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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Dada Post

Veröffentlicht am 01.09.2009     Artikel drucken

Galerie Dada Post präsentiert Influxus/Influxus

Die Ausstellung Influxus/Influxus wird durch zwei Phänomene angeregt. Erstens durch den steten Zustrom von Künstlern aus aller Welt nach Berlin - seit 1989 auch aus den vorrübergehend abgeschotteten osteuropäischen Ländern. Als Folge wurde Berlin eine internationale Schnittstelle für die verschiedensten Ideen, welche derzeit die Basis jeglicher zeitgenössischen Kunst bilden.

Die zweite Inspiration ist die nun mögliche Überprüfung der entstandenen Praktiken, die mit den Neo-Dada/Fluxus Vermächtnisen verbunden sind, anhand west- als auch osteuropäischer Beispiele.

Tatsächlich sind die allgegenwärtigen Spuren der Neo-Dada-Fluxus-Bewegung eine Untersuchung wert. Dieses Erbe kann heute innerhalb der westlichen Kunstpraxis bezeichnenderweise als formalistisch betrachtet werden, während im osteuropäischen Kontext auf Grund der geschichtlichen Trennung vielmehr die ursprünglichere Haltung einer Plattform der zivilen Bewegung übrig blieb.

Die auffällige Konvergenz, die sich aus der Zusammenführung dieser veränderten Annäherungen ergibt, wird Gegenstand der Betrachtung. Die gängige Meinung ist: alles kann Kunst sein, oder alles kann in ein Kunstwerk eingebunden werden. Heute liegen beide Traditionen innerhalb der art for art’s sake Doktrin bequem zusammen. Jedoch die Annahme, daß Kunstäußerungen, die zur ästhetischen Betrachtung angeboten werden, auch Ideen enthalten, lässt einen wahrgenommenen Gegensatz dieser zwei Entwicklungen verstummem. Es sind aus der gleichen Quelle gespeiste parallele Entwicklungen, die in einer kurzen Zwischenphase durch unterschiedliche Lebenserfahrungen bedingt waren.

Historisch begann diese Praxis als Antwort auf den Wahnsinn des Ersten Weltkrieges, die später nach dem Zweiten Weltkrieg zwei unterschiedliche Veränderungen durchmachte: Eine im Westen unter dem demokratisch kapitalistischen System und die andere im Osten unter der Erfahrung eines totalitären Kommunismus. Die Dadaisten erstrebten ein störendes Chaos gegen den Ersten Weltkrieg, die Künstler im Osten begehrten nach dem Zweiten Weltkrieg die Freiheit des Ausdruckes.

Die ursprünglichen Theorien und Prinzipien, sowie die neuen Gegebenheiten der Postmoderne sind alle relevant für die aus den künstlerischen Vermächtnissen hervorgegangene gegenwärtige Praxis, und für den größeren Kontext der menschlichen Tätigkeit.


Mit dabei sind u.a.
Monika Brandmeier, Redas Dirzys, Gregory Coates, Tom Holmes, Chantal Labinski, Sandra Eula Lee, Piotr Lutynski, Anders Helsten Nissen, Aisling O’Beirn, Roland Stratman, Martin Zet


Ausstellungsdauer
5.September bis 10.Oktober 2009

Eröffnung
5. September 2009 19:00 Uhr


Weitere Informationen finden Sie unter
www.dadapost.com