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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Dr. Ralf Convents

Veröffentlicht am 05.09.2005     Artikel drucken

Jump Cut - Nights - Choreographische Strukturen in bewegten Bildern

Am kommenden Donnerstag, 8. September, startet das neue Projekt der Stiftung Kultur Köln: "Jump Cut - Nights - Choreographische Strukturen in bewegten Bildern":

Einmal im Monat werden in einer Filmnacht künstlerische Arbeiten zu bestimmten Themen präsentiert, die jeweils mit einer Lecture eingeleitet werden. Zur Eröffnung der Reihe präsentieren wir am ersten Abend, der unter dem Titel "Visual Sounds" steht, ein LateNight Special mit VJ Yvette Klein (www.traumschallplatten.de).

Bei Choreographie denkt man an Tanz, an Kompositionen mit Körpern in Bewegung. In einem erweiterten Sinn kann der Begriff auf mediale Inszenierungstechniken übertragen werden, die vor allem auf eine visuelle Rhythmisierung von Bildern abzielen. Seit der Frühzeit des Films spielen diese Techniken gerade dort eine Rolle, wo es abseits narrativer Handlungszusammenhänge um eine Auseinandersetzung mit Zeit und Rhythmus geht.

Visualisierung von Musik und Rhythmisierung des Bildes - zwischen diesen Polen lotet die Veranstaltungsreihe Jump Cuts Verbindungen und Interferenzen aus. Sie widmet sich dem in-between der Medien Film, Tanz und Musik angefangen vom Avantgardefilm der 20er Jahre über die Videokunst bis hin zur Bildorganisation in digitalen Medien.

Der erste Veranstaltungsabend, der unter dem Thema "Visual Sounds / VJ Installationen" steht, bietet einen historischen Einstieg in die Wechselwirkungen zwischen Musik und bildender Kunst bzw. Film.

Donnerstag, 8. September um 19 Uhr im Studio der
SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln



Filmprogramm u.a.: Hans Richter: "Rhythmus 23", 1923, 4 min. s/w, o. Ton Man Ray: "Emak Bakia", 1927, 17 min., s/w, Ton
Oskar Fischinger: "Spiritual Constructions", 1927-29, 7 min. s/w, Ton
James & John Whitney, Film Exercises 1-4, 1943-44, 16mm., 12 min. Farbe, Ton
Harry Smith, "Early Abstractions" #7, 10, 1951, 16mm., 4 min., Farbe, o. Ton.
Len Lye: "Rhythm", 1957, 16mm., 1 min. s/w, Ton
Nam June Paik: "Merce by Merce by Paik, Part One: Five Segments", 1975/76, Video, 15.30 min., Farbe, Ton
Pipilotti Rist: "I am not the Girl who misses much", 1986, Video, 7.46, Farbe, Ton.
Jonathan Horowitz: "The Body Song", 1997, Video, 6 min., Farbe, Ton
John Bock: "Alice Cooper", 2001, Video, 6 min., Farbe, Ton

Die darauffolgenden Veranstaltungstermine beleuchten die Dimension des Choreographischen vor allem unter darstellerischen und wirkungsästhetischen Gesichtspunkten.

Konzept: Birgit Hauska / Dr. Rita Kramp / Detlef Langer
Organisation: Birgit Hauska / Dr. Rita Kramp
Kuratorin: Dr. Anja Osswald, Berlin
Planungsgremium: Kathrin Becker (Neuer Berliner Kunstverein), Dr. Barbara Engelbach (Museum Ludwig Köln), Birgit Hauska (SK Stiftung Kultur Köln), Dr. Rita Kramp (SK Stiftung Kultur Köln), Detlef Langer (SK Stiftung Kultur Köln), Cathrin Lorch (FAZ u.a., Videonale Bonn)

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