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von Birgit Gablowski
Veröffentlicht am 02.02.2009 Artikel drucken
Meisterwerke des japanischen Holzschnitts aus den Sammlungen Otto Riese und Johann Georg Geyger
Der ukiyoe-Holzschnitt gehört seit dem späten 19. Jahrhundert zu den einflussreichsten Beiträgen Japans zur Weltkunst. Maler wie Monet und Van Gogh erlagen seinem Charme, und nach ihnen zahlreiche Sammler in aller Welt. Im Jahr 2000 gelang dem Museum für Angewandte Kunst der Erwerb der Sammlung des Malers und Städelprofessors Johann Georg Geyger (1921-2004), deren Besonderheit in der Konzentration auf die ersten hundert Jahre dieser Kunst von der Mitte des 17. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts liegt.
Trotz ihrer lediglich 63 Blätter zählte sie zu den bedeutendsten Sammlungen ihrer Art weltweit. Zusätzlich dazu erhielt das Museum jüngst 179 hoch bedeutende Holzschnitte als längerfristige Leihgabe. Sie stammen aus dem Besitz des gebürtigen Frankfurters Otto Riese (1894-1977), der wie J. G. Geyger sich von Jugend an für das ukiyoe begeisterte.
Seine Sammlung umfasst alle großen Epochen und Namen des ukiyoe, von der Frühphase - hier bieten sich faszinierende Anknüpfungspunkte zu Geygers Holzschnitten - über die klassischen Meister des Kurtisanen- und Schauspielerporträts, Utamaro und Sharaku, bis hin zu großen Namen der späteren Jahre wie Hokusai und Hiroshige.
In ihrer Gesamtheit bieten die mehr als 240 in dieser Ausstellung präsentierten Holzschnitte einen repräsentativen Überblick über die bedeutendsten Kapitel dieser großen Kunst Japans, und das auf einem Qualitätsniveau, das weltweit seinesgleichen sucht.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit Aufsätzen von Stephan von der Schulenburg und Shiroge Oikawa/Tokio.
Eröffnung
Mittwoch, 18 Februar 09, 19h
Ausstellungsdauer
19. Februar – 19. April 09
Ausstellungsort
Museum für angewandte Kunst Frankfurt
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt
Weitere Informationen finden Sie unter
www.angewandtekunst-frankfurt.de