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Veröffentlicht am 05.10.2006 Artikel drucken
Ausstellungen der SK Stiftung Kultur, Köln, im Oktober und November 2006
Öffnungszeiten der Ausstellungsräume der SK Stiftung Kultur:
täglich außer Mittwoch 14 - 19 Uhr, montags freier Eintritt
Eintrittspreise Raum 1 - 3 oder Tanzmuseum: Erwachsene 4,50 EUR (erm. 2,- EUR)
Kombiticket Raum 1 - 3 und Tanzmuseum: Erwachsene 6,- EUR (erm. 3,- EUR)
AUSSTELLUNGEN
2. September bis 26. November:
Picturing Ed: Jerry McMillan’s photographs of Ed Ruscha 1958-1972
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Im Mediapark 7 (Raum 4), 50670 Köln
Zeitgleich mit der Ausstellung Ed Ruscha, Photographer im Museum Ludwig Köln, die vom Whitney Museum of Art, New York, organisiert wurde, zeigt die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur in Kooperation die Portraitreihe Picturing Ed von Jerry McMillan. Die Kabinettausstellung umfasst circa 40 Exponate und wird im Entree des Hauses in Raum 4 der Photographischen Sammlung gezeigt.
Jerry McMillan, langjähriger Freund und Studienkollege Ed Ruschas, hat den Künstler über viele Jahre hinweg immer wieder photographiert. Die entstandenen Portraits zeigen private Momente, aber auch Arbeits- und Ateliersituationen. Ruscha spielt mit Klischees männlicher Rollen und Typen, so etwa mit solchen aus dem amerikanischen Film wie dem Cowboy (Joe Goode, Ed Ruscha riding horses, 1968) oder dem jugendlichen Draufgänger (Sweaty Ed, 1971).
Darüber hinaus hinterfragt Ruscha durchaus humorvoll und ironisch das Bild des Künstlers und damit letztlich sich selbst (Ed covered with twelve of his books, 1970).
Die Photographien sind eine freundliche Leihgabe der Craig Krull Gallery, Santa Monica, Kalifornien
30. September 2006 bis 7. Januar 2007
Trans Emilia - Sammlung Linea di Confine
Territoriales Erkunden der Emilia-Romagna
Eine Ausstellung des Fotomuseums Winterthur, in Zusammenarbeit mit Linea di Confine per la Fotografia Contemporanea, Rubiera, Italien.
Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Raum 1, Im Mediapark 7, 50670 Köln
Linea di Confine - was so viel wie "Grenzlinie" bedeutet - ist der Name eines vom Kulturdezernat der italienischen Gemeinde Rubiera 1990 initiierten Photographie-Projektes. Im Mittelpunkt steht die Emilia-Romagna, zwischen Mailand und Bologna gelegen, mit so berühmten, historisch bedeutsamen Städten wie Piacenza und Parma bis hin nach Ravenna und Rímini.
Heute ist die Emilia-Romagna vor allem gekennzeichnet durch einen intensiven Strukturwandel, bedingt unter anderem durch die in den 1970er-Jahren einsetzende Stadtflucht. War einst der Großstadtraum Bologna der urbane Mittelpunkt, existieren heute mehrere Stadtgebiete mit unterschiedlichen wirtschaftlichen Schwerpunkten.
Dies bedingt unweigerlich eine höhere Mobilität, die auch dem Transitcharakter der gesamten Region auf dem Weg in die südlicheren Gebiete Italiens nahe kommt. Nicht zuletzt trägt die bald fertig gestellte Hochgeschwindigkeitsstrecke der italienischen Bahn von Mailand nach Bologna diesen stets steigenden Anforderungen Rechnung.
International renommierte Photographen wie Lewis Baltz, Olivo Barbieri, John Davies, John Gossage, Guido Guidi, Axel Hütte oder Stephen Shore wurden mit dem Auftrag in die Emilia-Romagna eingeladen, topografische Recherchen zu unternehmen und zweiwöchige Workshops für junge Künstler zu thematisch formulierten Projekten zu veranstalten. Seit nun fünfzehn Jahren verfolgt "Linea de Confine" das Ziel, mit dem Medium der Photographie und am Beispiel der spezifischen Region ein Territorium zu befragen und komplexe Sichten von zeitgenössischen Landschaften und Lebensräumen zu diskutieren. Die Ausstellung "Trans Emilia" präsentiert in diesem Kontext entstandene ausgewählte Werkgruppen.
(Oliver Sieber: aus der Serie „j_subs“, Tokyo 2006 und Katja Stuke: aus der Serie „Osaka public“, 2006 © Oliver Sieber und Katja Stuke)
30. September 2006 bis 7. Januar 2007
Katja Stuke - Oliver Sieber
Das Böhm-Projekt
Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung in Raum 2
"Die Böhm" ist ein seit 1999 vierteljährlich, in limitierter Auflage erscheinendes Künstler-Heft, konzipiert und herausgegeben von Katja Stuke (*1968) und Oliver Sieber (*1966). Veröffentlichung finden darin vorwiegend von ihnen selbst aufgenommene Photographien, die sie verschiedenen Themen folgend und nur gelegentlich durch Bildtitel kommentiert zu Sequenzen fügen.
Die Motivwelt des Künstlerpaares, angesiedelt zwischen den Sujets Portrait, Stadt und Landschaft, erschließt sich vor dem Hintergrund ihres Lebensumfelds im Großraum Düsseldorf-Köln sowie ihrer vielen Reisen, u. a. in die USA, Kanada und Japan. Ihr besonderes Interesse richtet sich auf alltäglich anzutreffende Begebenheiten oder auf Personenkreise, die sich vielfach als Projektionsflächen eigener Reflexion mit dem Außergewöhnlichen und Atmosphärischen verschränken.
Die aktuell präsentierte Ausstellung zeigt per Monitor-Installation ausgewählte Bildreihen, die den Fundus für verschiedene Böhm-Ausgaben, so auch der neuesten mit dem Titel "Supergirls", darstellen.
28. Oktober 2006 bis 4. März 2007
Anita Berber - die Königin der Bohème
Das Deutsche Tanzarchiv Köln erinnert mit einer Ausstellung im Tanzmuseum an Anita Berber
Anita Berber tanzte nackt - so aggressiv und sinnlich, wie man es bis dahin noch nie gesehen hatte. Ihre Tanzabende hießen "Tänze des Lasters" und "Tänze der Ekstase" - Kokain, der Name einer ihrer Tänze wurde Programm: das Leben ein immer währender Tanz, ein scheinbar ewig währender Rausch.
29-jährig stirbt sie im November 1928 in Berlin.
Als Tänzerin überschritt Anita Berber alle Konventionen - Leidenschaft und Provokation auf der Bühne führten zu Strafverfahren und grenzenloser Verehrung durch das Publikum. Ihr Alkohol- und Drogenkonsum, ihre sexuellen Affären wurden zum Stadtgespräch. Die Grafikerin Charlotte Berend-Corinth und der Maler Otto Dix portraitieren sie - sogar Porzellan-Figurinen entstanden nach ihren Tänzen.