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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Birgit Gablowski

Veröffentlicht am 07.05.2009     Artikel drucken

Frankfurter Museum zeigt Arbeiten Bruno Martinazzis

Bruno Martinazzi
Mass Zahl und Gewicht
Museum für Angewandte Kunst Frankfurt
21. Mai - 30. August 2009


In Zusammenarbeit mit Ellen Maurer Zilioli, Fondazione Martinazzi

Frankfurter Museum  zeigt Arbeiten Bruno Martinazzis

Bruno Martinazzi nimmt seit den 60er Jahren in der Schmuckkunst des 20. Jahrhunderts international eine herausragende Position ein. Weltweit gilt er als Grand Seigneur des zeitgenössischen Autorenschmucks, seine Arbeiten als Goldschmied und Bildhauer sind rund um den Globus in bedeutenden Museen vertreten.

Mit Mass Zahl und Gewicht zeigt das Museum für Angewandte Kunst Frankfurt ausgewählte Bildwerke und Schmuck des heute 85jährigen Meisters. Die Ausstellung präsentiert etwa 70 Goldschmiedearbeiten aus dem Gesamtwerk Bruno Martinazzis und zeigt den Werdegang des Autors und sein ästhetisches Anliegen. Weitere Stationen der Ausstellung waren Florenz (Museo degli Argenti, Palazzo Pitti) und Turin (Palazzo Bricherasio).

Martinazzis Werk setzt zeitlose Signale. Mit seinen Arbeiten schreibt der Künstler die lange Tradition der römisch-italienischen Antikenrezeption und ihre tiefe Suche nach dem Vollkommenen in die Gegenwart fort. Seine Bildsprache in Schmuck und Skulptur steht für eine spezifische mediterrane Interpretation der Materie, die Brücken schlägt zwischen antikem Bewusstsein und Moderne.

Das Vokabular seiner Formensprache sind Teile des menschlichen Körpers - Hände und Finger, Lippen, Nabel, Brust - sowie Bilder und Formen von Maßen und Gewichten - das Maß von hundert Gramm, das Gewicht eines Kilogramms oder den Teil eines Meterstabes. In den Goldschmiedewerken ist immer auch der Bildhauer Martinazzi zu spüren, der mit ähnlichen Motiven zum Teil monumentale Plastiken schafft.

Der Katalog zur Ausstellung reflektiert Bruno Martinazzis Werk, dokumentiert Quellen und Anregungen Martinazzis in Zitaten und stellt Zusammenhänge zum zeitgenössischen Umfeld ebenso her wie zu den antiken, religiös-mythologischen Ursprüngen seiner Themen und ihrer Transformation in eine moderne Formensprache. 200 Seiten, italienisch/englisch

Weitere Informationen finden Sie unter
www.angewandtekunst-frankfurt.de

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