, uns jedoch immer wieder aufs Neue überraschen, treffen und irritieren.
Die surreale Rauminsituation, die die Künstlerin bei Ihrer Ausstellung vom 23.07 bis zum 08.10.2006 in der Neuen Galerie im Höhmannhaus (Maximilianstr. 48, 86150 Augsburg) entstehen lässt, versetzt den Betrachter in ungewohntes Terrain. Zeitliche und räumliche Linearität löst sich auf, weder auf Größen noch auf Farben ist mehr Verlass.
So erscheint einer der Durchgänge des Ausstellungsraums plötzlich unwahrscheinlich winzig, so dass sich der Besucher nur mit größter Mühe hindurchzwängen kann. Andere Gegenstände verändern oder verlieren ihre Farbe; Scheinbar zusammengehörige Panoramafotografien entlarven sich bei genauerem hinsehen als Unmöglichkeiten; scheinbar Greifbares verliert sich in der Projektion auf Nebel.
Karen Irmer ist zusätzlich im H2 - Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast (Am Glaspalast 1 /Amagasakiallee, 86153 Augsburg) mit der sechsteiligen Fotoarbeit "déjà-vu" vertreten, die von der Stadt Augsburg im Jahr 2005 erworben wurde.
Das H2 wurde am 23. Mai 2006 als Augsburgs neues städtisches Museum für zeitgenössische Kunst eröffnet. Für das H2 entstanden auf über 2.000 m2 nicht nur weitläufige, sondern auch ungewöhnlich spannende Ausstellungsflächen für junge Kunst, die zugleich den Charakter des ehemaligen Industriebaus bewahren.
Schön zu sehen, mit welcher Kraft die junge Künstlerin Ihre Arbeit in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt hat. Nach der Verleihung des Kunstförderpreises 2002 folgten weitere Auszeichnungen in erstaunlicher Kontinuität. So erhielt Sie unter anderem 2004 ein Arbeitsstipendium des Else-Heiliger-Fonds der Konrad-Adenauer-Stiftung Berlin und 2005 den Kunstpreis des Bezirks Schwaben.
Karen Irmer wird repräsentiert durch:
Stucken Art Consulting