Galerien und Kunst : GalerienVirtuell

Neue Beiträge per
RSS
kostenlos
abonnieren.
RSS

Kunstreport: Termine, Ausstellungen, Neuigkeiten

ArtikelübersichtArtikel verfassen

von Gabriele Busse

Veröffentlicht am 14.08.2007     Artikel drucken

Artists Anonymous und das Prinzip der Venusfalle

Artists Anonymous’ Konter auf die Mottoshow "About Beauty" des ART FORUM BERLIN 2007

Berlin. ARTISTS ANONYMOUS kündigen sich auf dem diesjährigen ART FORUM BERLIN als Highlight an. Vom 28. September bis zum 03. Oktober wird die fünfköpfige Künstlergruppe als Aussteller das vorgegebene Motto "About Beauty" in das gewohnt analytische Licht ihres künstlerischen Umkehrprozesses setzen. ARTISTS ANONYMOUS kontern dem Slogan mit ihrer auf Raum und Thema bezogenen Installation "Beauty is an ugly word". (ART FORUM BERLIN / Palais am Funkturm/ Stand 117)

"Beauty is an ugly word".
Die skurrile, raumgreifende Skulptur vereint Arbeiten der Künstlergruppe aus den letzten drei Jahren. Der Kontext und gleichzeitige Bruch den ARTISTS ANONYMOUS in Zusammenhang mit dem Kunstmesse Motto herstellen, basiert auf einigen, durch das Kunstmarkt-Handling beschädigte, funktionsuntüchtige, verschmutzte Einzelarbeiten, aus denen die Installation besteht. Als unverkäuflich sowie unbrauchbar an den Absender zurückgeschickt, stellte jedes Werk für sich eine fehlerhafte Ausschussware dar.

Die Reise durch diese Chronologie der Fehler und Misserfolge führt zu ungeahnten Schätzen: Fotoarbeiten, deren Material nicht mehr erhältlich und die Technik somit unwiederbringlich verloren ist; Videoinstallationen, die den "Wahnsinn des Marktes" (Zitat: Artists Anonymous) mit dem Verbrennen von Editionen kommentieren; Arbeiten, die zu neuen Kunstwerken umgearbeitet wurden und nun einer neuen Geschichte folgen. In der Installation wird das Ungeliebte, Abgelegte zu seiner durch Farbe, Material oder Oberfläche erregten Anziehungskraft – zum Schönen - zurückfinden.

Das Prinzip der Umkehrung als "Venusfalle"
Was sich in "Beauty is an ugly word" offenbart, nennen ARTISTS ANONYMOUS "das Prinzip der optischen Venusfalle". Die Künstler nutzen die Verführung durch das Schöne. Der Blick des Betrachters wird überlistet und sieht auch den hässlichen Dingen des Lebens ins Auge. ARTISTS ANONYMOUS formulieren: "Das ans Licht zerren der dunklen Stellen ist ein wesentlicher Teil unserer Arbeit".

Die Technik = Das Konzept
Dem Konzept der Umkehrung folgt die Künstlergruppe wie einer geraden Schnur. Die Techniken, wie die Arbeiten selbst entspringen Umkehrprozessen, die zur Frage von Ursprung und Herkunft führen. Von jeder Arbeit, egal welchen Mediums die Vorlage war, machen ARTISTS ANONYMOUS ein "Afterimage".

Das "Nachbild" entsteht als Fotografie, wird - als Diapositiv geboren - von den Künstlern jedoch wie ein normales Negativ entwickelt. Das Resultat sind Bilder, die in den Komplementärfarben ihrer Vorlagen erscheinen. Diese Technik lässt sich auf alle Medien übertragen, in denen ARTISTS ANONYMOUS arbeiten.

ARTIST ANONYMOUS erobern den Markt
Das Künstlerkollektiv ist von Sammlern längst entdeckt. Arbeiten von ihnen befinden sich u.a. in der Saatchi Collection in London, der Sammlung Sander in Berlin, der Collection Heiner Bastian in Berlin, Der Rubell Collection in Miami, der Arthur Zeckendorf Collection in London, der Doron Sabag Collection in Israel und mit den neusten Ankäufen auch in der Deutsche Bank Sammlung in London.

Ein Blick in den Ausstellungskalender 2008 macht die erfolgreiche Nachfrage deutlich: Cuetoprojects, New York / V22, London / Magazin4/Kunstverein, Bregenz / Saatchi Gallery, London / Kulturforum – Neue Nationalgalerie, Berlin.

Künstlerverzeichnis
Kunstreport
Suchanfrage starten...