ArtikelübersichtArtikel verfassen
Veröffentlicht am 14.05.2007 Artikel drucken
Der Norddeutsche Lloyd - Von Bremen in die Welt
Die Ausstellung zeigt umfassend die Geschichte der zeitweilig größten deutschen Reederei, die nicht nur maßgeblich die Seeschifffahrt, sondern auch die Entwicklung und das Stadtbild Bremens und Bremerhavens geprägt hat:
Ein Jahr nach seiner Gründung vor 150 Jahren, 1857, unterhielt der Norddeutsche Lloyd bereits eine regelmäßige Linienverbindung von Bremen nach New York. Neben den Transatlantikrouten nach Nord- und Südamerika war die Reederei in der Ostasienfahrt und in der indisch-chinesischen Küstenfahrt engagiert. 1914 unterhielt das Unternehmen mit einer Flotte von 116 Schiffen Linienverkehr zu 200 Häfen in aller Welt; 1930 waren es über 200 Schiffe.
Plakat "Amerika – Ost-Asien – Australien" - Das Plakat stammt aus dem Jahre 1900 und zeigt den 1897 in Dienst gestell-ten Schnelldampfer "Kaiser Wilhelm der Grosse". Das Schiff war der erste von vier Schnelldampfern, die durch ihre damals immense Größe, Schnellig-keit und pompösen Komfort großes Aufsehen erregten.
In Bremen hat der NDL seit Ende des 19. Jahrhunderts die Industrialisierung von der Stahlerzeugung bis zum Maschinenbau geprägt, Nachfragen für die Werften erzeugt, den Schiffbau mit- und weiterentwickelt sowie das Bild der Bremer Innenstadt durch repräsentative Bauten bereichert.
Schnelldampfer "Bremen" und "Europa" - Das Photo aus den 1930er Jahren zeigt die beiden Schnelldampfer "Bremen" und "Europa" an der Columbuskaje in Bremerhaven. Die "Bremen" war im Jahre 1929, die "Europa" 1930 in Dienst gestellt worden.
Zahlreiche Schiffsmodelle, Plakate, Uniformen, historische Fotos, Dokumente und Teile von Schiffsausstattungen verdeutlichen die Bedeutung des Norddeutschen Lloyd für die Nordatlantikfahrt, für die Auswanderung in Deutschland und für die Industrialisierung Bremens.
Schnelldampfer "Gneisenau" - im Hafen von Hongkong. Die "Gneisenau" wurde 1936 in Dienst gestellt und gemeinsam mit zwei weiteren Schnelldampferneubauten in der NDL-Passagierfahrt nach Ostasien eingesetzt.
Die Ausstellung ist Teil der Bremischen Landesausstellung "Der Norddeutsche Lloyd" zur Geschichte der traditionsreichen Reederei von ihrer Gründung bis zur Fusion 1970 mit der Hapag zur Hapag-Lloyd-AG im Focke-Museum Bremen, im Deutschen Schiffahrtsmuseum Bremerhaven und im Historischen Museum Bremerhaven.
Schnelldampfer "Europa" - Die "Europa" wurde im März 1930 in Dienst gestellt. Auf ihrer Jungfernfahrt nach New York brach sie den Rekord ihres Schwesterschiffes "Bremen" (4), den dieses rund 8 Monate zuvor aufgestellt hatte. Beide Schiffe haben demnach auf ihren Jungfernfahrten das Blaue Band errungen.
Das Historischen Museum Bremerhaven zeigt ab dem 30. Juni 2007 die Ausstellung "Lloydstadt Bremerhaven" und das Deutsche Schiffahrtsmuseum Bremerhaven zeigt ab dem 8. Juli 2007 die Ausstellung "Global Player der Schifffahrtsgeschichte".
Ankunft eines NDL-Schnelldampfers in New York. Das Foto stammt aus einer Werbe-Broschüre des NDL, die in den 1930er Jahren erschienen ist. Fotograf nicht ermittelbar.
Faltblatt "Norwegenfahrt" - Der Prospekt von 1961 wirbt für das MS "Berlin", mit dem der Norddeutsche Lloyd nach dem Zweiten Weltkrieg in den Nordatlantikdienst zurückkehrte.
Werbebroschüre für "Die neue 3. Klasse" auf den Schnelldampfern "Bremen" und "Europa" des NDL, 1930er Jahre. Zeichnung: Feldtmann. Bildnachweis: Focke-Museum
Focke-Museum
Schwachhauser Heerstr. 240
28213 Bremen
17. Juni 2007 – 14. Oktober 2007
Der Norddeutsche Lloyd.
Von Bremen in die Welt