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von Giedre Bartelt
Veröffentlicht am 07.01.2008 Artikel drucken
10. Januar - 01. März 2008. Mi – Sa 14 - 18 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 10. Januar 19 - 21 Uhr
Berlin - Als ein „Zeitgefängnis“ hat der Dichter Durs Grünbein das Leben hinter dem Eisernen Vorhang beschrieben und „Baltic Pop“ spürt dem Weg nach, wie baltische Fotokünstler den Auf- und Ausbruch wagen. Dabei steht Pop für „wir sind angekommen“ in der Jugend- und Gegenkultur des Westens, die alles verspricht, was bunt, hip und aufregend ist.
Ramune Pigagaite, aus der Serie Cleaning Woman, 2004 - Lettland/Deutschland
„Aber wir nehmen das nicht ernst“, in der Peripherie liegt die Avantgarde und so wird Pingpong mit den erstarrten Fronten der westlichen Fotokunst gespielt, alles wird genutzt, gewendet, gedehnt und als ziemlich lustig befunden.
Purecultue, aus der Serie Rigaer Moden, 2003
Die 10 Fotokünstler zeigen ein Kaleidoskop von Reflexionen, Ansichten und ironischen Zitaten bekannter Fotokunst, die mit dem authentischem Material baltischer Alltagskultur verwoben werden. Dabei sind sie nicht in die Falle der finnischen Nachbarn getappt, die zwar glanzvoll vermarktet in die ästhetische Beliebigkeit oder folkloristische Totalität entschwunden sind.
Liina Siib, aus der Serie Movie Posters, 2001 - Estland
Vielmehr schwingen in der Leichtigkeit und Ironie des Zugriffs der Künstler auf das „vorgefundene Material“ die unergründlichen Ahnungen und Untiefen der Tradition des Tragischen mit, die die baltische Geschichte und Kultur wie ein roter Faden durchzieht und es ermöglicht, dass „Pop“ zur Kunst wird.
Baltic Pop
Arnis Balcus / LV
Algis Griskevicius / LT
Roman Korovin / LV
Peeter Laurits/ EST
Dainius Liskevicius / LT
Ramune Pigagaite /LT, D
Purecultue / LV
Liina Siib / EST
Virgilijus Sonta /LT
Kurator: Thomas Leuner
GIEDRE BARTELT GALERIE
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Tel. 030/88 520 86
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