Galerien und Kunst : GalerienVirtuell

Neue Beiträge per
RSS
kostenlos
abonnieren.
RSS

Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

ArtikelübersichtArtikel verfassen

von Hermann Kuhl

Veröffentlicht am 10.08.2007     Artikel drucken

Gott und die Welt kommen ins Emsland

Schloss Clemenswerth stellt niederländische Graphiken des 16. Jahrhunderts aus

Gott und die Welt kommen ins Emsland
Ab dem 2. September 2007 ist im Emslandmuseum Schloss Clemenswerth die Ausstellung "Gott und die Welt – Niederländische Graphik des 16. Jahrhunderts" zu sehen.

Den Kern bilden die drei herausragenden niederländischen Künstler des 16. Jahrhunderts Lucas van Leyden, Pieter Brueghel d. Ä. und Hendrick Goltzius.

Gott und die Welt kommen ins Emsland
Schloss Clemenswerth im Luftbild

Ferner sind Kupferstiche, Radierungen und Holzschnitte weiterer zeitgenössischer niederländischer Künstler zu sehen. Alle Exponate stammen aus der Kunstsammlung der Universität Göttingen. Bis zum 31. Oktober ist die Ausstellung außer montags täglich von 10-18 Uhr geöffnet.

"Gott und die Welt" zeigt die Entwicklung der Bildmotive in der niederländischen Kunst im Verlaufe des 16. Jahrhunderts. Zu Beginn der Frühen Neuzeit verdrängten weltliche Themen, wie Genre- und Landschaftsdarstellungen sowie die Porträtkunst, aber auch wissenschaftliche Darstellungen, zunehmend die bis dato vorherrschenden religiösen Motive.

Gott und die Welt kommen ins Emsland
Lot und seine Töchter, von Lucas van Leyden

Lucas van Leyden (um 1494-1533) steht für das frühe 16. Jahrhundert. Er gilt als bedeutendster niederländischer Kupferstecher der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Lucas van Leyden, der 1521 in Antwerpen eine Begegnung mit Albrecht Dürer hatte, beeinflusste mit seinen Bildfindungen selbst Rembrandt van Rijn, einen der größten Künstler des 17. Jahrhunderts.

Gott und die Welt kommen ins Emsland
Schlittschuhläufer vor dem St. Georgstor von Antwerpen, von Frans Huys nach Pieter Brueghel d.Ä.

Pieter Brueghel d. Ä. (1525/30-1569), ein großer nordischer Künstler seiner Zeit, steht für das mittlere 16. Jahrhundert. Neben seinen etwa 40 Gemälden und rund 100 Handzeichnungen gibt es auch gut 300 nach seiner Erfindung gearbeitete Kupferstiche.

Pieter Brueghel d. Ä. führte die Darstellung der Welt der Bauern als neues Genre ein, schilderte als Erster das Wesen der Jahreszeiten und verstand es meisterhaft, das Tragische und gleichzeitig Komische der menschlichen Existenz tief empfunden wiederzugeben.

Gott und die Welt kommen ins Emsland
Exotische Tiere und Jagdszene, von Adriaen Collaert

Hendrick Goltzius (1558-1617) steht in der Ausstellung für das späte 16. Jahrhundert. Seine entwicklungsgeschichtliche Bedeutung beruht vor allem auf der Ausformulierung einer virtuosen Stichtechnik. Goltzius wies dem niederländischen Kupferstich des 17. Jahrhunderts die Richtung.

"Gott und die Welt" ist Teil einer fortzusetzenden Ausstellungsreihe mit Graphiken aus der Frühen Neuzeit, um eben diese Zeit und ihre Themen in Kunst, Kunstgewerbe und Architektur dem interessierten Museumspublikum auf Schloss Clemenswerth näher zu bringen. Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es unter www.schlossclemenswerth.de.


Titel: Gott & die Welt – Niederländische Graphik des 16. Jahrhunderts
Ort: Emslandmuseum Schloss Clemenswerth, 49751 Sögel
Dauer: 2. September bis 31. Oktober 2007
Öffnungszeiten: täglich von 10-18 Uhr (außer montags)
Tel.: 05952/932325

Künstlerverzeichnis
Kunstreport
Suchanfrage starten...