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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Dr. Ralf Convents

Veröffentlicht am 14.11.2006     Artikel drucken

Dezember-Termine der SK Stiftung Kultur Köln

Veranstaltungen und Ausstellungen der SK Stiftung Kultur, Köln, im Dezember 2006

Öffnungszeiten der Ausstellungsräume der SK Stiftung Kultur: täglich außer Mittwoch 14 - 19 Uhr, montags freier Eintritt geschlossen vom 24. bis 27. und 31. Dezember sowie am 1. Januar 2007

Eintrittspreise Raum 1 - 3 oder Tanzmuseum: Erwachsene 4,50 EUR (erm. 2,- EUR). Kombiticket Raum 1 - 3 und Tanzmuseum: Erwachsene 6,- EUR (erm. 3,- EUR)



VERANSTALTUNGEN

Dienstag, 28. November um 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr):
"Et es ens widder su wick!"
Mit Katharina Petzoldt und Heinz Thull
Aus der Reihe "Klaaf em Mediapark" der Akademie för uns kölsche Sproch/ SK Stiftung Kultur
Katharina Petzoldt und Heinz Thull erzählen uns etwas über die Zeit zwischen dem 11.11., also dem Sessionsbeginn, und Weihnachten. Eben noch "Kölle Alaaf" auf dem Altermarkt, dann Glühwein auf dem Roncalliplatz! Gestern die Bläck Fööss mit ihrem neuesten Karnevalshit, morgen wieder die Bläck Fööss, aber mit einem besinnlichen Weihnachtslied! Wie schafft der Kölner das?
Achtung! Neuer Veranstaltungsort: Im Mediapark 6 (!), Raum 1-3
Eintritt: 3 Euro (keine Ermäßigung)
Kartenverkauf: in der Bibliothek der Akademie zu den Öffnungszeiten oder am Empfang der SK Stiftung Kultur und an der Abendkasse


Donnerstag, 30. November um 18 Uhr:
Thematische Führung durch die Ausstellungen "TRANS EMILIA Sammlung Linea di Confine: Territoriales Erkunden der Emilia-Romagna" und "Katja Stuke - Oliver Sieber: Das Böhm-Projekt"
Thema: Über das Sammeln und Archivieren


Donnerstag, 30. November um 19 Uhr:
Der Jahrgang 2006 der Kölner Schreibschule präsentiert Abschlussarbeiten Lesung mit den jungen Autorinnen und Autoren der Kölner Schreibschule für Jugendliche Die fünfzehn Autorinnen und Autoren des diesjährigen Jahrgangs der Kölner Schreibschule präsentieren an diesem Abend eine Auswahl ihrer besten Texte.

Ein Jahr lang haben sie mit dem Autor und Filmemacher Dieter Bongartz gearbeitet und es ist dabei eine erstaunliche literarische Vielfalt entstanden, die sich sowohl durch die schriftstellerische Wahrhaftigkeit der jungen Autoren als auch durch den jeweilig individuellen Stil auszeichnet.

Moderation: Dieter Bongartz.
Ort: Studio der SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln
Mehr Information zur Schreibschule unter www.sk-kultur.de/literatur,
Tel.: (0221) 226 2434; E-Mail: schroeter@sk-kultur.de


Montag, 4. Dezember um 19.30 Uhr (Einlass ab 19 Uhr):
Verleihung der Kölner Tanz- und Theaterpreise 2006
Die Kölner Tanz- und Theaterpreise zeichnen seit 1990 alljährlich die besten Inszenierungen der freien Kölner Szene aus. Gleichzeitig lenken sie überregional die Aufmerksamkeit auf die Vielfalt dieser Szene, die in Deutschland einmalig ist.

Eine unabhängige Fachjury nominiert jeweils halbjährlich aus circa 60 Produktionen diejenigen, die ins Rennen um die Kölner Tanz- und Theaterpreise geschickt werden. Immer am ersten Montag im Dezember werden die Preise festlich im Mediapark 7 verliehen. Bewerben können sich alle professionellen Tanz- und Theatergruppen aus Köln.

Ausgenommen sind Produktionen der Bühnen der Stadt Köln. Einer der Preisträger steht bereits fest: Jürgen Nordt, ehemaliger Leiter des Kölner Kulturamtes, erhält in diesem Jahr für sein langjähriges Engagement für eine bessere Ausstattung und Förderung der freien Theaterszene den Kölner Ehrentheaterpreis.
Ort: SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7 (Saal 1.OG), 50670 Köln


Donnerstag, 7. Dezember um 18 Uhr:
Thematische Führung durch die Ausstellungen "TRANS EMILIA Sammlung Linea di Confine: Territoriales Erkunden der Emilia-Romagna" und "Katja Stuke - Oliver Sieber: Das Böhm-Projekt"
Thema: Über das Sammeln und Archivieren


Donnerstag, 7. Dezember um 19.30 Uhr:
Die Ameisensiedlung
Lesung mit der Kölner Jugendbuchautorin Mirijam Günter, die ihr neues Buch vorstellt Mirijam Günter (Jg. 1972) ist eine gesellschaftskritische Schriftstellerin und Publizistin. Sie lebt in Köln-Ehrenfeld und in Leipzig, wo sie am Deutschen Literaturinstitut studiert. Für das Manuskript ihres Erstlingswerkes "Heim" wurde ihr der Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2003 verliehen.

Ihr neuer Jugendroman "Die Ameisensiedlung" (ab 13 Jahren) erzählt von der 15-jährigen Conny, die mit ihrer alkoholkranken Mutter und ihren jüngeren Halbgeschwistern in einem sozialen Brennpunkt am Stadtrand lebt. Von ihrem Vater hat sie die dunkle Hautfarbe und die schwarzen Locken geerbt; kennen gelernt hat sie ihn allerdings nie.

Während die Mutter sich mit ständig wechselnden Liebhabern vergnügt, schwänzen Conny und ihre Freunde Andi, Michi und Benni die Schule und hängen am Einkaufszentrum rum. Der Zusammenhalt in ihrer Clique lässt Conny das Leben ein bisschen erträglicher erscheinen. Die Situation zu Hause gerät dagegen immer mehr außer Kontrolle: Viele Liebhaber der Mutter erweisen sich als brutale Schlägertypen.

Völlig überfordert kümmert Conny sich um ihre Geschwister, versucht Geld aufzutreiben und gleichzeitig das Jugendamt fern zu halten. Dann findet sie unerwartet in einem Lehrer eine Person ihres Vertrauens. Er
macht ihr Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Doch ihre Freunde reagieren misstrauisch und nehmen den Lehrer als Bedrohung war. Die Clique droht zu zerbrechen.

Andi, Michi und Benni wollen den Lehrer entführen und erpressen, um mit dem Geld endlich raus aus der Ameisensiedlung zu kommen. Conny, vor die Wahl zwischen der Clique und ihrem Lehrer gestellt, stimmt schließlich zu. Obwohl die Entführung misslingt, bekommt Conny eine neue Chance. Der Lehrer nimmt sie bei sich auf, um Conny ein neues Leben in einer bürgerlichen Welt mit allen Chancen zu ermöglichen. Doch Conny fühlt sich fremd in dieser Welt und sehnt sich trotz allem nach ihrer Clique und ihrer Heimat zurück ...
Ort: Studio der SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7 (2.UG)


Sonntag, 10. Dezember, 15 Uhr, öffentliche Führung
Öffentliche Führung durch die Ausstellungen "TRANS EMILIA Sammlung Linea di Confine: Territoriales Erkunden der Emilia-Romagna" und "Katja Stuke - Oliver Sieber: Das Böhm-Projekt"
Treffpunkt an der Ausstellungskasse - Kosten: nur Eintritt


Donnerstag, 14. Dezember, 18 Uhr
Thematische Führung durch die Ausstellungen "TRANS EMILIA Sammlung Linea di Confine" und "Katja Stuke - Oliver Sieber: Das Böhm-Projekt"
Thema: Über das Sammeln und Archivieren




AUSSTELLUNGEN

30. September 2006 bis 7. Januar 2007
Trans Emilia - Sammlung Linea di Confine
Territoriales Erkunden der Emilia-Romagna
Eine Ausstellung des Fotomuseums Winterthur, in Zusammenarbeit mit Linea di Confine per la Fotografia Contemporanea, Rubiera, Italien.
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Raum 1, Im Mediapark 7, 50670 Köln

Linea di Confine - was so viel wie "Grenzlinie" bedeutet - ist der Name eines vom Kulturdezernat der italienischen Gemeinde Rubiera 1990 initiierten Photographie-Projektes. Im Mittelpunkt steht die Emilia-Romagna, zwischen Mailand und Bologna gelegen, mit so berühmten, historisch bedeutsamen Städten wie Piacenza und Parma bis hin nach Ravenna und Rímini.

Heute ist die Emilia-Romagna vor allem gekennzeichnet durch einen intensiven Strukturwandel, bedingt unter anderem durch die in den 1970er-Jahren einsetzende Stadtflucht. War einst der Großstadtraum Bologna der urbane Mittelpunkt, existieren heute mehrere Stadtgebiete mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Schwerpunkten.

Dies bedingt unweigerlich eine höhere Mobilität, die auch dem Transitcharakter der gesamten Region auf dem Weg in die südlicheren Gebiete Italiens nahe kommt. Nicht zuletzt trägt die bald fertig gestellte Hochgeschwindigkeitsstrecke der italienischen Bahn von Mailand nach Bologna diesen stets steigenden Anforderungen Rechnung.

International renommierte Photographen wie Lewis Baltz, Olivo Barbieri, John Davies, John Gossage, Guido Guidi, Axel Hütte oder Stephen Shore wurden mit dem Auftrag in die Emilia-Romagna eingeladen, topografische Recherchen zu unternehmen und zweiwöchige Workshops für junge Künstler zu thematisch formulierten Projekten zu veranstalten.

Seit nun fünfzehn Jahren verfolgt "Linea de Confine" das Ziel, mit dem Medium der Photographie und am Beispiel der spezifischen Region ein Territorium zu befragen und komplexe Sichten von zeitgenössischen Landschaften und Lebensräumen zu diskutieren. Die Ausstellung "Trans Emilia" präsentiert in diesem Kontext entstandene ausgewählte Werkgruppen.


30. September 2006 bis 7. Januar 2007
Katja Stuke - Oliver Sieber
Das Böhm-Projekt
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung in Raum 2

"Die Böhm" ist ein seit 1999 vierteljährlich, in limitierter Auflage erscheinendes Künstler-Heft, konzipiert und herausgegeben von Katja Stuke (*1968) und Oliver Sieber (*1966). Veröffentlichung finden darin vorwiegend von ihnen selbst aufgenommene Photographien, die sie verschiedenen Themen folgend und nur gelegentlich durch Bildtitel kommentiert zu Sequenzen fügen.

Die Motivwelt des Künstlerpaares, angesiedelt zwischen den Sujets Portrait, Stadt und Landschaft, erschließt sich vor dem Hintergrund ihres Lebensumfelds im Großraum Düsseldorf-Köln sowie ihrer vielen Reisen, u. a. in die USA, Kanada und Japan. Ihr besonderes Interesse richtet sich auf alltäglich anzutreffende Begebenheiten oder auf Personenkreise, die sich vielfach als Projektionsflächen eigener Reflexion mit dem Außergewöhnlichen und Atmosphärischen verschränken. Die aktuell präsentierte Ausstellung zeigt per Monitor-Installation ausgewählte Bildreihen, die den Fundus für verschiedene Böhm-Ausgaben, so auch der neuesten mit dem Titel
"Supergirls", darstellen.



28. Oktober 2006 bis 4. März 2007
Anita Berber - die Königin der Bohème
Das Deutsche Tanzarchiv Köln erinnert mit einer Ausstellung im Tanzmuseum an Anita Berber

Deutsches Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur, Tanzmuseum,
Im Mediapark 7 (3.OG), 50670 Köln

Als Tänzerin überschritt Anita Berber (1899 - 1929) alle Konventionen - Leidenschaft und Provokation auf der Bühne führten zu Strafverfahren aber auch grenzenloser Verehrung durch das Publikum. Ihr Alkohol- und Drogenkonsum, ihre sexuellen Affären wurden zum Stadtgespräch. Die Grafikerin Charlotte Berend-Corinth und der Maler Otto Dix portraitieren sie - sogar Porzellan-Figurinen entstanden nach ihren Tänzen.

Der kometenhafte Aufstieg von Anita Berber fiel mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Anfang einer gesellschaftlichen Befreiung, die durch die neue Demokratie in Deutschland möglich wurde, zusammen.

Anita Berber tanzte auch nackt - so aggressiv und sinnlich, wie man es bis dahin noch nie gesehen hatte. Ihre Tanzabende hießen "Tänze des Lasters" und "Tänze der Ekstase" - ’Kokain’, der Name eines ihrer Tänze wurde Programm: das Leben ein immer währender Tanz, ein scheinbar ewig währender Rausch. 29-jährig starb Anita Berber im November 1928 in Berlin.

Die Begegnung Anita Berbers mit dem Tänzer, Lyriker und Maler Sebastian Droste im Jahr 1920 führte nicht nur zu einem gemeinsamen Tanzabend mit dem Titel "Tänze des Lasters, des Grauens und der Ekstase" sondern auch zu einer gleichnamigen bibliophilen Publikation, die 1923 in einer Auflage von 1000 Stück im Wiener Gloriette-Verlag erschien.

Der Band vereint Gedichte des Tänzerpaares mit Zeichnungen und Skizzen von Anita Berber, Sebastian Drostes theoretische Überlegungen zum "Tanz als Form und Erleben", Fotografien des Tänzerpaares sowie Bühnenbild- und Kostümentwürfe.

Die Ausstellung präsentiert neben ausgewählten Fotografien, Lithographien und Dokumenten aus der Anita Berber-Sammlung des Deutschen Tanzarchivs Köln erstmalig die Gedichte des Tänzerpaares sowie Auszüge aus "Der Tanz ins Dunkel" einem biografischen Roman über Anita Berber von Leo Lania aus dem Jahr 1929.

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