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von aspektmedia
Veröffentlicht am 27.11.2008 Artikel drucken
Von Christian Floto und Martin Winkelheide
Albert Schweitzer, der elsässische Arzt, Philosoph und Theologe ging davon aus, dass sich Menschen beim Nachsinnen wechselseitig als Brüder erkennen, die über sich und ihre Grenzen nachdenken.
So begegnen sich Arzt und Patient - im Idealfall. Ein solches Verhältnis wächst oft in Jahrzehnten teilnehmender Begleitung, beim klassischen Hausarzt von der Geburt bis zum Abschiednehmen.
Bei der Konsultation von Fachärzten oder Chirurgen im Krankenhaus kann ein solches Vertrauensverhältnis selten wachsen. Da muss in wenigen Minuten über zu erwartende Behandlungen und Risiken informiert werden und zugleich so viel Zuspruch erfolgen, dass der Patient die Unwägbarkeiten auf sich nimmt.
In einer solchen Situation versagen meist kritische Reflexe, verwandeln sich Ärzte aus der Sicht der Betroffenen mitunter in die berühmten "Halbgötter in Weiß", gelten schon die Aussichten auf Linderung des Schmerzes als Heilsversprechen.
Auf das "salus aegroti" verpflichten sich bis heute die Ärzte im hippokratischen Eid: auf das Wohl, auf das Heil des Kranken. Was aber geschieht, wenn die Heilkunst zu Kunstfehlern führt - oft mit fatalen Folgen? Oder wenn ökonomische Kriterien zu konkurrierenden Entscheidungsparametern zu werden drohen?
"Hippokrates" - eine Lange Nacht über ärztlichen Alltag und die Ehrfurcht vor dem Leben gibt einen umfassenden Einblick in die Verantwortung für die Gesundheit.
Sendetermin:
29.11.2008
um 0.05 Uhr in Deutschlandradio Kultur
und zeitversetzt ab 23.05 Uhr im Deutschlandfunk
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.dradio.de/dlf/