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von Saskia Hammann
Veröffentlicht am 02.11.2010 Artikel drucken
Am 26. November 2010 wurde im Stadthaus am Dom Wetzlar eine Ausstellung mit Arbeiten des genialen Zeichners und Grafikers Horst Janssen (1929-1995) eröffnet. Der als Exzentriker und Egomane verschriene Janssen ist ein Künstler mit Weltruhm: Seine Ausstellungen wurden schon zu Lebzeiten in den USA, Japan, Russland und Europa gezeigt.
Die Ausstellung im Ausstellungssaal des Stadthauses ist eine Kooperation des Kulturamtes Wetzlar mit der Galerie am Dom und ist bis zum 9. Januar 2011 zu sehen.
Horst Janssen (1929 – 1995), war Zeichner, Radierer, Lithograf, Holzschnittkünstler, Autor, Plakatkünstler und Illustrator. Er gilt heute als einer der bedeutendsten Grafiker und Zeichner der Nachkriegszeit.
Als international bekannter Künstler bestimmte er zusammen mit Paul Wunderlich und dem früh verstorbenen Georg Gresko das Bild der Hamburger Kunstszene in den sechziger Jahren. Seine einzigartige Leistung ist die exzessive Wiederkehr von Figur, Landschaft und Realien in der Kunst zur Zeit der Abstraktion.
Das Werk Janssens ist in seiner zeichnerischen Genialität und Radikalität unübertroffen. Vor allem Szenen der Natur stellt der Künstler in das Zentrum seiner Werke. Horst Janssen beeindruckt durch meisterhafte Zeichenkunst und die bildhaften Variationen eines Themas. Er verband in seiner satirischen Bildsprache stilistische Elemente der Neuen Sachlichkeit und des frühen Psychologischen Expressionismus zu einer eigenwilligen, kafkaesk-humorvollen Form des Phantastischen Realismus. Besonders bekannt geworden sind seine Selbstportraits und Bildnisse, die er expressiv verzogen und in kolorierten Radierungen darstellte.
Die Ausstellung im Stadthaus am Dom ist eine Kooperation des Kulturamts Wetzlar mit der Galerie am Dom und zeigt neben zahlreichen Radierungen auch Unikate wie Zeichnungen und Aquarelle.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.galerie-am-dom.de