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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von aquabitArt

Veröffentlicht am 22.04.2009     Artikel drucken

Frisch geschnittenes Gras aus dem Garten von Giganten

von der STRUKTUR ZUR FORM und zurück
neue Skulpturen und Malerei
von Peter Lindenberg in der Galerie aquabitArt


Frisch geschnittenes Gras aus dem Garten von GigantenLandschaft; Frühjahr
(Öl auf Leinwand, Ausschnitt)
Frisch geschnittenes Gras aus dem Garten von Giganten - so ließe sich die größte und zentrale Skulptur dieser Ausstellung benennen. Gut zwanzig Holzbalken, individuell zugesägt, geschliffen und grasgrün gefasst, stehen aufrecht über einer Grundfläche von 2 x 3 Metern. Graue Eisenrohre, zu Schleifen und Schlingen gebogen, verbinden die drei bis vier Meter hohen Holme miteinander.

Als Struktur-Element sind die Rohre unverzichtbar, da nur sie den frei stehenden Hölzern statisch Halt verleihen. Inhaltlich werfen sie zunächst ein Rätsel auf. Der Titel "Grasgewitter" bietet eine kuriose Lösung: Unterdimensionierte Gewitterwolken, mit Rohr-Lineaturen in den Raum gezeichnet, und überdimensionierte Grashalme können einander begegnen, indem sie die strukturellen Proportionen ihres herkömmlichen Kontextes verlassen.

Auch die zweite, große Skulptur-Arbeit der Ausstellung hat Installations-Charkater:
Kunst-Kabinette aus Liliput, in der Senkrechten einer Galeriewand unter-, über- und nebeneinander angeordnet, bilden Segmente eines imaginären Museums. Jede einzelne dieser Architektur-Miniaturen ist in der Manier des Bauhauses oder des Internationalen Stils individuell gestaltet.

Frisch geschnittenes Gras aus dem Garten von GigantenGrasgewitter (Modell)Jede dieser zumeist weiß getünchten Zellen beherbergt zudem Kleinkunstwerke, teils als Wandarbeit, teils wiederum als Installation. Was hier zu sehen ist, sind Kunstwerke erster und zweiter Ordnung in- und miteinander verschachtelt. Gemeinsam bieten sie eine humorvolle Anspielung auf die strukturelle Dominanz des "White Cube" als vorherrschendem Paradigma für Ausstellungsräume im
20. Jahrhundert.


Peter Lindenberg wurde 1965 in Braunschweig geboren, studierte 1987 - 1994 ebenfalls in Braunschweig an der Hochschule für Bildende Kunst und lebt und arbeitet seit 1995 in Berlin.

Einzel- und Gruppenausstellungen u.a. in Frankreich (Paris), Belgien, USA, Luxemburg und Schweden - in Deutschland u. a. in Stuttgart, München, Düsseldorf, Hamburg, Bremen, Dresden, Gelsenkirchen und Lindern.
Realisierte Großskulpturen im Berliner Raum:
1. "Regenfeld", Skulpturengarten im Vivantes-Krankenhaus, Rubensstr., Schöneberg
2. "Wasserfall", Tennisclub Blau-Weiss, Grunewald
3. "Kapuzinerkresse", vor Galerie Pläcking, Sophienstr. 25, Mitte
Ein ausführlicher Text von Christoph Poche zum Werk Peter Lindenbergs findet sich auf www.art.aquabit.com.

aquabit - unter diesem Namen verfolgt die Gründerin Irina Ilieva ein innovatives Konzept der Verbindung von Kunst-Präsentation (Galerie aquabitArt), Architektur und Webdesign.

Ursprünglich in der Linienstr. 158 lokalisiert, wechselt die Galerie zum Anfang April 2009 in die Auguststr. 35, wo sie sich die Ausstellungsräume mit der dort seit mehreren Jahren ansässigen Friedman Galerie und Projekt teilt. Die Ausstellung mit Peter Lindenberg ist die erste Ausstellung von aquabitArt in den neuen Räumen.

Daneben bespielt aquabitArt auch immer wieder verschiedene, temporäre Ausstellungs-Orte. Zur Zeit zeigt aquabitArt parallel eine größere Ausstellung mit aktueller Malerei von Peter Lindenberg in der KANTPRAXIS, Kurfürstendamm 42, 10719 Berlin-Charlottenburg (bis 18. Dez. 2009).


Weitere Informationen finden Sie unter
www.art.aquabit.com

Vernissage: Freitag, 24. April, 19 h
Dauer: 24. April - 19. Juni 2009
Öffnungszeiten: Mittwoch - Samstag, 14:00 - 18:00h und nach Vereinbarung
Ort: Galerie aquabitArt, Auguststrasse 35, 10119 Berlin-Mitte

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