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Veröffentlicht am 10.09.2009 Artikel drucken
Die erste Ausstellung des von Friederike Nymphius geleiteten
Projektraums ist für seine zukünftige Ausrichtung programmatisch.
Bereits eingeführte wie auch unbekannte Künstler werden in
wechselnden Einzelpräsentationen oder thematischen Gruppenausstellungen
gezeigt. So ist dies nach 10 Jahren Abwesenheit die
erste Ausstellung von Steven Parrino in Berlin, während die Arbeit
von Andreas Golinski zum ersten Mal in der Stadt vorgestellt wird.
Radikalität ist das Stichwort, das die künstlerische Arbeit der
beiden Künstler verbindet. Steven Parrino (1958 – 2005/USA) zählte
zu den zentralen Figuren der New Yorker Kunstszene in den späten
80er - 90er Jahren. Der Künstler verschmolz eine reduzierte
Formensprache mit der Ästhetik der Desillusion von subkulturellen
Musikrichtungen wie Garage, Noise und Punk. Die Punk-Maxime
„zerstöre was dich zerstört“ wurde von ihm in der ästhetischen
Zerschlagung übersetzt und ließ die Dekonstruktion von Kunst zu
ihrem einzigen möglichen Anfangspunkt werden.
Andreas Golinski (*1979/D) zählt zu einer Gruppe junger
internationaler Künstler, die nach Jahren der Affirmationskunst
wieder eine kritische Haltung gegenüber dem Kunstbetrieb und seinen
Verwertungsstrategien einnimmt. Seine sperrigen Arbeiten konstruiert
er aus möglichst roh belassenen Werkstoffen. Sie sind hart, prägnant
und radikal anti-dekorativ. Golinski befragt zentrale Parameter des
Daseins und seiner Abgründe. Seine Objekte beschreiben die
Vergänglichkeit jeglicher Existenz und stehen für die Fragilität des
Moments, die Ungewissheit des Lebens.
Vernissage: Freitag, 18. September 18 - 21 h
Dauer: 18. September - 30. Oktober 2009
Öffnungszeiten: Mi - Sa 12 - 18 h
Weitere Informationen finden Sie unter
www.nymphiusprojekte.de