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Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

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von Kirsten Freundl

Veröffentlicht am 18.05.2009     Artikel drucken

Auf Spurensuche zwischen ‚Erlebniswelt' Konsum und Sicherheitsmaßnahmen

Donnerstag, 21.05.09, 20.00 Uhr und Lange Nacht der Musik, 23.05.09
Frühjahrssaison „SYNC“


Double scanning 2008/09
Christina Kubisch - Klanginstallation
Ellen Fellmann - Video



Die Projektion und Performance "Double scanning" , am 21.05.09 um 20.00 Uhr und während der Langen Nacht der Musik am 23.05.09 in der t-u-b-e klanggalerie, Einsteinstr.42, zu sehen, bezieht sich auf die Diskrepanz zwischen der angeblichen "Erlebniswelt" des Shoppings und Konsums in internationalen Flughäfen und den öffentlichen und versteckten Sicherheitsmaßnahmen, denen jeder Reisende ausgeliefert ist.

Auf Spurensuche zwischen ‚Erlebniswelt' Konsum und SicherheitsmaßnahmenEllen FellmannDie Technik der kompletten Durchleuchtung des Menschen und seines Gepäcks, die Masse der ihn umgebenden Informationen und die Überforderung der Wahrnehmung spiegeln sich akustisch in der Klanginstallation von Christina Kubisch wieder. Dichte Klangfelder, manchmal bis in detaillierte Frequenzbereiche gefiltert, überlagern sich in einer den Raum füllenden 8-Kanal- Installation. Bei dem separat in einem anderen Raum laufenden Video von Ellen Fellmann, begibt sich die Kamera auf die Spurensuche nach den normalerweise verborgenen oder nicht beachteten Bereichen der Flughäfen, wobei als stilistische Mittel Reflexionen, Spiegelungen, Schichtungen und Überlagerungen eingesetzt werden.



Christina Kubisch und Ellen Fellmann haben die Zusammenarbeit für dieses Projekt im Jahr 2007 im Flughafen München begonnen. Video und Ton sind oft an den gleichen Orten aufgezeichnet worden, werden aber als räumlich getrennte Arbeiten gezeigt, um im Klang- bzw. Bildraum jeweils eigenen Assoziationen und Bezüge zu ermöglichen.

Seit 1980 arbeitet Christina Kubisch mit elektromagnetischer Induktion für ihre
Klanginstallationen. Seit 2003 finden die Arbeiten vorwiegend unter dem Titel "Electrical Walks" im Stadtraum statt. Mithilfe eines kabellosen selbst entwickelten Kopfhörers können die Teilnehmer die normalerweise nicht wahrnehmbaren elektromagnetischen Felder in Städten hören. Diese sind besonders stark in kommerziellen Zonen, Verkehrszentren und Orten digitaler Übertragungssysteme (wie z.B. W-Lan-Sendern) ausgeprägt.

Auf Spurensuche zwischen ‚Erlebniswelt' Konsum und SicherheitsmaßnahmenChristina Kubisch; Foto von Sebastian Mayer

Seit einigen Jahren hat Christina Kubisch mit einem speziellen Aufnahmegerät auch viele magnetische Felder an internationalen Flughäfen und in Fliegern akustisch aufgenommen. Diese Aufnahmen sind das Basismaterial für die Klanginstallation in der t-u-b-e.


Der Eintritt zu den Veranstaltungen der t-u-b-e ist frei.

Weitere Informationen finden Sie unter
www.t-u-b-e.de
www.christinakubisch.de
www.ellenfellmann.de

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