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von Michael Wüst
Veröffentlicht am 14.03.2006 Artikel drucken
Neue Ausstellung in der whiteBOX
Gute Aussichten – junge deutsche Fotografie wurde 2004 als erster bundesdeutscher Wettbewerb für Diplomarbeiten aus dem Fachbereich Fotografie aus der Taufe gehoben. Ansprechpartner waren Hochschulen und Akademien.
22 Institutionen mit 60 Arbeiten bewarben sich beim ersten Mal, es folgten Ausstellungen der 10 Gewinner im Kunstverein Wiesbaden und im Haus der Fotografie, Hamburg. Schon beim zweiten Mal kam ein richtiger Schub.
Ein Drittel mehr Bewerbungen führte zu den 13 Gewinnern des Jahres 2005/2006, die jetzt ab 5. Mai 2006 in der whiteBOX zu sehen sind. Diese Ausstellung durchlief vor der whiteBOX die Frankfurter Buchmesse, dann ging´s ins Museum für Fotografie, Berlin, wieder Haus der Fotografie, Hamburg, Künstlerhaus Dortmund, schließlich der Mousonturm, Frankfurt am Main.
In Zusammenarbeit mit dem Goetheinstitut ist vorgesehen, Rabat, Marokko, Washington DC, USA, Casablanca, Marokko und Algier. Initiiert von der Kuratorin und Ausstellungsmacherin Josefine Raab, die bei der Eröffnung am 4. Mai in der whiteBOX sprechen wird, und mit getragen von Stefan Becht, Pressearbeit und Marketing ist hier wohl das wichtigste Forum derzeit für neue deutsche Fotografie entstanden. An die 25.000 Besucher sahen die `Gute Aussichten´ bisher.
133 Motive werden in der whiteBOX zu sehen sein. Unterschiedlichste Formate und Ausführungen – vom klassischen gerahmten C-Print, über Laserkopien und Inkjet-Prints, über Farbdiapositive in Leuchtkästen und Diasec auf Plexiglas bis hin zu einer großformatigen Wandarbeit aus Kopierpapier.
Seriell angelegte Fotografie bei Henning Rogge (Schauinsland), Robert Voit (Enchanted Wood) und Christian Wolter (Blühende Landschaften), inszenierte Bildsujets bei Bettina Metzen (Selbstgespräche mit dem Universum) und Nadine Fraczkowski (Labelstore), essayistisch-narrativ angelegte Fotos bei Markus Uhr (Die Großen Die Kleineren Die Mittlerern).
Medienreflexive Arbeiten von Martin Willner (Terror Terra Errata) und Philipp Goldbach (Japan Ekphrasen), ein verschlüsseltes Triptychon von Tobias Hübel (Steady State), die Untersuchung Peter Wildangers zu der Darstellbarkeit von dreidimensionalem Raum im zweidimensionalem Bild (innen-aussen), Claudia Christoffels überklebte Computerprints als Wahrnehmungsspiel (Gaffadream), die fotografische Übersetzung von Delia Keller zu der Erzählung `Eisbären´ von Marie Luise Kaschnitz und zu guter Letzt die großflächige Wandarbeit aus ineinander verwobenen Bildstreifen von Kathi Schröder auf der Grundlage von Max Frischs Roman `Stiller´- eine abwechslungs- und spannungsreiche Entdeckungsreise für den geneigten Zuschauer.
Labelstore von Nadine Fraczkowski
Terror Terra Errata von Martin Willner
Fotografische Übersetzung von Delia Keller zu der Erzählung `Eisbären´ von Marie Luise Kaschnitz
Eröffnung: Donnerstag, 4. Mai 2006, 19.00 Uhr
- Es spricht Kuratorin Josefine Raab
Dauer: 5. Mai – 11. Juni 2006
Do, Fr 17.00 Uhr - 21.00 Uhr
Sa, So +Fei 15.00 Uhr – 20.00 Uhr
E: 2,-€
www.kultfabrik.de
www.guteaussichten.org