ArtikelübersichtArtikel verfassen
Veröffentlicht am 06.10.2008 Artikel drucken
This is how I remember now. Portraits.
Photographs by Jim Dine
Eine Ausstellung der Photographischen
Sammlung/SK Stiftung Kultur
26. September bis 14. Dezember 2008
Im Fokus dieser rund 80 Exponate umfassenden Ausstellung stehen Jim Dines zwischen 2002 und 2007 entstandenen photographischen Portraitarbeiten. Ein Sujet, dem der Künstler durch seine Bearbeitung und Auffassung einen durchaus erweiterten Sinn gibt. Die aktuelle Auswahl führt weit in sein über Jahrzehnte mit unterschiedlichen Mitteln erarbeitetes Oeuvre und spiegelt abwechslungsreich die Bandbreite von Dines künstlerischer Palette und Biographie.
So befragt er via Selbstportrait die eigene Entwicklung, seine unterschiedlichen Reaktionen sowie Gefühlslagen und sucht, gleichfalls gerichtet auf einen für Dine bedeutungsvollen Personen- und Figurenkreis, seinen facettenreichen Visionen und Erinnerungen habhaft zu werden. Die Aufgabe gilt der Entdeckung des Ichs im Anderen oder auch umgekehrt des Anderen im Ich.
Die ihm beinahe alltäglich anbei stehenden Wesen, denen er sich in seinen Portraitbildern zuwendet, sind als Menschen oder von ihm geschaffene Kunstfiguren innerhalb ihrer von Jim Dine zugewiesenen Sphären unterschiedslos relevant, treue Begleiter und vor allem unversiegbare Quellen seiner Inspiration. Zunächst kann da seine Lebensgefährtin und Seelenverwandte Diana Michener benannt werden, die schon in zahlreichen vorhergehenden Photographien Modell seiner variationsreichen Anschauungen wurde, aber auch langjährige Freunde, Familienmitglieder und Künstlerkollegen wie Robert Creeley oder ferner Mary McCarthy kommen vor.
Neben den verschiedenen Menschen verdienen auch Dines elementar bedeutungsvollen, aus seinem künstlerischen Programm heraus entwickelten Figuren nähere Erwähnung. Sie sind oft bereits im Arsenal seiner früheren Werke verankert. Man trifft in unterschiedlichen Konstellationen auf Figuren wie die ausgestopfte Eule mit funkelnden Augen und den schwarzen, stolz erhabenen Raben, auf Portraitstudien Pinocchios wie auch auf die seines Widersachers, des listigen Fuchses.
Durch die Umsetzung mit dem Medium der Photographie erhalten all diese Elemente eine neue Modulation, sie zitieren und kommentieren sich gegenseitig und so tritt man in ein beinahe unüberschaubares Reich ineinander wirkender Energien, Wirklichkeitsanschauungen und Illusionen, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, zwischen Kunst und Leben fließend sind.
Nach dem Umbau - die erste Ausstellung im umgebauten Tanzmuseum: "Fatal Attraction. Tanz, Eleganz und Weiblichkeit".
Mit einem ungewöhnlichen Blick auf den Tanz eröffnet das Deutsche Tanzarchiv Köln nach Umbau und Erweiterung sein neues Tanzmuseum: "Fatal Attraction. Tanz, Eleganz und Weiblichkeit"
L’ aimable danseuse - sie ist uns ans Herz gewachsen: die Tänzerin, die unser allererstes Bild vom Tanz geprägt und uns damit verzaubert hat. Die Tänzerin, die in vollendeter künstlerischer Bewegung in Kopf und Herz einen Traum von Schönheit pflanzte und Tanz für uns zum Inbild von Anmut, Eleganz und Weiblichkeit werden ließ. In der Person der Tänzerin manifestiert sich das Streben nach vollendeter Form. Ihr Körper, in entbehrungsreicher Ausbildung geformt, ist auch ein Kunstkörper. Ein Körper, der seinerseits bis heute immer wieder auch zur Projektionsfläche für künstlerische Visionen und Phantasien wird - für Choreographen, Bildende Künstler jedweder Couleur und -natürlich - für uns Zuschauer.
Ausgehend vom Bestand der Kunstsammlung des Deutschen Tanzarchivs Köln versucht die Ausstellung "Fatal Attraction" in einer Collage aus Bildender Kunst, Literatur und Film der immerwährenden Faszination der Tänzerin auf die Spur zu
kommen. Sie versammelt Exponate, die - Sinnbildern des Tanzes gleich - in sich die Elemente tragen, die als "Bilder vom Tanz" den Tanz und die Tänzerin in unsere Wahrnehmung eingeschrieben haben und damit unsere Vorstellung von Tanz und Weiblichkeit, tänzerischer Bewegung und der ihr innewohnenden Attribute wie Eleganz, Anmut und Wahrheit prägen.
Die Ausstellung, die bis zum 26. Juli 2009 zu sehen ist, wird von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet.
Mehr über das gesamte Programm erfahren Sie unter
www.sk-kultur.de/tanz/tanzmuseum/veranstaltung
Öffnungszeiten der Ausstellungsräume der SK Stiftung Kultur:
täglich außer Mittwoch 14 - 19 Uhr, montags freier Eintritt
Eintrittspreise Raum 1 - 3 u. Tanzmuseum: Erwachsene 4,50 EUR (erm. 2,- EUR)