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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Andreas Stucken

Veröffentlicht am 14.10.2009     Artikel drucken

Gregor Cürten - Wahlvergangenheit

Wir freuen uns sehr, Ihnen unsere nächste Ausstellung des Malers Gregor Cürten (geb. 1947, Hückeswagen) ankündigen zu können. Der Kunsthistoriker Dr. Ralf F. Hartmann, Leiter der Galerie Nord / Kunstverein Tiergarten wird am 16. Oktober, 19 Uhr eine Einführung in die Ausstellung Gregor Cürtens mit dem Titel „Wahlvergangenheit“ geben, zu der wir Sie heute herzlich einladen!

Gregor Cürten - WahlvergangenheitGregor Cürten studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, lebte und arbeitete in Köln und München, bevor es ihn 2005 nach Berlin zog. In seiner figurativ-narrativen Malerei greift Cürten einzelne Motive und Details wie Gesten, Gegenstände, Gesichter oder Szenen aus einer Fotografiesammlung von Privatfotos auf.

Durch Cürtens besondere Maltechnik, einem pastosen, zeichnerischen Farbauftrag mit durchscheinender Eitempera und dem Verfahren der Enkaustik – mit Wachs gebundene Farbpigmente auf Leinwand gegossen – erhalten die scheinbar alltäglichen Motive aus unterschiedlichen Jahrzehnten eine seltsam prägnante Ästhetik, die zeitlos und vergänglich wirkt.

Gregor Cürtens analytisch-thematischer Umgang mit dem Bildsujet eines gesellschaftlich-kollektiven und zugleich privaten „Bild-Gedächtnisses“ und sein zeichnerischer, skizzierender Umgang mittels einer transparenten Malerei bauen in jedem Bild eine rätselhafte Spannung auf, die Fragen nach unserem gegenwärtigem Umgang mit dem Medium Bild in einer Zeit von „Bildverlust und Bilderflut“ aufwerfen.

Erinnerungsbilder sind immer mit einer bestimmten Zeit, einer Jahreszahl und Epoche verbunden, in der sich persönliche und politisch-gesellschaftsrelevante Geschehnisse parallel ereignen. Gregor Cürtens Bilder scheinen Abdrücke, Palimpseste dieser Bildräume und der in ihnen liegenden Vergangenheiten zu sein. Durch die malerische Präsenz changieren die Bildmotive zwischen den verschiedenen Vergangenheiten und der Gegenwart und sie sind zudem auch gesellschaftskritisch zu verstehen, wie Dr. Ralf F. Hartmann beschreibt: „Gerade um die Mechanismen des menschlichen Gedächtnisses geht es dem Maler, wenn er sein subjektives Bildarsenal mit jener offiziellen Bildwelt der Geschichte abgleicht, um Verwerfungen, Überblendungen und Korrekturen kritisch zu analysieren und sie im Medium der Malerei nachvollziehbar zu machen.“

Eröffnung: Freitag, 16.10.2009, 19 Uhr
Einführung: Dr. Ralf F. Hartmann, Galerie Nord / Kunstverein Tiergarten
Laufzeit: 17.10. – 14.11.2009
Finissage: Freitag, 13.11.2009, 19 Uhr

Öffnungszeiten: Do - Fr. 14 - 19 Uhr, Sa 10 - 14 Uhr und nach Vereinbarung

Zweigstelle Berlin | Lehrter Str. 37 | D-10557 Berlin | Fon: +49 (0) 30 / 39 88 55 99

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