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von Andreas Stucken
Veröffentlicht am 03.09.2010 Artikel drucken
Quelle: www.stucken.com
Eröffnung: Freitag, 3. September 2010, 19 Uhr
Laufzeit: 4.9. - 2.10.2010
Bevorzugter Ausgangspunkt der Arbeiten von Albert Weis ist die urbane Landschaft mit ihren spezifischen Raumstrukturen, wie die in den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts entstandenen Architekturkomplexe, in deren Formensprache sich utopische Organisationsformen widerspiegeln.
Dabei interessiert den Künstler insbesondere das skulpturale Formvokabular der Moderne. Die raumgreifende Lichtskulptur register von Albert Weis besteht aus sechs identisch gebauten Aluminiumgehäusen, die in den Raum ragend seitlich an den Wänden befestigt sind. In jedem Kasten sind zwei bis vier in unterschiedlichen Farbtönen leuchtende Neonröhren befestigt, der Grundton ist stets weiß, mit leichten Nuancierungen: weiß-gelb, hellgelb, weiß-rosé, weiß-blau, hellblau.
Die Neonleuchten gehen über einen Zeitraum von circa einer Minute unterschiedlich langsam an und aus. So ergeben sich ständig wechselnde Farbkonstellationen und Farbräume mit unterschiedlichen Lichtintensitäten. Die diffuse, nichtlineare Farbigkeit der Arbeit bezieht sich auf das vibrierende, bisweilen irritierende Licht der nächtlichen Großstadt und transformiert den Ausstellungsraum in der Lehrter Straße in einen suggestionsreichen Lichtraum.
Albert Weis, geboren 1969 in Passau, lebt und arbeitet in Berlin, erhielt für seine künstlerische Arbeit bereits zahlreiche Stipendien und Preise, u.a. das Stipendium der Villa Aurora, Los Angeles, Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn, Stipendium in der Cité Internationale des Arts, Paris, von der Kulturverwaltung des Berliner Senats, den Bayerischen Staatsförderpreis für Bildende Kunst.
Ort
Zweigstelle Berlin
Lehrter Str. 37
D-10557 Berlin
Weitere Informationen finden Sie unter
www.zweigstelle-berlin.de