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von Michael Wüst
Veröffentlicht am 11.05.2007 Artikel drucken
Hrabanus Maurus und Kunst unserer Zeit
Eine wirklich außergewöhnliche Ausstellung: Hrabanus Maurus (780 - 856), benediktinischer Mönch, Schüler von Alkuin und an der Hofschule Karls des Großen ist im germanisch-salischen Kernreich ein Baumeister des Abendlandes, und damit Europas.
Dieser "Praeceptor Mundi" (Weltlehrer) erhielt von Karl dem Großen, dem "Charle Magne" den Auftrag Bibliotheken zu gründen, das Wissen der Antike neu zu heben, aufzubereiten, zu archivieren. Auf dieser Grundlage konnten Rechtspflege und Verwaltung überhaupt erst entstehen.
Die ganz eigene Form des Figurengedichts, typisch bei Hraban, wurde in jüngster Zeit von zeitgenössischen Künstlern wiederentdeckt. Es stellt, grob gesagt, eine Vereinigung, vielleicht auch eine Kontroverse von Figur und Zeichen, von Allegorie, Bild, Idol und seinem Substrat im Zeichen, Signem dar. Nicht verwunderlich, dass dieser spannende semantische Vorgang Künstler reizte, sich dem alten Figurengedicht in neuer Form zu stellen.
Ausführliche Infos zur Kultfabrik und Ausstellung (PDF).
Hrabanus Maurus und Kunst unserer Zeit
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Eröffnung: 24. Mai 2007, 19.00 Uhr
25. Mai – 1. Juli 2007
Do, Frei 17 – 21.00 Uhr
Sa, So und Feiertag 15 – 20.00 Uhr
Eintritt 3,- €
Begrüßung und Einführung:
Gotlind Timmermanns (Kuratorin), Erzabt Jeremias Schröder (OSB)
Mitwirkende Künstler:
Barbara Bernrieder, Heinz Butz, Charles Crodel, Ugo Dossi, Eugen Gomringer, Franz Hämmerle, Hrabanus Maurus, Josef Melichercik, Markus Stangl, Jörg Schwarzenbach, Eva Schöffel, Gotlind Timmermanns, Wenzel Ziersch.