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von Andreas Stucken
Veröffentlicht am 28.08.2007 Artikel drucken
Die Berliner Liste versteht sich als Plattform für aktuelle Kunst und als experimenteller Ort für junge Galerien. Nach ihrem sehr positiven Start 2004 vergrößerte sich die Berliner Liste von Jahr zu Jahr und etablierte sich als Entdeckermesse.
Zur Attraktivität der Kunstmesse trägt auch der außergewöhnliche Standort bei, denn zum ersten Mal findet die Messe für aktuelle Kunst im ehemaligen Postgüterbahnhof in Berlin am Gleisdreieck statt.
Auf der Berliner Liste zeigen wir vom 30.9. bis 3.10. 2007 auf unserem Messestand C6 je eine Installation von Ingrid Martin und Jürgen Paas, die diese speziell für die Messe konzipieren wurden.
Das Thema von Ingrid Martin (geb. 1954) ist der Scherenschnitt, der sowohl in Holz als auch in Stahl aufgearbeitet und ausgefertigt wird. "Wenn ich etwas ausschneide, löse ich das Ausgeschnittene aus seiner bekannten Umgebung, aus seinem Terrain. Ich sondere es aus, mache es scheinbar kleiner.
Nach dem Schnitt sind dann: Eine Silhouette – eine negative Form, ein Ausschnitt – eine positive Form. Ein Teil und das Ganze, ein Verbinden und Trennen. Ausschnitte richten den Blick des Betrachters zunächst aufs Detail, sind also Erkenntnishilfen. Ich begnüge mich mit dem Ausschnitt, den einzelnen Teilen, um an diesen das Fehlende zu finden", so die Künstlerin.
Jürgen Paas (geb. 1958) beschäftigt sich seit vielen Jahren in seinem künstlerischen Werk mit dem Begriff des Depots und des Archivs. Der Künstler lässt sich in seiner künstlerischen Arbeit kaum auf die Kategorien Bild, Bildobjekt, Plastik oder Rauminstallation festlegen.
Unbestritten geht er von einer malerischen Position aus. Ein monochrom gestalteter Träger erfüllt zunächst die Erwartungshaltung, als Bild betrachtet, kategorisiert und auch entsprechend gelagert zu werden. Durch serielle Anordnungen, Transformationen und Paraphrasen wird die farblich behandelte Bildtafel dann aber – nunmehr als Objekt begriffen – in raumgreifende Ordnungen verschoben.
Auch in der Verwendung der Malmittel und Bildträger erweist Jürgen Paas sich als Grenzgänger zwischen den künstlerischen Gattungen. Neben der Leinwand bearbeitet er Metall- und Glasflächen oder auch Tischlerplatten; neben der Ölfarbe greift er auch zu Wandputz, Lacken oder reinem Pigment.
Besuchen Sie uns vom 30.9. bis 3.10. 2007 auf der BERLINER LISTE | Stand C6
Ehemaliger Postgüterbahnhof, Luckenwalder Straße 4/6, 10963 Berlin (Nähe Gleisdreieck)
Öffnungszeiten: 13.00 bis 21.00 Uhr, am 3. Okt. 13.00 bis 19.00 Uhr
Eröffnung: Samstag, 29. September ab 18 Uhr
Weitere Informationen: Stucken Art Consulting
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