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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Sabine Huth

Veröffentlicht am 01.07.2009     Artikel drucken

Das Ornament - Spiel, Ordnung, Schönheit.

Das Ornament - Spiel, Ordnung, Schönheit.Eine Intervention innerhalb der Dauerausstellung Vorderer Orient Museum für Angewandte Kunst Frankfurt


Die herausragende Rolle des Ornaments gilt spätestens seit dem 19. Jahrhundert als
kennzeichnendes Merkmal der islamischen Kunst. Geometrische, vegetabile oder
kalligraphische Ornamente werden in allen Bereichen künstlerischen Schaffens als
zentrales Ausdrucks- und Gestaltungsmittel eingesetzt. In der Umsetzung des
Ornamentalen wird ein konzeptionelles Spiel mit dem Schönen getrieben und die
sublimierte Form zum zentralen Gegenstand künstlerischen Gestaltens erhoben.

Damit unterscheidet sich die Rolle des Ornaments deutlich von jener, die ihm in den
künstlerischen Traditionen Westeuropas zukommt. Hier wird das Ornament als
schmückendes Beiwerk auf eine nachgeordnete Position verwiesen. Zugleich wird das islamische Ornament wiederholt als Inspirationsquelle für eine Erneuerung des
Formenrepertoires im westlichen Kunstschaffen herangezogen.

Aus diesem spannungsreichen Dialog hat sich eine Diskussion um die Eigenständigkeit und Wertigkeit des Ornaments entwickelt, die gleichermaßen von Künstlern und Wissenschaftlern geführt wurde und bis heute andauert.

Vor diesem Hintergrund verfolgt die geplante Präsentation Das Ornament – Spiel,
Ordnung, Schönheit ein doppeltes Ziel. Zum einen wird dem Besucher die Möglichkeit
islamischer Ornamentik vor Augen geführt. Andererseits soll er in die Komplexität der
Thematik eingeführt und für ihre Aktualität sensibilisiert werden.

Das Ornament - Spiel, Ordnung, Schönheit.Tintenfass, Iran, 12./13. Jh., Bronze, gegossen, graviert,
Reste von Silbereinlagen, H 10 cm


Den Anlass für die Einrichtung dieser Studio-Ausstellung innerhalb der
Vorderasiatischen Sammlung des Museums für Angewandte Kunst Frankfurt bietet eine internationale Konferenz vom 2. bis 4. Juli 2009, die in der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt stattfinden wird. Träger der Veranstaltung sind die Ernst Herzfeld Gesellschaft e.V. und das Institut für Archäologie und Kulturgeschichte des Vorderen Orients der Universität Frankfurt.

Als weiterer Kooperationspartner tritt die Abteilung für Asiatische und Islamische Kunstgeschichte des Instituts für Orient- und Asienwissenschaften der Rheinischen Friedrich Wilhelms-Universität in Bonn hinzu. Die Veranstalter streben eine Zusammenarbeit von Universität und Museum an, die nicht nur im Konzept der Ausstellung, sondern auch in ihrer Realisierung zum Ausdruck kommt. Das Ausstellungskonzept wird von ausgewählten Studierenden der Abteilung Asiatische und Islamische Kunstgeschichte im Rahmen eines Praxisprojektes erarbeitet.


Ausstellungsdauer
3. Juli - 25. Oktober 2009

Ausstellungsort
Museum für Angewandte Kunst Frankfurt, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt


Weitere Informationen finden Sie unter
www.angewandtekunst-frankfurt.de

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