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Veröffentlicht am 15.10.2009 Artikel drucken
Gegenständliche Malerei ist bekanntlich eine Form der darstellenden Kunst, die bei bekannten Motiven immer wieder neue Sichtweisen, Blickwinkel oder auch Farbnuancen erfordern und will auf bestimmte Besonderheiten aufmerksam machen. Das gilt vermehrt noch für die Darstellung von Natur, deren darin eingebetteten zufällige oder zugehörigen Gegenstände, als auch der lichtbestimmenden Tages- und Jahreszeit.
Diese eigenen ganz persönlichen Beobachtungen von Bernd Schwering spiegeln sich
im Spannungsbild zwischen Surrealismus und Naturalismus, dem bestimmenden
Thema zum Zeitpunkt seines Studienbeginnes an der Hamburger Kunstakademie wider. Hier fand er, gleichwohl stilistisch geprägt durch den Surrealisten Rudolf Hausner, seinen eigenen künstlerischen Weg. Die durch starke Reduktion gekennzeichneten Szenen erscheinen bei Sichtweise eines "Ausblicks" und gleichzeitiger Betonung des Vordergrundes wie selbstständige Bilder.
Diffuse Sichten durch lamellenverdeckte Fenster, welche die Aufmerksamkeit deutlich auf die "dahinter liegenden" Landschaften und Gegenstände lenken oder auch der Blick aus einem fahrenden Zug sind dabei Merkmale seiner individuellen Beobachtung. Und an dieser Stelle wird die in sich ruhende Landschaft durch das Element der Bewegung ausgeweitet, gleichwohl er selber es ist, der sich verändert.
Bernd Schwering abgearbeitetes Feld
"Vorbeifahrlandschaften" nennt er diese in Bewegung befindlichen Beobachtungen.
Der Blick aus dem fahrenden Zug wechselt zwischen ruhiger Natur und Landschaft im
Hintergrund und sich verändernden vordergründigen Verzerrungen, deren Fragmente der Betrachter mit eigenen Vorstellungen fantasiereich vervollständigt.
Arbeiten des Künstlers befinden sich in bedeutenden Kunstsammlungen als auch im
öffentlichen Besitz. In Einzel- und Gruppenausstellungen stellt Bernd Schwering seit 1970 in Deutschland, Frankreich, Spanien, Polen, Belgien und Holland aus.
Aus seinem umfangreichen Gesamtwerk zeigt die Ausstellung „Betrachtung und Bewegung“ Zeichnungen und Siebdrucke aus den Serien der „Lamellenbilder“, „Vorbeifahrlandschaften“ sowie „Wasser und Steine“.
Die Ausstellung wird von der Galerie Helga K. Schiffler, Bad Soden, kurartiert und betreut.
Ausstellungsdauer:
noch bis 01. November 2009
Adresse:
65812 Bad Soden am Taunus, Königsteiner Str. 86,
Stadtgalerie im Badehaus im Alten Kurpark
Anfahrt:
S3 Endstation, 3 Min Gehweg; Parken im Parkhaus am Bahnhof
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag von 15-19 h u.n.V. ; Eintritt frei
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.bad-soden-stadtgalerie.de
www.bad-soden.de