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von Michaela Derra
Veröffentlicht am 04.05.2009 Artikel drucken
“Zwei Monate vor unserer wichtigen Münchner Hauptauktion haben wir eine für die jetzige Zeit typische Versteigerung mit extremen Höhen und Tiefen erlebt,“ kommentiert Robert Ketterer seine Frühjahrsauktionen am 28./29. April.
„Deutliche Zurückhaltung im Kaufverhalten war bei hohen Schätzpreisen ebenso zu spüren, wie Steigerungen um ein Vielfaches bei attraktiv angesetzten Objekten. Generell jedoch sind die finanziellen Mittel vorhanden und werden auch gerne eingesetzt.“ führt der Inhaber von Ketterer Kunst weiter aus.
Gipfelsturm: Robert Ketterer erzielt mit
€ 35.000* für „Piz Morteratsch“ einen neuen
Weltrekord für ein Werk von Edward
Theodore Compton.
(Quelle: www.artnet.de)Bei einem Auktionsgesamterlös von € 1,6 Millionen erlebte gleich zu Beginn der Auktion Edward Theodore Comptons 1914 entstandenes Ölgemälde „Piz Morteratsch“ im Bereich der Alten und Neueren Meister einen Gipfelsturm im wahrsten Sinne des Wortes.
Zum einen schmelzen die Gletscher, und Gemälde dieser faszinierenden Eiswelt werden wertvoller. Zum anderen bewährte sich auch dieses Mal, wie bereits im Oktober 2008 (Edward Theodore Compton: „Gletscherplateau“, Taxe: € 7.000-9.000, Erlös: € 23.000*), die Strategie des attraktiven Schätzpreises.
Ein gutes Dutzend Interessenten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, England und der Slowakischen Republik, darunter auch fünf Neukunden, wussten den günstigen Aufrufpreis von € 7.000 sehr zu schätzen und lieferten sich ein heißes Bietgefecht. Den Sieg trug schließlich ein im Saal anwesender Österreicher bei einem Erlös von € 35.000* davon.
„Unsere Kunden wissen einfach was sie wollen. Zudem legen sie großen Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“ analysiert Robert Ketterer. So wurden beispielsweise die sieben Radierungen von Jusepe de Ribera zur Freude dreier Käufer aus Spanien und Italien fast durchgehend zum Schätzpreis abgegeben.
Ebenso erfreut war ein Sammler aus der Schweiz, der, wie knapp 30 Prozent der Auktionsteilnehmer, zum ersten Mal bei Ketterer Kunst bot und sich gleich zehn der elf angebotenen Grafik-Arbeiten von Albrecht Dürer sicherte.
Neben dem florentinischen Ölgemälde „Madonna mit dem Jesuskind und Johannes dem Täufer“, das ein englischer Sammler von geschätzten € 2.500-€ 3.000 bis auf einen Erlös von € 18.000* klettern ließ, erzielte auch ein „Früchtestillleben“ aus Deutschland eine enorme Steigerungsrate: Ein Sammler aus Belgien honorierte die Arbeit mit dem Erlös von € 21.000*.
Zoran Music
„Colline dalmate“. 1966.
Öl auf Leinwand. 81 x 100 cm.
Erlös: € 70.000*Der höchste Zuschlag der zweitägigen Veranstaltung wurde in der Abteilung NACH 1945/Zeitgenössische Kunst erzielt. Zoran Musics Ölgemälde “Colline dalmate“ aus dem Jahr 1966 war in Italien, San Marino, Österreich und Großbritannien heiß begehrt. Von den acht Telefonbietern setzte sich am Ende ein Sammler aus Griechenland mit € 70.000* durch.
Nach Österreich wanderte dagegen die unverwechselbare, zeitlose Arbeit von Markus Prachensky „Ohne Titel“. Hier genügte bereits der Erlös von € 39.000*, den ein privater Sammler bewilligte.
*Der Erlös entspricht dem Zuschlagspreis + 22 Prozent Aufgeld.
Weiter Informationen finden Sie unter
www.kettererkunst.de