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von galerie kenworthy-ball lange + pult
Veröffentlicht am 08.07.2009 Artikel drucken
Im Dunkeln sieht man die Licht
kuratiert von Alexander Liesman
Karin de Bour, Reto Klumbvus, Otto Mennings, David Renggli, Kelly Tippsman.
Vernissage: Freitag, 10. Juli ab 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 11.07.09 - 18.10.09
Die von Alexander Liesman kuratierte Ausstellung "Im Dunkeln sieht man die Licht" wirft einen Blick auf eine Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern mit verschiedenen Horizonten und Arbeitsweisen und hinterfragt das Wesen der innerhalb der Ausstellung stattfindenden Annäherungen und Abspaltungen. Diesen Begriffen gehen die Kunstschaffenden - die einen Teil ihrer Ausbildung zusammen absolviert haben - unter einem ästhetischen Aspekt in ihren Werken und Ideen nach.
Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Frage, ob es möglich ist, dass ihnen eine Identität gemein ist, da in ihren einzelnen Lebenswegen ein gemeinsamer Nenner vorhanden ist. Gleichzeitig sollen die Begriffe "Stil"und "Urheber" hinterfragt werden.
Der Titel "Im Dunkeln sieht man die Licht" regt dazu an, über grundlegende Dualitäten nachzudenken: Licht und Dunkelheit, Zweifel und Wahrheit, Vages bzw. Missglücktes und Exaktheit. Das Licht ist Bedingung für das In-Erscheinung-Treten von Dingen, so wie die Information ein Rohstoff des Wissens sein kann.
Die Information kann durch ihre Präsenz auch eine andere, vielleicht gleichwertige Realität verbergen. Die vorhandene Information – das Licht – verhindert infolgedessen den Zugang zu Elementen, die, da sie sich ausserhalb des Blickfeldes befinden, als zweitrangig betrachtet bzw. vollständig bestritten werden.
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde eine Verständnis von Kunst, in dem vor allem die Werke im Vordergrund standen, von einer Geschichte der Ausstellungen abgelöst bzw. verdrängt. Auch Liesman inszeniert die Werke nicht, um diese autonom zu präsentieren, sondern entsprechend ihrer Fähigkeit, eine Art von Dekor zu erzeugen, das als Organisationsprinzip fungiert.
Die Ausstellung ist als Aufeinanderfolge von Erfahrungen konzipiert, im Zusammenhang mit den Flüssen, Atmosphären und Spannungen zwischen den Werken. Die Bezugspunkte, die bei der Erfassung von Kunstwerken gewöhnlich eine Rolle spielen, sind gewollt verschwommen und die Kapazität der Werke, einzeln zu bestehen, wird in Frage gestellt.
Der Dialog und die Konfrontation von ästhetischen, kulturellen und subjektiven Parts sollen so eine neue «Identität» bilden.
Donnerstag 16. Juli um 18Uhr Führung durch die Ausstellung. Freier Eintritt
Weitere Informationen finden Sie unter
www.fri-art.ch
www.langepult.com