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Veröffentlicht am 11.05.2006 Artikel drucken
Termine der SK Stiftung Kultur, Köln, im Juni 2006
Öffnungszeiten der Ausstellungsräume der SK Stiftung Kultur: täglich außer Mittwoch 14 - 19 Uhr, montags freier Eintritt
Eintrittspreise Raum 1 - 3 oder Tanzmuseum: Erwachsene 4,50 EUR (erm. 2,- EUR) Kombiticket Raum 1 - 3 und Tanzmuseum: Erwachsene 6,- EUR (erm. 3,- EUR)
VERANSTALTUNGEN
Samstag, 27. Mai um 19 Uhr:
Filmfest zum 100. Geburtstag von Josephine Baker
mit Preview des Dokumentarfilms "Josephine Baker. Schwarze Diva in einer weißen Welt"
Die am 3. Juni 1906 geborene Afro-Amerikanerin Joséphine Baker kam 1925 mit der "Revue Nègre" nach Paris und eroberte die Herzen der Europäer im Sturm. Sie erschien im richtigen Moment am richtigen Ort, ihre außergewöhnliche Energie und Ausdruckskraft traf den Nerv der Zeit. Joséphine war nach dem Geschmack der Pariser: eine exotische Schönheit, gerade so schwarz, dass das Publikum seine Afrika-Phantasien auf sie projizieren und doch weiß genug, dass es sich selbst irgendwie mit ihr identifizieren konnte.
Der neue Dokumentarfilm von Annette von Wangenheim konzentriert sich auf ihr Leben und Werk aus schwarzer Perspektive. Dieser Ansatz ist in der Reihe bisheriger Dokumentationen über Joséphine Baker neu und portraitiert die Künstlerin erstmals im Spiegel europäischer Kolonial-Klischees und als Aktivistin der weltweiten Black Consciousness-Bewegung des 20. Jahrhunderts.
Pioniere des Black Dance wie Geoffrey Holder, Arthur Mitchell, Carmen de Lavallade, Maurice Hines und Elsa Wolliaston schildern gemeinsame Auftritte und Erfahrungen, Baker-Biographen und Historiker kommentieren bekanntes und unbekanntes Film- und Fotomaterial.
Das Deutsche Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur präsentiert in Kooperation mit der Cinémathèque de la Danse, Paris und Zusammenarbeit mit 3sat und dem WDR Köln eine Preview des Dokumentarfilms "Josephine Baker. Schwarze Diva in einer weißen Welt" von Annette von Wangenheim sowie ausgewählte historische
Tanzfilme aus der Zeit von 1902 - 1932.
Ort: SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln
Eintritt frei!
Donnerstag, 8. Juni um 19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung "Bernd und Hilla Becher: Zeche Concordia"
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7, 50670 Köln
Der Eintritt ist an diesem Abend frei!
Sonntag, 11. Juni um 15 Uhr:
Öffentliche Führung durch die Ausstellung "Bernd und Hilla Becher: Zeche Concordia" mit Dr. Susanne Braun Treffpunkt ist an der Ausstellungskasse im 1. OG - Kosten: nur Eintritt!
Donnerstag, 22. Juni um 18 Uhr:
Thematische Führung: "Blick in die Sammlung - Konzeption und Entwicklung eines bildnerischen Bestandes" mit Claudia Schubert
Treffpunkt ist an der Ausstellungskasse im 1. OG - Kosten: nur Eintritt!
24. Juni bis 27. August - open air und Eintritt frei
Sommer Köln 2006
Der Name "Sommer Köln" steht für ein internationales Theaterprogramm während der Sommerferien, das open air und bei freiem Eintritt stattfindet. Zu den Veranstaltungen kommen durchschnittlich an die 60.000 Besucher.
Das Programm richtet sich an alle Generationen vom Vorschul- bis hin zum Seniorenalter. Die SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn und die Stadt Köln laden jedes Jahr Straßentheatergruppen ein, die das ganze Jahr über sonst nicht in Köln zu sehen sind. Ein solch hochkarätiges Programm für das Kölner Publikum kostenlos auf die Beine zu stellen, ist nur möglich, weil viele Kräfte an einem Strang ziehen. Die Stadt Köln mit ihrer Stabsstelle Events, die ja auch für viele andere Großveranstaltungen verantwortlich zeichnet und das Kulturamt kooperieren mit der SK Stiftung Kultur, die wiederum andere Kooperationspartner ins Boot holt.
Alle Infos und Termine ab dem 15. Mai unter www.sommerkoeln.de
Samstag, 24. Juni, 20 Uhr am Schokoladenmuseum,
open air und Eintritt frei
Eröffnung Sommer Köln 2006
Vorprogramm "seaweed", Afrojazz, gewürzt mit Reggae- und Popelementen
Top act: Arcipelago Circo Teatro: "creatures" , Deutschlandpremiere
Akrobatisches Spektakel aus Italien/Kenia, Choreographie bzw. Regie:
Marcello Chiarenza und Alessandro Serena, Beginn in der Dunkelheit
Die sieben energiegeladenen kenianischen Akrobaten erzählen ein Märchen ohne Worte.
Ein afrikanisches Märchen, das von Geschwindigkeit und dem Spiel mit den vier Elementen lebt. Feuer, Wasser. Luft und Erde als Ursprung jeden Lebens. Doppelte und dreifache Saltos, menschliche Pyramiden und dynamische Tanzsequenzen auf ebenem Boden. Ein Clown und eine Sängerin vermitteln zwischen den Welten, zwischen schwarz und weiß, dem Garten Eden und dem Hier und Jetzt. So wird die Wüste zum Garten.
Das Publikum steht rundherum und spürt hautnah den Rhythmus und die Energie der afrikanischen Künstler.
Arcipelago ist ein gefeierter Star auf internationalen Festivals - ständiger Gast im Goldoni Theater Venedig und konnte mit dem Stück "creatures" mehr als 100.000 Zuschauer in den vergangenen 2 Jahren begeistern.
Vorab spielt "seaweed", deren aktuelle CD der Hit bei Funkhaus Europa ist.
Ort: Schokoladenmuseum
www.sommerkoeln.de
Sonntag, 25. Juni um 12 Uhr:
Ort: »Rheinlust«, Poller Wiese, Alfred-Schütte-Allee 51
HUMBA-Leichtmatrosentour im Sommer Köln 2006
Den Menschen zieht´s ans Wasser, den Rheinländer besonders. Unzählige Lieder widmete er seiner malerischen Lebensader, dem Vater Rhein - aber auch Parkweiher, Baggerlöcher und ferne Ozeane laden zum Feiern, Singen und Schwärmen ein.
Die HUMBA-Leichtmatrosentour bietet wieder wunderbare kölschinternationale Konzerte, die alle etwas mit Wasser und Schiffahrt zu tun haben. Ausnahme, das Finale bei unseren treuen Schrebergartenfreunden von der Kletterrose, die immerhin am
Aquarienweg liegt. Kölle Ahoi!
Eröffnung mit der Schwarzmeerflotte, dem Rockawayshanty & Gäste
Open air und Eintritt frei
www.sommerkoeln.de
Sonntag, 25. Juni, 15 Uhr:
Öffentliche Führung durch die Ausstellung "Bernd und Hilla Becher: Zeche Concordia" mit Barbara Hofmann
Treffpunkt ist an der Ausstellungskasse im 1. OG - Kosten: nur Eintritt!
Sonntag, 25. Juni, 15 Uhr am Tanzbrunnen
Funkhaus Europa Summer Stage 2006
SELEÇÃO DO BRASIL
Musik aus Brasilien mit
Jorge Ben Jor, Roberta Sá,
Berimbrown & NaurÊa
Einlass: 14 Uhr Tickets: 10 VVK / 13 AK
Tickethotline (Köln Ticket): 0221-2801
Bei der Fußballweltmeisterschaft ist die brasilianische Auswahl klarer
Titelfavorit. Doch auch die »Seleção do Brasil«, die die Summer Stage am 25.06. auf die Bühne bringt, hat mindestens Chancen auf eine
Endspielteilnahme.
Natürlich geht es in dieser Saison um Brasilien, dieses riesige, hierzulande wenig bekannte Land mit seiner vielfältigen und reichhaltigen Musikszene. Neben Fußball ist unbestritten Musik die große Leidenschaft der Brasilianer und Brasilianerinnen.
Headliner am Tanzbrunnen und endlich live in Köln zu sehen ist der große Jorge Ben Jor. Der Mann mit der wunderbaren Stimme, dem untrüglichen Gespür für sanften Groove und der typischen Fußballbegeisterung hat Klassiker und neue Songs im Gepäck.
Die anderen Künstler Roberta Sá, Berimbrown und NaurÊa (u.a.) sind zum Teil das erste Mal in Deutschland und sollten hierzulande bald ähnlich geläufig sein wie Ronaldinho oder Adriano Am 24.06. gibt es im
Stadtgarten zum Warmwerden Moreno, Kassin, Domenico+2. Rund um Bossa, Batucada, MPB und Brasil Grovves gibt es natürlich den Summer Stage Markt, Caipirinha, diverse Workshops, Spielangebote u.v.m. Das brasilianische Team steht übrigens in keinem Fall in einem der am 25.06. stattfindenden Achtelfinale!
In Kooperation mit Sommer Köln, Veranstalter ist OK-Management
www.sommerkoeln.de
Mittwoch, 28. Juni um 19 Uhr im Mediapark/Grünanlage:
GOCOO
Trommelkonzert aus Japan + Vorprogramm,
Die sieben Trommlerinnen und vier Trommler des japanischen Ensembles GOCOO mit seiner Lead-Drummerin Kaoly Asano entfachen auf ihren mehr als dreißig Taikos auf der Bühne ein mächtiges Musik-Spektakel.
Doch nicht nur Anhänger urgewaltiger Trommel-Shows zieht die Gruppe in ihren Bann. GOCOOs hypnotische Gänsehaut-Beats entführen den Konzert-Besucher auf eine zweistündige Reise zwischen Trance und Ekstase. Die 1997 in Tokyo gegründete Band kreiert völlig neue, grenzüberschreitende Rhythmen: einen hypnotischen Sound komplexer Beats, der den Brustkorb vibrieren lässt und die Zuhörer direkt berührt. Hier verschmelzen Ost und West, Tradition und Pop, Ritus und Party.
Ergänzt wird GOCOOs Sound durch die sphärisch-mystischen Klänge des Didgeridoo-Virtuosen GoRo.
Vorprogramm: Bängditos
Open air und Eintritt frei
www.sommerkoeln.de
Donnerstag, 29. Juni, 18 Uhr
Thematische Führung: "Blick in die Sammlung - Konzeption und Entwicklung eines bildnerischen Bestandes" mit Claudia Schubert
Treffpunkt ist an der Ausstellungskasse im 1. OG - Kosten: nur Eintritt!
Freitag, 30. Juni, 16 Uhr am Schokoladenmuseum
Theater Kreuz und quer: "Du groß, und ich klein"
Ein Schau- und Figurenspiel nach dem gleichnamigen Buch von Grégoire Solotareff für Kinder ab 5 Jahren.
Eine Geschichte über das Zusammenkommen und Auseinandergehen, über das "Klein sein und groß werden" und "das groß sein" und wieder "klein werden".
Open air und Eintritt frei
www.sommerkoeln.de
AUSSTELLUNGEN
27. Mai bis 27. August:
"62-95834 - Operation Josephine" - das FBI und Josephine Baker
Eine Ausstellung des Deutschen Tanzarchiv Köln/SK Stiftung Kultur im
Tanzmuseum, Im Mediapark 7 (3.OG), 50670 Köln
Josephine Baker zählt zu den berühmtesten und populärsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr legendäres Bananen-Kostüm schrieb Tanzgeschichte, ihr Chanson "J’ai deux amours" wurde zum Evergreen. Sie war die Königin des Charleston der goldenen 1920er Jahre, die Diva der Folies-Bergère und des Casino de Paris. Sie war der erste schwarze, international erfolgreiche Super-Star des 20. Jahrhunderts.
In den 1950er Jahren geriet Josephine Baker ins Visier des FBI, das sie
"kommunistischer Umtriebe" verdächtigte. Ihre Akte trug die Nummer 62-95834 und umfasste 359 Seiten - Die US-amerikanische Bundespolizei sammelte in Folge Informationen jedweder Art über die Tänzerin und Sängerin, die aktiv die schwarze Bürgerrechtsbewegung unterstützte.
Die kleine Sonderausstellung im Tanzmuseum präsentiert Ausschnitte aus der FBI-Akte und Dokumente aus der Josephine Baker-Sammlung des Deutschen Tanzarchivs Köln.
9. Juni bis 3. September:
Bernd und Hilla Becher: Zeche Concordia
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur
Raum 1 - 4, Im Mediapark 7, 50670 Köln
Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 8. Juni um 19 Uhr
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur präsentiert im Kontext der seit 1996 bestehenden Kooperation mit dem Künstlerpaar Bernd und Hilla Becher die umfangreiche photographische Dokumentation der Zeche Concordia in Oberhausen, die zwischen 1967 und 1970 erarbeitet wurde. Die heute nicht mehr bestehende Zechenanlage wird in dem von Bernd und Hilla Becher erstellten, rund 200 Photographien umfassenden Konvolut in ihrer ganzen Komplexität und ästhetischen Dimension sichtbar: Auf dem Gelände der Concordia IV/V entstanden über 400 Aufnahmen, die das Künstlerpaar in den
vergangenen vier Jahren in Gänze ausgewertet haben.
Daraus hervorgegangen ist eine beeindruckende Werkgruppe, die sowohl Übersichtsaufnahmen der Anlage mit ihren verschiedenen Teilbereichen - der Doppelschachtanlage, der Kokerei und ihren Nebengewinnungsanlagen - umfasst, wie auch detailreiche Ansichten von Bauwerken und Großapparaturen zeigt. Neben den von ihnen gefertigten Typologien von beispielsweise Fördertürmen, Kühltürmen oder Gasbehältern bilden die Dokumentationen ganzer Industrieanlagen einen wichtigen, bislang noch wenig beachteten Aspekt im Oeuvre der beiden Künstler.
Parallel wird erstmals in Köln die Werkgruppe der Fachwerkhäuser des Siegener Industriegebietes präsentiert (Raum 2). In einem Zeitraum von fast 20 Jahren haben Bernd und Hilla Becher diese Aufnahmen erarbeitet und schließlich 1977 als erste thematisch abgeschlossene Arbeit als Buch veröffentlicht.
In der Ausstellung werden die Fachwerkhäuser in Typologien präsentiert, eine von den Bechers zum Zwecke des Formvergleichs angewendete Methode, die sie als ein Prinzip der naturwissenschaftlichen Systematik entliehen haben.
In Raum 3 wird in thematischer Anbindung an die Photographien der Oberhausener Zeche Concordia eine Auswahl von rund 20 Photographien aus der Werkgruppe der Ruhrgebietslandschaften von Albert Renger-Patzsch (1897-1966) gezeigt, die zwischen 1927 und 1935 entstanden sind. Renger-Patzsch zählt zu den ersten Photographen, der das Ruhrgebiet in den 1920er Jahren als
photographisches Sujet entdeckte und in seiner Eigenart als eine durch den Bergbau und die Montanindustrie geprägte Lebens- und Arbeitswelt darstellte.
Blick in die Sammlung - Ausgewählte Neuankäufe der Photographischen
Sammlung/SK Stiftung Kultur aus den Jahren 2005/2006 (Raum 4): William Christenberry, Horst Lang, Simone Nieweg, Gabriele und Helmut Nothhelfer, Judith Joy Ross, Martin Rosswog, August Sander u. a.
Basierend auf den Ideen, die sich mit dem Begriff der sachlich-konzeptuellen Photographie verbinden, erweitert die Photographische Sammlung ihren Bestand kontinuierlich um historische wie zeitgenössische Positionen, die in dieser Kabinettausstellung exemplarisch vorgestellt werden.