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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Katrin Petry

Veröffentlicht am 11.08.2005     Artikel drucken

Die art.fair 2005 bringt internationale Shootingstars nach Köln

Aktuelle Kunst aus zwölf Ländern in den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur, Neue Medien und Video

Die art.fair 2005 bringt internationale Shootingstars nach KölnVom 29.10. bis 01.11.2005 präsentieren 65 aufstrebende und etablierte Galerien auf der art.fair 2005 ein frisches und innovatives Programm - aktuelle Werke von Künstlern ab Jahrgang 1960. Gut 20.000 Besucher erwarten die Veranstalter, Andreas E. Lohaus und Walter M. Gehlen, in diesem Jahr.

Wegen des großen Erfolges in den zurückliegenden beiden Jahren findet die art.fair diesmal im EXPO XXI in der Köln-City statt und nicht mehr im Kölner Palladium. Die neuen und modern renovierten Messehallen am Gladbacher Wall 5 sind größer und zentraler als die ehemalige Location. Auch ist die Zahl der Galerien auf der art.fair 2005 um 20 Prozent höher als in den Vorjahren. Die art.fair hat sich damit als wichtiger Marktplatz für aktuelle, internationale Kunst des 21. Jahrhunderts etabliert - über die Grenzen Deutschlands hinaus. Gut ein Drittel der Galerien kommen aus dem Ausland.

In diesem Jahr gilt der ukrainische Künstler Oleg Kulik als besonderer Tipp. Exklusiv auf der art.fair zeigt die Baseler Galerie Leonhard Rüthmüller großformatige, aufwendig in Szene gesetzte Fotoarbeiten des mehrmaligen Biennale- und Documenta-Teilnehmers. Der in Moskau lebende Maler und Aktionskünstler wurde 1961 in Kiew geboren und durch seine unkonventionellen Installationsausstellungen bekannt.

Im Schaffen von Clemens Krauss stehen der Mensch und sein Körper im Mittelpunkt. Für Furore sorgte der 1975 in Graz geborene Nachwuchsstar insbesondere mit seinen großformatigen Bildern aus der Serie "Das Körperkörper-Problem". Der von der Berliner DNA-Galerie vorgestellte Künstler arbeitete vor dem Kunststudium einige Zeit als Arzt, was viele seiner Werke beeinflusste.

Die Acrylgemälde von Eckart Hahn, vertreten von der Düsseldorfer Galerie Burkhard Eikelmann, sind auf die Leinwand fixierte Installationen. Traummotive oder Zeitungsfotos lösen bei Hahn unmittelbar Bildgedanken aus, die er auf das Wesentliche reduziert. Ohne reale räumliche Begrenzungen kann der Betrachter die Sujets erweitern und mit seinen Vorstellungen verbinden. Häufig sieht man in dem Werk des 1971 geborenen Baden-Württembergers auch Zeltplanenberge. Sie verkörpern Hahns Suche nach Ordnung und das gleichzeitige Scheitern dieser Suche.

Im Programm der Galerie Eikelmann sind auch Bilder der Künstlerin Tanya Hengstler. Die Arbeiten der 43-jährigen Russin sind bisher hauptsächlich in Moskau ausgestellt, waren aber auch schon in New York oder Erfurt zu sehen. Mit der Ausstellung „AutoGraph“ greift Tanya Hengstler Unspektakuläres auf und verwandelt es in Spektakuläres. Autos werden durch sie zu Skulpturen und in Verbindung mit der Fingermalerei in Staub und Dreck dieser Skulpturen in anziehenden Fotografien festgehalten.

Installationen der 41-jährigen Düsseldorferin, Nele Waldert, stellt die Kölner ALEXA.JANSEN.GALERIE vor. Die Bilder von Nele Waldert vibrieren zwischen dem Zwei- und Dreidimensionalen und stoßen Gedankenbilder beim Betrachter an. Alltägliche, simple Dinge werden in eine freie Plastik verwandelt.

Das konsequent-offene, aber zugleich seltsam-rätselhaft in Ihren Arbeiten entfaltet eine eigene Sprache. Alles resultiert aus genauen Beobachtungen und Analysen, die sich nur soweit vom Realen entfernen, wie sie noch als Optionen oder Ergänzung des bewussten Erlebens wahrgenommen werden können.

Die "Christopher Cutts Gallery" aus Toronto zeigt Richard Stipl. Der 1968 in Tschechien geborene und in Deutschland lebende Künstler war auf vielen Messen in den USA, Kanada und Europa erfolgreich. Nach anfänglicher Arbeit als Maler wechselte er zur Skulptur. In aufgereihten kleinen Büsten fokussiert Stipl durch alle Lebensphasen gehende, widersinnige Momente. Dabei benutzt er sich selbst als Modell.

Die Kopfplastiken demonstrieren ein außergewöhnliches Talent hinsichtlich einer ungewohnten Konsequenz, mit der Stipl die Betrachter rücksichtslos dazu zwingt, die Rolle von Grenzen und Auswahlkategorien zu
prüfen.

Zusätzlich zum Galerienprogramm der art.fair zeigen etwa 25 internationale Aussteller der New Yorker Messe „Digital and Video Art Fair“ (DiVA) Arbeiten aus dem Bereich Video und Neue Medien. Die DiVA wird – erstmals in Deutschland - unter dem Dach der art.fair in einer eigenen Halle vertreten sein.

Der Ausstellerkatalog der art.fair 2005 ist ab dem 1. August als Printversion, in Kooperation mit "Kunsttermine", über die art.fair International GmbH für den Preis von €6,00 exkl. Porto zu beziehen
(petry@art-fair.de) oder online unter www.art-fair.de einzusehen.

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